Wenn man durch eine Webseite Geld macht, wie läuft das genau mit den Steuern ab (niemand hat mich bis jetzt kontaktiert, Steuern bezahlen tue ich auch nicht) ?

7 Antworten

Ein Gewerbeschein habe ich auch nicht um die Sachen im Internet verkaufen zu dürfen .. braucht man überhaupt sowas ??

Wenn du etwas verkaufst, ist das eine gewerbliche Tätigkeit, also musst du auch ein Gewerbe anmelden.

Nicht das sie jetzt kommen und sagen, wir wollen Steuern+Strafe

Das kann durchaus passieren. Es gibt Task Forces in der Finanzverwaltung, die sich um Internehandel kümmern.

Da ich nicht spare sondern von Monat zu Monat lebe habe ich das Geld dann auch nicht

Das ist dann dein Problem.

keine Lust in den Bau zu gehen und die Geldstrafe abzusitzen

Und das auch.

  • Da meldet sich auch von selbst niemand, darum musst Du Dich selber kümmern.
  • Steuerlich gibt es einen Freibetrag von knapp 9.000€ pro Jahr. Der gilt aber für das gesamte Einkommen, also Fester Job + Einnahmen aus der Website. Liegst Du insgesamt darüber, musst Du Steuern zahlen.
  • Irgendwann fällt das auf, denn Du bekommst ja von jemandem Geld, wahrscheinlich für Werbung. Derjenige gibt das in seiner Steuererklärung an und wenn der dann mal geprüft wird, dann fällt das auf.

Du musst deine Tätigkeit melden (je nach Tätigkeit durch Gewerbeanmeldung oder auf freiberuflicher Bais)

Du musst deine Tätigkeit bei der Einkommensteuer angeben (EÜR + Anlage G, bzw. Anlage S)

Wenn deine Einnahmen (je nachdem was du neben den Einkünften über die Website noch erwirtschaftest) unter dem Grundfreibetrag liegen (was zumindest der Fall ist, wenn du nur die Einnahmen der Website hat), brauchst du ohne keine Steuern zu zahlen. Liegen sie darüber machst du seit 2 Jahren Steuerhinterziehung.

Ich hab noch einen Job zuzüglich der Webseite

Angenommen ich lasse es so und melde es nicht an, wie können die mich überführen ? Also seit 2 Jahren ist ja nix geschehen

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@Dariaaan

Wie sie dich überführen könnten hängt ja von deiner Tätigkeit ab. Wenn du Werbeeinnahmen hast, werden die Werbenden Ihre Ausgaben an dich steuerlich geltend machen und spätestens bei einer Buchprüfung dort deine Daten ins Spiel kommen. Wenn du via Kreditkarte abrechnest, besteht dort auch die Möglichkeit auf deine Daten zuzugreifen...

Du solltest dir darüber bewusst sein, dass Ärger mit dem FA richtig nervig werden kann und dass auch kleine Forderungen durch die Säumniszuschläge sehr happig werden können. Des weiteren kannst du selbst in einigen Jahren noch rückwirkend die Quittung bekommen.

Ich würde das wegen den paar Kröten nicht riskieren.

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