Wenn JETZT! Sonntag Bundestagswahl wäre, wen würdet ihr wählen und warum?

Das Ergebnis basiert auf 88 Abstimmungen

AFD 30%
Die Grünen 23%
FDP 15%
CDU/CSU 10%
SPD 10%
Die Linken 9%
Die Basis 3%

2 Antworten

Die Basis

Möglicherweise

SPD

Und das aus Überzeugung. Die SPD ist für die gesamte Gesellschaft dar. Sie versucht, die Gesellschaft zusammenzuhalten. Mal klappt das besser, mal schlechter, ohne Frage.

Alle anderen sind nur an sich selbst oder an irgendeinem speziellen Klientel interessiert.

CDU an Korruption und an Wirtschafts-Küngelei. Die Menschen sind ihr total egal geworden.

Die Grünen in erster Linie an den Besserverdienenden vom Lande, wie der "kleine Mann" alles stemmen soll, ist ihr auch fast egal geworden.

Die FDP sucht nach den Hoteliers nach einer neuen Zielgruppe.

Die Linke spielt den alten eigentlich überflüssigen Klassenkampf und spinnt zu viele nicht umsetzbare sozialistische Luftschlösser herbei.

Die AfD als rechtsextreme Partei ist sowieso unwählbar.

Auch wenn die Forderungen der LINKEN sehr stark sind, ist ihr Programm sehr ausführlich und kann die Forderungen ohne neue Schulden umsetzen. Das hat sogar das Manager-Magazin festgestellt und die sind sicherlich nicht links.

Bundestagswahl 2021: Steuerpläne von CDU, CSU, SPD, Die Grünen, FDP, Die Linke und AfD im Vergleich - manager magazin (manager-magazin.de)

Es handelt sich also keinesfalls um Luftschlösser. Die Umverteilungen, die gefordert werden, waren zeitweise in Deutschland (Wiederaufbau) und auch in den USA (New Deal) normal. Und sie waren effektiv.

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@derGerd123456

Ich habe nicht nur von Steuerplänen gesprochen. Lassen wir mal die grundsätzlichen Spinnereien wie "soziale Gerechtigkeit weltweit" weg.

Nehmen wir mal den Frieden ohne jedes Militär und ohne jede Militärorganisation. Das ist eine dieser absurden Luftschlösser. Träumerei. Schön, wenn es möglich wäre, aber die Menschheit ist nicht so und funktioniert leider nicht so.

Nehmen wir die rückwirkende Kultur-Pauschale. Wie viel kostet das? Wo kommt das Geld her?

Abschaffen des Verfassungsschutzes. Das ist Quatsch, nicht umsetzbar und vor allem: Beobachten kannst du im Untergrund agierende Gruppen nur mit geheimdienstlichen Mitteln und Kompetenzen. Das abzuschaffen und gleichzeitig zu behaupten, man wolle den Kampf gegen Extremismus stärken ist absurd. Ob alles so richtig läuft, sei dahin gestellt. Aber hier gibt es eine absurde Spinnerei der Linken. Auch dieser Punkt "Entwaffnung der extremen Rechten" ist absurd. Wie willst du das machen? Nicht bei jedem steht "Reichsbürger" auf dem T-Shirt, dass du genau weißt, wen du da entwaffnen musst. Erst Recht nicht, wenn man sich gleichzeitig den Verfassungsschutz wegdenkt. In dem Punkt ist das alles pure Utopie, nicht umsetzbar, was die Linke sich da ausdenkt.

Ich denke das reicht erst mal fürs Erste.

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@xubjan

Danke für die Antwort (das meine ich ernst!)

Es ist mir schon klar, dass das nicht alles umsetzbar ist und ich stehe auch nicht hinter allem. Dennoch würde ich gerne etwas ergänzen:

Die Linke wird niemals allein regieren, d.h. das "extreme" wird abgefedert.

Sie schreiben außerdem nicht, dass sie auf ein Militär verzichten. So weit ich das sehe, wollen sie keine Auslandseinsätze, keine Waffenexporte und keine weitere Aufrüstung. Ich glaube nicht, dass sie - falls Deutschland einmal angegriffen werden sollte - der Bundeswehr verbieten, zu schießen. Ich glaube außerdem, dass man das ganze vielleicht anders beurteilen würde, wenn man einen Angehörigen in einem Krieg verloren hat. (Programm, S. 133)

Beim Verfassungsschutz gibt es erstens eine Begründung dafür, dass man ihn abschaffen will. Davon kann man halten, was man möchte. Über die würde man aber im Fall einer Koalition sowieso diskutieren müssen. Außerdem möchte man dafür einen Ersatz einrichten. Auch darüber würde die Linke nicht allein urteilen. (Programm, S. 118 und 120)

Das mit der rückwirkenden Kulturpauschale habe ich jetzt auf die Schnelle nicht im Programm gefunden. Nur das, und das sieht nicht so sehr nach linker Politik aus.

Überbrückungshilfe Unternehmen - Berechnung der rückwirkenden Kosten der Veranstaltungs- und Kulturbranche (ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de)

Aber falls Du da etwas hast, fände ich es interessant.

Umverteilung hat nicht unbedingt etwas mit sozialer Gerechtigkeit zu tun. Sie bietet dem Staat Möglichkeiten zum Handeln und schafft soziale Mobilität, da sie der Schere zwischen arm und reich vorbeugen kann. Das sind pragmatische Gründe und keine Spinnereien. Du kannst Dich ja mal nach den Steuersätzen im Nachkriegsdeutschland und dem "Lastenausgleichsgesetz" erkundigen. Diese massiven Umverteilungsmaßnahmen waren ein wichtiger Bestandteil des Wiederaufbaus. Auch während des New-Deals gab es massive Umverteilungen. Und ich denke, dass weder das Nachkriegsdeutschland noch die USA jemals sozialistisch/kommunistisch waren. Wolfgang Grupp, Chef von Trigema und selbst ein Konservativ-Liberaler, hat vor einiger Zeit in einem Interview gesagt, dass er einer Vermögenssteuer, hoher Erbschaftssteuer für die Oberschicht etc. nichts entgegensetzen kann, da es diese Schicht ist, die oftmals keine Verantwortung übernimmt und ökonomische Probleme verursacht. Und unter dem Motte "Tax me now" fordern einige Superreiche in Deutschland und Österreich, höher besteuert zu werden. Beispielsweise Marlene Engelhorn: Wer ist Marlene Engelhorn? (moment.at)

Dieser letzte Punkt ist auch der Grund, warum ich die Linke interessant finde. Das hat nichts mit Gutmenschentum zu tun, sondern mit wirtschaftshistorischem Pragmatismus. Der aktuelle Wirtschaftskurs in der Union und in der FDP orientiert sich an Theorien, die meiner Meinung nach in den letzten 100-150 Jahren versagt haben (Neoklassik, Monetarismus, Österreichische Schule etc.). Außerdem glaube ich, dass es nur dann einen Mindestlohn von 12 Euro oder höher geben kann, wenn SPD oder Grüne nicht mit Union und/oder FDP koalieren. Und für weit über 10 Mio. Menschen wäre das sehr wichtig - und nicht erst im Alter, wenn es darum geht, von der Rente leben zu können. Ich kenne sehr sehr viele, die darauf angewiesen wären, meine Verwandten kommen überwiegend aus diesem Milieu/dieser Schicht oder wie auch immer man es nennen möchte. Das hat nichts damit zu tun, dass man nichts arbeiten will. Aber von einem Vollzeitjob sollte man halt schon eine Familie ernähren und im Alter leben können.

Das wollte ich nur noch als Antwort schreiben.

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@derGerd123456
Die Linke wird niemals allein regieren, d.h. das "extreme" wird abgefedert.

Das ändert nichts an meinen Aussagen und Meinungen.

Die FDP wird auch nie alleine regieren. Trotzdem sage ich, dass sie eine absurde Wahllüge (wie damals schon zu Zeiten Westerwelles) verbreiten und nur damit Stimmen ködern.

Sie schreiben außerdem nicht, dass sie auf ein Militär verzichten. 

Lies mal alles zusammen durch. Da steht das Wort "Abrüstung" dabei. Ob auf ganz 0, ja, kann sein, das müsste ich genauer anschauen. Aber sie wollen deutlich runter.

Beim Verfassungsschutz gibt es erstens eine Begründung dafür, dass man ihn abschaffen will.

Die ich für frei erfunden halte. Das heißt nicht, dass da alles ideal läuft. Man war ja auch dank Maaßen auf dem rechten Augen sehr blind. Aber die Begründung ist absurd. Warum, habe ich oben geschrieben. Mir ist egal, ob es nun ein Umstrukturieren ist oder ein Abschaffen mit Ersetzen. Das Problem ist, dass es eine sozialistische Spinnerei ist, dass man einfach von außen was beobachten kann. Beim Bekämpfen solcher auch vor allem im Untergrund existierender Strukturen kannst du nicht einfach von außen zuschauen. Das ist absurd.

Zur Kultur habe ich nochmal nachgeschaut:

In diesem Sinne soll für die Dauer der Coronapandemie der Zugang zu einer monatlichen Pauschale in Höhe von mindestens 1.200 Euro – auch rückwirkend ab März 2020 – ermöglicht werden.

Wenn es dasselbe wäre wie das, was es längst gibt und wenn das längst in den Corona-Schulden eingepreist ist, dann schön. Werde ich es nicht weiter anführen. Dann frage ich mich aber, wieso es überhaupt noch im Wahlprogramm steht. Wenn es zusätzlich ist, bleibt meine Frage stehen.

Von den Punkten der Umverteilung u.ä. habe ich bewusst nichts geschrieben. Wobei das bei den Linken aber nur auf wenige Schlagwörter und Aktionismus beschränkt ist. Bei der SPD hast du ein ganzheitliches Konzept, was in vielen (vielleicht auch nicht 100% allen) Lebenslagen wirklich weiterhelfen soll. Das vermisse ich. Aber das würde ich nicht als sozialistische Spinnerei ansehen.

Spinnerei ist es eher, zu denken, dass mit ein paar wenigen Maßnahmen plötzlich die Armut bekämpft ist und es nur noch Honig regnet.

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