Wenn man hier bei uns emotional und psychisch sehr sehr leidet und man total verzweifelt...?

9 Antworten

Immer passend ist es nicht. Weil dann darf man gar nicht mehr über etwas schimpfen, weil es immer Menschen gibt denen es objektiv schlechter geht.

Aber manchmal halte ich es für durchaus angebracht, weil nicht zu 100 Prozent alles schlecht laufen kann. Man muss eben auch lernen wertzuschätzen was man hat und vor allem auch die guten Dinge im Leben sehen. Diese Art von Gesundheitslehre nennt man auch Salutogenese nach Antonovsky in der beschrieben wird, dass man nicht ganzheitlich krank sein kann, da es immer einen gesunden Anteil gibt. So ähnlich kann man die Rede "andere haben es schlimmer" auf die Theorie anwenden. Ist natürlich sehr plump ausgedrückt. Es geht aber wie gesagt nicht um den Vergleich (das geht auch so gar nicht) sondern soll dir einen Perspektivenwechsel verschaffen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Dankeschön. Du hast mir geholfen das noch besser zu verstehen wie solche Äußerungen auch oft gemeint sind :D

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Hmm... schwierig zu sagen... Also ich persönlich bin dafür, dass man der Person zuhören und sich versuchen in sie hineinzuversetzen sollte, denn das ist schon mal die halbe Miete. Dann versuche ich mir ein paar Lösungsvorschläge zu überlegen, die der Person helfen könnten. Was sie letztendlich damit macht, ist natürlich ihre Sache.

Ich finde, dass jeder das Recht hat, gehört zu werden und jeder ernst genommen werden soll. Klar, wenn jemand rumheult, dass er zu wenig Taschengeld oder von seinen Eltern nicht die neusten Sachen bekommt, finde ich auch, dass das kein wirkliches Problem ist und natürlich rein objektiv gesehen, geht es im Leben immer schlimmer, aber das hilft nichts, wenn die Person darunter leidet.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

In erster Linie sollte man was sich nicht vergleichen, besonders wenn es um die eigenen Probleme gibt.
Es ist ja wichtig, dass man sich mit ihnen auseinander setzt. Wenn jemand sagt, dass es andere viel schlimmer haben, dann bekommt man das Gefühl, dass die eigenen Sorgen nicht wichtig genug sind oder sogar dass man nicht das Recht hat so eine Belastung zu empfinden. (Da andere Menschen theoretisch durch schlimmeres gehen müssen) Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass man leidet. Zusammenfassend, man sollte sich selbst genug Aufmerksamkeit geben und sich nicht mit anderen vergleichen, um den Verbesserungs/-Heilungsprozess nicht zu verhindern.

Danke. Guter Kommentar

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Es gibt Luxusprobleme, Existenzprobleme und anderes. Wenn jemand jammert, dass die Assistentin, die einen den Kaffee macht und deren Vertretung beide derzeit nicht da sind und man nun den Kaffee selbst zubereiten muss, denke ich mir auch, jetzt hab dich nicht so (ja, das ist echt so passiert, kein Scherz), wenn jemand Kopfschmerzen hat, was morgen früh wieder rum ist, man sonst aber gesund ist, hilft der Spruch anderen gehe es doch schlechter trotzdem nichts, dann geht es einem einfach dreckig.

Nein, man kann das nicht vergleichen. Ich hasse sowas auch.

Jeder Mensch leidet anders.

Selbst Schizophreniepatienten leiden unterschiedlich. Der eine hat vllt. nur 2 Mal im Monat Wahnvorstellungen, aber eben viel heftigere als der, der sie vielleicht 10 Mal im Monat hat.

Fakt: Jede Krankheit ist eine Krankheit und mit Leid verbunden.

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