Wenn man eine fristlose Kündigung der Wohnung bekommt und der Vermieter die Frist dann per Email auf drei Monate verlängert, ist das dann eine neue Kündigung?

4 Antworten

Nein. Erstens kann man eine zugegangenen Kündigung nicht zurücknehmen, § 130 I BGB,  und zweitens nicht per E-Mail wirksam erklären, § 568 I BGB :-O.

Mit deiner dürren Fallschilderung kann man die Frage leider nicht zielführend oder gar belastbar beantworten.

Es mag sein, dass die fristlose Kündigung nichtig, also von Anfang an unwirksam war, etwa weil es einem Beseitigungsverlangen oder einer Abmahnung fehlte oder sie beseitigt werden konnte, weil ein erstmaliger Mietrückstand ausgeglichen wurde.

Aber wenn der Vermieter mit dieser Erkenntnis wegen Vertragspflichtverletzung nunmehr ordentlich fristwahrend kündigen will, muss er dies in einem Schriftstück mit eigenhändiger Unterschrift machen.

Insofern bestünde dein Mietverhältnis unverändert fort.

G imager761


Eine fristlose Kündigung ist eine Kdg. ohne Frist. Wird diese nicht verfolgt, ist sie aufgehoben. Eine fristgerechte Kündigung müsste eigenständig erfolgen. Es sei denn, in der Fristlosen Kündigung wurde hilfsweise fristgerecht gekündigt.

Beide Vermieterkündigungen müssten begründet werden.

Eine Kündigung muss schriftlich erfolgen (mit Unterschrift des Vermieters). Per e-mail ist sie unwirksam. Ich sehe hier deshalb keine wirksame Kündigung.

Was ist hier der Kündigungsgrund?

Dann steht die Kündigung immer noch im Raum.

Ihr könnt aber weiter zu verhandeln versuchen.

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Hey,

Mich würde es brennend interessieren, wie viel Zeit man hat sich nach einer neuen Wohnung umzusehen wenn man eine Fristlose Kündigung erhält, aufgrund zu lauter Musik oder groben Verstoßen gegen die Hausordnung. Weil von jetzt auf gleich findet man schließlich keine Wohnung. Man kann natürlich erstmal selber Wiederspruch gegen die Kündigung einlegen, dies verschafft einen etwas Zeit sich eine neue Wohnung zu suchen oder? Wie sieht es dann mit einer Räumungsklage aus, dies dauert ja auch wie ich gelesen habe, von 6 bis 12 Monaten. Wenn man dann schon zuvor ausgezogen ist, bevor die Räumungsklage durch ist, fallen dann trotzdem irgendwelche Kosten für die Mieter an?

Es sollte davon ausgegangen werden, dass der Mieter immer pünktlich die Miete überweißt und auch vor dem Auszug dann seine Wohnung renovieren würde und er nach der fristlosen Kündigung alles mögliche dafür tut sich eine neue Wohnung zu suchen.

Die wichtigste Frage ist eigentlich nur, wie lange kann man eine fristlose Kündigung aufschieben ohne das zusätzliche Kosten durch Gericht, Anwalt etc. anfallen bzw. im ungünstigen Fall nur die hinterlegte Kaution abgezogen wird.

Als Beispiel, man erhält eine Fristlose Kündigung und soll innerhalb einer Woche ausziehen, zum Beispiel zum 30.11.2012. Dies schafft man aber Zeitlich nicht, einfach weil man keine Neue Wohnung findet, obwohl man natürlich sucht und bezahlt deshalb auch die Miete für den Dezember und teilt den Vermieter auch mit das man bereits eine neue Wohnung sucht und solange weiterhin die Miete bezahlt. Nun findet man eine Wohnung diese kann man aber zum Beispiel erst am 01.03.2013 beziehen, aber dies dauert den Vermieter zu lange und er leitet eine Räumungsklage ein. Bevor diese aber zugestimmt wird, zieht man bereits zum 01.03.2013 in die neue Wohnung ein und hat selbstverständlich für den Jan. und Feb. dem Vermieter die Miete bezahlt, renoviert wie im Mietvertrag besprochen auch die Wohnung.

Fallen trotzdem nun weitere Kosten für den ehemaligen Mieter an? Oder hätte es sich damit erledigt. Würde mich über jegliche Antwort freuen. Nicht das ich dieses Problem habe, nur haben ich und mein Mitbewohner eine Abmahnung erhalten und haben nun Angst vor einer fristlosen Kündigung und bin mir sicher das wir dann nicht schnell genug eine neue Wohnung finden würden.

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LG

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