Wenn man einen befristeten Vertrag und man ist Krank mit Attest kann man dann einen Kündigung kriegen?

11 Antworten

Ich gehe davon aus, dass auf Dein Arbeitsverhältnis der "Manteltarifvertrag für die Arbeitnehmer der Deutschen Post AG (MTV-DP AG)" anzuwenden ist und es in Deinem Arbeitsvertrag keine abweichenden Regelungen zu Kündigungsfristen gibt.

Dieser Manteltarifvertrag enthält in "Zweiter Teil: Beendigung des Arbeitsverhältnisses für Arbeitnehmer § 33 Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch ordentliche Kündigung und Auflösungsvertrag" die Formalien und die Fristen für eine ordentliche Kündigung des Arbeitsverhältnisses.

Es gibt keine Bestimmungen zu Besonderheiten bei befristeten Arbeitsverhältnissen. Damit gelten für befristete Arbeitsverhältnisse die Bestimmungen nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz TzBfG § 15 "Ende des befristeten Arbeitsvertrages" Abs. 3:

Ein befristetes Arbeitsverhältnis unterliegt nur dann der ordentlichen
Kündigung, wenn dies einzelvertraglich oder im anwendbaren Tarifvertrag
vereinbart ist.

Da das tarifvertraglich nicht und wenn das arbeitsvertraglich auch nicht der Fall ist, kann Dein Arbeitsverhältnis nicht ordentlich gekündigt werden, sondern endet nur durch Fristablauf (oder Aufhebungsvertrag). Die Möglichkeit zur außerordentlichen/fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund (gravierendes Fehlverhalten) bleibt davon zwar unberührt; ein solcher Grund ist in Deinem Fall aber nicht gegeben.

Unabhängig davon wäre eine Kündigung wegen Erkrankung ohnehin nur unter besonderen und für den Arbeitgeber erschwerenden Voraussetzungen erlaubt.

Du brauchst Dir unter diesen Voraussetzungen also keine Sorgen zu machen.

Insbesondere bei befristeten Verträgen muss man vorab ins Vertragswerk schauen, ob dort eine Möglichkeit zur "ordentlichen" Kündigung nach Ablauf der Probezeit überhaupt rechtswirksam vereinbart wurde. 

Ohne entsprechende Sondervereinbarungen im AV wäre ansonsten bei befristeten Arbeitsverhältnissen keine "ordentliche Kündigung" durch eine der beteiligten Parteien möglich. 

Diese Aussage betrifft aber halt nur allgemeines Recht bei Betrieben mit mehr als 10 angestellten Mitarbeitern und ohne besonders durch Tarifverträge oder Betriebsabsprachen berechtigende Sonderregelungen, die entsprechend vertraglich auch so erfasst wurden. 

Sollten solche Nebenabreden ( "ordentliche Möglichkeit der Kündigung ) jedoch rechtswirksam vereinbart worden sein, kann eine längere Erkrankung mit nachfolgend negativer Leistungs- / und Gesundheitsprognose durchaus zu begründbarer Kündigung führen. 

Diese Aussage betrifft aber halt nur allgemeines Recht bei Betrieben mit mehr als 10 angestellten Mitarbeitern

Dass ein befristetes Arbeitsverhältnis ordentlich nur gekündigt werden kann, wenn das vertraglich ausdrücklich so vereinbart wurde, hat nichts mit "Betrieben mit mehr als 10 angestellten Mitarbeitern" zu tun!

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@Familiengerd

Es sollte schon klar sein, das sowas dann im Arbeitsvertrag entsprechend geregelt sein sollte. 

https://www.hensche.de/Befristeter_Arbeitsvertrag_Kuendigung_Befristeter_Arbeitsvertrag_Kuendigungsfristenregelung_Befristeter_Arbeitsvertrag_BAG_6AZR436-10.html

Bei Kleinbetrieben unter 10 MA kann längere / häufigere Erkrankung eines MA wirtschaftlich eine unbillige Härte darstellen würde.

Dieses nur unter dem Gedanken, das bei der " Deutschen Post " längst nicht mehr alles " Post " ( Anstellung im Mutterkonzern ) ist, nur weil das Betriebslogo auf Uniformen und Arbeitszeug prangt. ( Subunternehmer ) 

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@Parhalia2

Es sollte schon klar sein, das sowas dann im Arbeitsvertrag entsprechend geregelt sein sollte.

???

Das steht doch außer Diskussion!

Bei Kleinbetrieben unter 10 MA kann längere / häufigere Erkrankung eines MA wirtschaftlich eine unbillige Härte darstellen würde.

Was hat das mit "Kleinbetrieb zu tun?

1. Die Tatsache "Kleinbetrieb" hat aber nichts damit zu tun, dass vertraglich die Möglichkeit zur ordentlichen Kündigung eines befristeten Arbeitsverhältnisses vereinbart werden kann.

2. Auch eine wirtschaftlich unbillige Härte bei Erkrankung eines Arbeitnehmers im Kleinbetrieb hält sich in Grenzen. Worin sollte die denn in einem gravierenden Ausmaß liegen können? Die Kosten der Lohnfortzahlung erhält dieser Arbeitgeber aufgrund de Auflageverfahren bis zu 80 % erstattet (diese Erstattungsregelung gilt für Betriebe mit nicht mehr als 30 Mitarbeitern)!

Im Übrigen hat auch das überhaupt nichts "Kleinbetrieben unter 10 MA" zu tun; im Kleinbetrieb mit nicht mehr als 10 Mitarbeitern (und nicht "unter 10 MA") wird lediglich das Kündigungsschutzgesetz nicht angewendet, alleine dafür ist diese Betriebsgröße relevant!

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Normalerweise endet ein befristeter Vertrag zum vereinbartem Datum und kann nach der Probezeit in der Regel nicht ordentlich gekündigt werden.

Aber keine Regel ohne Ausnahme:

Es kann vertraglich unter bestimmten Voraussetzungen dennoch vereinbart werden.

Habe es gerade mal gegoogelt um nichts falsches zu schreiben:

https://www.volders.de/ratgeber/kuendigen/befristeter-arbeitsvertrag#ordentlich

Krankheit schützt nicht vor Kündigung!

Das ist ja so weit richtig, ...

..., aber welche "bestimmten Voraussetzungen" sollen das denn sein, unter denen die Vereinbarung einer Möglichkeit zur ordentlichen Kündigung getroffen werden kann??

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@johnnymcmuff

Dann ist es okay, wenn Du es so gemeint hast.

Nur klingt Deine Formulierung so, als wolltest Du sagen, dass eine vertragliche Vereinbarung darüber nur unter bestimmten Voraussetzungen überhaupt möglich sei.

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@Familiengerd

Nein, ich habe schon mehrere Links gelesen wo das mit dem Tarifvertrag stand und habe das in meinem altem Kopp auch noch speichern können.  :-)

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