Wenn man den Betreuer "alles erlaubt", darf er dann auch in meiner Wohnung während meiner Abwesendheit oder darf er das, was ich nicht möchte?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn die Wohnung finanziell und körperlich angemessen ist, wird dich niemand rauswerfen dürfen. Rein vom rechtlichen her schon nicht. Auch kein Betreuer darf das.

Ansonsten gibt es ja grundsätzlich zwei Formen von Betreuung: Eine freiwillige Betreuung und eine erzwungene Betreuung. Bei einer freiwilligen Betreuung, die du selbst auch willst, geht sie immer so weit, wie du sie auch willst. Nicht weiter. Wie du richtig sagst, darf dabei keine Bevormundung geschehen. Man arbeitet konstruktiv mit dem Betreuer zusammen. Wenn dieser gute Gründe für einen bestimmten Schritt hat, dann spricht man mit ihm. Wenn einem die Arbeitsweise des Betreuers nicht gefällt, wendet man sich ans Betreuungsgericht.

Bei einer aufgezwungenen Betreuung ist das schwieriger. Da hat das Gericht ja Gründe gesehen, warum man die Betreuung aufgezwungen bekommt. Und wenn das daran liegt, dass man sich selbst Schaden zufügt (beispielsweise finanziell), dann kann der Betreuer da durchaus so handeln.

Beispiel: Du wohnst im 3. Stock ohne Aufzug, bist aber dauerhaft körperlich behindert, so dass du keine Chance hast, Treppen zu steigen und auch sonst immobil ist. Wenn dann eine gleichwertige (!) Wohnung gefunden würde, die barrierefrei ist (Erdgeschoss ohne Treppenstufe u.ä.), könnte das eine Verbesserung deiner Lebenssituation darstellen. Ohne diese Verbesserung zu erreichen darf dir auch sowieso kein Umzug auferlegt werden.

Zweites Beispiel: Du hast alleine eine 150 m² Wohnung für 1500€ im Monat. Du kannst dir aber nur 500€ Wohnung pro Monat leisten. Dann steht ein Umzug zur Diskussion.

Natürlich müssen die Beispiele nicht auf dich zutreffen. Aber es geht mir darum, dass du die Überlegung dahinter mal einschätzen kannst.

Irgendwie haben viele hier recht. Wahrscheinlich habe ich überreagiert und wenn ich zukünftig eine Wohnung im Erdgeschoss bekomme, wäre es mir persönlich auch lieber, weil ich mit beide Knie Probleme habe und zukünftig kann sich das ja auch verschlimmern.

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@CBA123ABC321

Wie ich in der anderen Antwort von Woelfin schrieb: Arbeite konstruktiv mit dem Betreuer zusammen. Und überlege dir das mit ihm in Ruhe. Schaue auf die positiven Dinge und inwieweit mit deinen Möbeln eine barrierefreie Wohnung gefunden und dann bezogen werden kann, ob er sich darum kümmert. Die Wände können ja vor Einzug so gestrichen werden, wie du dich am besten wohl fühlst ;-)

Veränderungen machen manchmal Angst, aber wenn man denen etwas positives abgewinnen kann und etwas neue Lebensqualität findet, die zu deiner Person auch passt, kann man auch mit Vorfreude an Veränderungen gehen.

Mich freut jedenfalls, dass du andeutest, auch etwas Positives abzugewinnen.

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@CBA123ABC321

Ein zweites Kriterium zur Lebensqualität: Wenn die neue Wohnung auch gute Anbindung an Geschäften bietet und bei der bisherigen Wohnung die Geschäfte weit weg sind. Dann könnte sich da auch der positive Umstand ergeben, dass du beispielsweise mit einem Rollator o.ä. Kleinigkeiten einkaufen könntest. je nachdem, wie sich das mit den Knien entwickelt, später ggf. mit einem Rollstuhl, wenn es sich arg verschlimmern sollte (was man natürlich nicht hofft)...

Im dritten Stock mit Treppen wäre man öfter "in der Wohnung gefangen", wenn es schwieriger wird, und das kann schon aufs Gemüt gehen.

Wenn man lange genug nachdenkt, kann man bestimmt einige positive Dinge finden.

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Wenn du bestimmte Dinge nicht willst, mußt du das mit deinem Betreuer klären oder mit dem Gericht, das den Betreuer bestellt hat.

Wir kennen hier nicht die Aufgaben deines Betreuers für dich. Wenn er z. B. für die Finanzen ( das ist jetzt nur ein Beispiel ) zuständig ist und du ins Krankenhaus kämst, der Betreuer aber ein bestimmtes Schriftstück braucht aus deiner Wohnung, dann ist er berechtigt, in deine Wohnung zu gehen und das Schriftstück zu holen oder zu suchen.

Er wird dir nicht einfach die Wohnung kündigen ohne Grund. Wenn es nötig wäre, wenn du z. B. nicht mehr alleine wohnen kannst und ineine Wohngruppe müßtest, wird er das vorher mit dir abklären.

Außerdem darf er gar nichts aus deiner Wohnung "wegnehmen", das kann er sich gar nicht leisten, dann ist er seinen Job los.

Für mich hört sich dein Geschreibe hier so an, daß du auf jeden Fall gegen den Betreuer und das Gericht arbeiten willst. Du hast ja nicht umsonst einen Betreuer bekommen, es hat ja seinen Grund.

Also beschwer dich nicht hier, sondern besprich das mit deinem Betreuer.

Ich sehe ein, dass ich überreagiert habe und vielleicht ist eine andere Wohnung auch nicht immer schlecht. Ich lasse mich überraschen, hoffe aber das ich zuerst dableiben kann trotzdem.

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Es kommt darauf an, was das für ein Betreuer ist. Wenn es ein gesetzlicher Vormund ist, dann darf er das, um Dich u.U. vor Dir selbst zu beschützen.

Um ehrlich zu sein, hört sich Deine Geschichte irgendwie nach unkontrolliertem Sammelverhalten an und da möchte ich Dir empfehlen, diese Hilfe einfach mal so zuzulassen. Es kann nur besser werden. Such Dir deine echten Memorabilien zusammen und nicht nur das, was man irgendwie nochmal gebrauchen könnte. Dafür wird Dein Betreuer dann auch Verständnis haben.

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