Wenn Konversion, welche Religion?

27 Antworten

Hallo Gewa1,

Du suchst offenbar nach der wahren Religion. Dazu ist Hintergrundwissen nötig.

Ursprünglich gab es nur EINE wahre Religion.

Als Gott Adam u. Eva erschuf, offenbarte er sich ihnen. Er teilte in 2. Mose 3:15 auch seinen Namen mit:

"Und Gott sprach weiter zu Mose: Also sollst du zu den Kindern Israel sagen: JAHWE, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name in Ewigkeit, und das ist mein Gedächtnis von Geschlecht zu Geschlecht." (EB)

Wie entstand dann falsche Religion?

Die entstand in dem Moment, als sich Adam u. Eva von Gott ab- und Satan zuwandten (1. Mose 1:3). Seitdem betet man in den verschiedensten Religionen Götter an, die Menschgemacht sind, die ihren Ursprung aber in Satan, den Teufel, haben:

"Die inspirierte Äußerung aber sagt ausdrücklich, daß in späteren Zeitperioden einige vom Glauben abfallen werden, indem sie auf irreführende inspirierte Äußerungen und Lehren von Dämọnen achtgeben," (1. Tim. 4:1)

Trotzdem beten zu allen Zeiten Menschen weiterhin zu dem wahren Gott JAHWE / JEHOVA / JHWH (Tetragrammaton). Man kann also relativ leicht zwischen wahrer und falscher Religion unterscheiden.

Jesus nannte weitere Merkmale, woran man die wahre Religion erkennt. Hier einige:

— politische Neutralität: "Sie sind kein Teil der Welt, so wie ich kein Teil der Welt bin." (Joh. 17:16)

— sie beteiligen sich nicht an Kriegen: "Da sagte Jesus zu ihm: „Stecke dein Schwert wieder an seinen Platz, denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen." (Mat. 26:52)

— weltweite Liebe: "Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt.“ (Joh. 13:35)

— sie machen den Namen ihres Gottes bekannt, so wie Jesus es tat: "Ich habe deinen Namen den Menschen offenbar gemacht," (Joh. 17:6)

— sie anerkennen Jesus als ihren himmlischen König und Sohn JAHWES: 

"Deshalb sagte Pilạtus zu ihm: „Nun denn, bist du ein König?“ Jesus antwortete: „Du selbst sagst, daß ich ein König bin. Dazu bin ich geboren worden und dazu bin ich in die Welt gekommen, damit ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der auf der Seite der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme.“ (Joh. 18:37)

JAHWE selbst sagte: "Dieser ist mein Sohn, der geliebte, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; hört auf ihn!" (Joh. 17:5)

— sie predigen weltweit: "Und diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen." (Mat. 24:14)

— sie glauben an das gesamte Wort Gottes, und für sie ist die Bibel von Gott inspiriert: 

„Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit," (2. Tim. 3:16)

— sie versuchen, sich eng an bibl. Lehren zu halten, auch wenn heute einige meinen, sie würden nicht mehr dem Zeitgeist entsprechen.

Das ist übrigens ein Argument für mich, warum ich an Gott glaube: weil seine Maßstäbe heute noch weltweit in allen Bevölkerungsschichten anwendbar sind.

Weitere Argumente sind die vielen detailliert in Erfüllung gegangenen Prophezeiungen. Auch die wissenschaftlich korrekten Aussagen der Bibel, die ihrer Zeit weit voraus waren (Embryonale Entwicklung, Wasserkreislauf, Kugelform der Erde, Erde hängt am Nichts, Unzählbarkeit der Sterne, Hygienevorschriften, ...).

Und natürlich überzeugt mich die Schöpfung selbst, dass es einen intelligenten Verursacher gibt — eben einen Schöpfer:

"Denn seine unsichtbaren [Eigenschaften] werden seit Erschaffung der Welt deutlich gesehen, da sie durch die gemachten Dinge wahrgenommen werden, ja seine ewigwährende Macht und Göttlichkeit, so daß sie unentschuldbar sind;" (Römer 1:20)

Ich glaube auch das, was die Bibel über den Tod und die Auferstehung sagt (Prediger 9:5, 10; Joh. 5:28, 29). Mit dem Tod sind wir nicht mehr existent. Gott kann sich jedoch an uns erinnern und wird uns wieder auferwecken.

Auch glaube ich daran, dass wir mal ewig und glücklich auf einer paradiesischen Erde leben werden:

"Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, Und sie werden immerdar darauf wohnen." (Psalm 37:29)

"Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“ (Offb. 21:4)

Grüß Dich Gewa1!

Ich denke man sollte mal klarstellen, das Religiosität mit "den Religionen" per se nichts zu tun hat. Religion ist etwas Übergeordnetes, der Rest ist Glauben.

Begründung:

Es gibt keine allgemeingültige Definition für Religion. Es gibt nur
eine, die dem Begriff nahe kommt. Und zwar ist das die von Gustav Mensching, die ich am Besten finde:

„Religion ist erlebnishafte Begegnung mit dem Heiligen und antwortendes Handeln des vom Heiligen bestimmten Menschen“.

Da wäre aber noch zu klären, was heilig bedeutet:

Wikipedia:

Heilig bezeichnet etwas Besonderes, Verehrungswürdiges und stammt wortgeschichtlich von Heil ab, was sich abgeschwächt noch in heil („ganz“) wiederfindet. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist heilig ein im Zusammenhang mit Religion gebrauchter Begriff mit der zugedachten Bedeutung „einer Sphäre des Göttlichen, Vollkommenen oder Absoluten angehörig“, ...

Heilig muss aber nicht unbedingt ein Gott oder irgendwelche Götter oder andere ähnliche Phänomene sein, sondern kann auch das Leben, in der eine schöpferische Kraft wirkt, sein, mit all seiner Vielfalt in der Welt und im Universum, welches als besonders verehrungswürdig erlebt und angesehen werden kann.

Das was in Wikipedia als Heilig definiert wurde ist dann der Inhalt von Religion, der Glaube. Wenn also der Glaube dann mit der Realität kompatibel ist, also Wissenschaft, Philosophie ganz allgemein und eigenes Erleben eine Einheit eingeht, nur dann scheint mir Religion unverzichtbar.

Diese erlebnishafte Begegnung mit dem Heiligen und antwortendes Handeln des vom Heiligen bestimmten Menschen wird durch den Glauben dann zum bestimmenden ethischen Maßstab und hat nichts mit Gott oder Göttern, Heiligen Schriften, Priestern und religiösen Dogmen zu tun und Religion bekäme dann eine befreite Bedeutung.

Dogma: https://de.wikipedia.org/wiki/Dogma

Fazit:

Um religiös zu sein und das im Leben umzusetzen und zu verwirklichen, ist keine Konversion nötig, denn die Religiosität ist eine angeborene Sache. Auch ein Eintritt in die herkömmlichen dogmatischen Religionen wäre nicht weiterführend. Insofern man sich aber mit (s)einer,  vom Dogma befreiten religiösen Vorstellung wahrhaftig und wirklichkeitskompatibel fühlt, sucht man sich ganz automatisch Gesinnungsgenossen, denn man möchte sich austauschen und nicht allein mit seinem Denken und Fühlen bleiben. Und das ist auch gut so. Diese Vereinigungen sind dann aber keine Kirchen, haben keine Priester und heilige Schriften und kein Dogma, sondern sind strikt demokratisch strukturierte Weltanschauungsgemeinschaften mit einem Gemeindeleben.

Beispiele:

Unitarier - Religionsgemeinschaft freien Glaubens

http://www.unitarier.de/unitarier/wer-wir-sind/grundgedanken/erlaeuterung/

oder

Freireligiöse anhand des Beispieles Rheinland Pfalz

http://www.freireligioese-pfalz.de/was-sind-grundsaetze-freier-religion-.html

Du kannst auch in meinem Profil unter 'Meine Lebensphilosophie' den Vortrag lesen, den ich öffentlich in Kassel hielt

Herzlichen Gruß

Rüdiger

Zusatz für Gewa1:

Die wirklichkeitskompatible Weltanschauung muss sich jeder selbst erarbeiten und bleibt ein lebenslanger Prozess, ohne einen Gott! Solche Art von Gemeinden helfen dabei, seinen eigenen freien religiösen Weg zu finden - also Hilfe zur Selbsthilfe quasi. Sie sind auch untereinander befreundet.

Ich selbst bin religiöser Atheist im Sinne eines Panentheisten.

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