Wenn man auf einem gesunkenen Schiff aus dem Mittelalter einen Schatz findet, darf man ihn behalten?

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3 Antworten

Der Finder ganz Sicher nicht.

Wenn der Schatz geborgen wird, wird allerdings das Gerangel um ihn losgehen. Die Gerichte werden sich damit wohl einige Jahre befassen, wem das Besitzrecht zugesprochen wird: Dem Land, in dessen Hoheitsgewässer der Schatz geborgen wurde, oder dem Land, dem das gesunkene Schiff einst gehörte. So haben sich z.B. Spanien und die U.S.A. bereits einige gerichtliche Kleinkriege geliefert, als in Gewässern südlich von Miami das Silber einer spanischen Schatzgeleone gefunden wurde.

In wieweit der Finder einen Finderlohn zugesprochen bekommt, hängt ebenfalls von den Gerichten ab. Einige Regierungen bezahlen großzügiger dafür, andere weniger. Wenn du in der Nordsee einen Schatz auf einem Lübecker Hanseschiff finden würdest, würdest du wahrscheinlich keinen einzigen Cent davon sehen. Dann gibt es nur einen feuchten Händedruck und eine Erwähnung deines Namens in der Lokalzeitung.

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Das richtet sich vornehmlich danach, ob und in welchen Hoheitsgewässern welchen Staates Schiff samt Schatz auf Grund liegen und wie dementsprechend die Gesetzgebung lautet. In Deutschland ( auch deutschen Hoheitsgewässern ) z.B. dürfte der Schatz nicht behalten werden.

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Kommentar von Blazeor
21.05.2016, 16:33

Da es sich meist um kulturelle oder archäologisch wichtige Dinge handelt ist es auch ganz gut so, wer will schon das eine Goldmünze aus dem 15Jhrdt. eingeschmolzen wird nur um an Geld zu kommen.
Imho besteht immer noch die Möglichkeit, nicht nur in Geschichtsbüchern als Finder genannt zu werden, sondern auch einen "Finderlohn" zu erhalten.

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Ja. Falls das Gebiet aber jemanden gehört (der halt Bock hatte sich ein Meer zu kaufen) musst du die Hälfte abgeben. Ist aber überall so

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