Wenn kein Mensch reden könnte, wäre die Welt dann besser oder schlechter?

Das Ergebnis basiert auf 12 Abstimmungen

Weder besser, noch schlechter, weil ... 42%
Schlechter, weil ... 33%
Besser, weil ... 25%

12 Antworten

Weder besser, noch schlechter, weil ...

Ich sehe keinen Anlass für eine Bewertung. Die menschliche Sprache ist ein für uns wichtiges Werkzeug und vermutlich spielte sie eine sehr große Rolle bei unserer Eroberung des Planeten.

Durch unser Kommunikationsvermögen können wir uns über Dinge austauschen, die wir im Moment gar nicht wahrnehmen und die es vielleicht sogar erst geben wird. Wir können Theorien bilden und uns mit ihrer Hilfe mit Sachverhalte auseinandersetzen, die wir uns nicht einmal richtig vorstellen können (Quantenphysik zum Beispiel). Wir können anderen Menschen sehr detaillierte Anweisungen geben.

Bienen können auch anweisen, aber nur sehr eingeschränkt. Sie "tanzen" und weisen damit ihren Artgenossen den Weg zu Futterquellen.

Ohne Sprache würde also wohl vieles auf unserem Planeten anders aussehen. Es gäbe vielleicht keine Häuser, Felder und schon gar keine Computer. Wenn das manchen Leuten schade vorkommt, warum genau? Ich fände es unbefriedigend, einfach mit Stolz auf unsere Errungenschaften zu antworten: "Es gäbe keinen Einstein und keinen Mozart! Die Welt wäre so viel ärmer."

Aber gut, vielleicht gibt es irgendeinen Grund, warum es schade ist.

Ganz nüchtern betrachtet: Wir hätten irgendeinen anderen Weg gefunden, sodass wir keinen Mozart und Einstein brauchen, sofern wir nicht ausgestorben wären.

Woher ich das weiß:Hobby
Weder besser, noch schlechter, weil ...

Sprache ist mehr als nur das Produzieren von Geräuschen. Besser geeignet ist der Begriff Kommunikation, und da gibt es ganz unterschiedliche Formen, die aber alle dem Zweck der Verständigung dienen. Kommunikation ist ein Grundelement des Lebens in der Gemeinschaft.

Sehe ich anders. Sprache und dezidiert Sprache und ihre Formen halte ich für unerlässlich für die Entwicklung schriftlicher Kultur. Ohne Sprache wäre nicht mal ein verständliches Hyroglyphensstem denkbar, deswegen wäre ohne sie auch keine Grundlage zur Konservierung und Überlieferung von Wissen denkbar.

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@Regenschirm235

Schon Ameisen beherrschen die Schriftsprache - in Form von hinterlassenen Duftspuren.

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@Dxmklvw

Duftmarken haben nun mit präzsier Kommunikation und wissensvermittlung in unserem Sinne nichts zu schaffen. Versuch mal dadurch auf den Boden zu pissen und Duft zu erzeugen jemandem die allgemeine Relativitätstheorei zu erklären.

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@Regenschirm235

Das ist Geschmackssache. Wenn du es so sehen willst, dann ist es ok. Und wenn ich es anders sehen will, dann ist das ebenfalls ok. Ich habe keine Lust, daraus einen Glaubenskrieg zu machen.

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Schlechter, weil ...

....der Mensch dann deutlich weniger Möglichkeiten und sich kaum so entwickelt hätte, wie er sich entwickelt hat.

Ohne Sprache auch keine Schrift, ohne Schrift keine Wissensvermittlung in größerem Stil.

Ob der Mensch mit den ihm gegebenen Möglichkeiten immer sinnvoll umgeht ist eine andere Frage, deren Antwort durch die schiere Existenz dieser Möglichkeiten nicht determiniert wird.

Da bin ich anderer Meinung. Es gibt Menschen, die nicht sprechen können. Sie kommunizieren mit Gebärdensprache. Der Unterschied läge vermutlich nur darin, dass Gebärdensprache viel früher entwickelt worden wäre. Vielleicht wären wir mittlerweile auch Lippenleser-Profis.

Nur weil Sprache nicht vorhanden gewesen wäre, heißt das ja nicht, dass die Intelligenz nicht vorhanden gewesen wäre.

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@CAPTAlN

Lippenlesen und Gebärdensprache konnten aber nur entwickelt werden, weil wir eine Sprache selbst bereits vorher entwickelt hatten, wiel die Laute, die wir von uns geben eben nicht einfach sinnlos sind, sondern mit einer Bedeutung verbunden. Für sch betrachtet wären Lippenbewegungen oder Versatzstücke des Blindenalpahbetes vollkommen bedeutungslos.

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@Regenschirm235

Nonverbale Signale (Gestik und Mimik) sind ein extrem wichtiger Teil der Kommunikation, auch bei sprechenden Menschen. Sie haben sich lange vor der Sprache entwickelt. Gebärdensprache ist ja an sich nur erweiterte Gestik und Mimik.

Was denkst du, wie sich Sprache entwickelt hat? Da hat wahrscheinlich einer wiederholt auf das Feuer gezeigt und "Feuer" (bzw. die damalige Version davon) gesagt. Wieso glaubst du, das hätte nicht auch funktioniert, wenn die Menschen stattdessen auf das Feuer gezeigt hätten und dann eine Gebärde dazu gemacht hätten?

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@CAPTAlN

Sie sind aber nur ein Teil der Kommunikation, mit dem man keine abstrakten Ideen vermitteln kann.

Versuch mal durch bloßes Fuchteln jemandem die allgemeine Relativitätstheorie zu erklären. Kommunikation lässt sich nicht auf analoge kommunikation begrenzen, wenn damit nicht räumlich fassbare Ideen geäußert und dargestellt werden sollen. Dazu bedarf es einer sprachlichen Regelung und die geht bei uns auf die Fähikeit zurück Laute zu fabrizieren und diese mit einem festen Begriff zu verbinden.

Bei Feuer mag das funktionieren, weil man Feuer sehen kann. Aber wie gesagt, versuch mal durch Gestik und Mimik jemandem die allgemeine Relativitätstheorei zu erklären. Dafür ist analoge Kommunikation nicht präzise genug.

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@Regenschirm235

Dann hätte man die Gebärde für Feuer, oder das Feuer selbst aufgezeichnet. Aus der Vereinfachung wären dann Buchstaben geworden. Mit Buchstaben entsteht Schrift und schon sind wir wieder auf heutigem Stand.

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Weder besser, noch schlechter, weil ...

Eigentlich besser, da wir dann noch durch Steppen und Wälder laufen würden.

Alles was wir mit der Welt angestellt haben gäbe es dann nicht. Wir fressen und würden gefressen. Keine Sorgen was wohl sein könnte und was wir noch erfinden könnten um uns auf irgendeiner Art langsam oder schnell zu töten.

Ein Grün/blauer Planet

Besser, weil ...

Die Welt wäre besser, würden wir uns nur nonverbal verständigen, weil wir unsere Sprache, mit der wir ja auch denken (!) gerne nutzen, um andere zu übervorteilen. Am besten so, dass die nichts davon merken - und wir auch nicht. Und wenn damit laufend und überall Ungerechtigkeiten entstehen, die nicht justiert werden, weil Juristen sich auch gerne besser stellen, indem sie sich hinter Gesetzen verstecken in ihrem Kompetenzmonopol, entwickeln sich überall Machthierarchien in den unzähligen Gemeinschaften (Intimbeziehungen, Familien, Kindergärten, Schulen, Jobs und so weiter), in denen die jeweils Mächtigeren, Stärkeren, Unabhängigeren ihre ohnmächtigeren, schwächeren, abhängigeren Partner auch kräftig über den Tisch ziehen.

Und so weiter und so fort. Bis einer mal dahinter kommt und merkt, dass da kaum noch was als tatsächlich gerechtes Geben und Nehmen gewertet werden kann, das alle BeTEILigte so zufrieden stellt, dass weiteres Zufriedensein nicht unmöglich wird ...

Jetzt müssten das nur noch möglichst viele erfahren. Denn würden sich viele künftig gerechter verhalten und andere innerhalb ihrer VerANTWORTungsbereiche zufrieden stellen, hätten wir schnell die Welt, die sich alle wünschen.

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