wenn jemand uns verlässt

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5 Antworten

es ist wirklich das beste wenn sie sich in psychiatrische behandlung begibt,dort bekommt sie hilfe und sie lernt auch das das leben trotz aller schwierigkeiten weitergeht und lebenswert ist

Das ist nett von dir, dass du ihr helfen möchtest und bei ihr sein möchtest.

Wenn man von einem Menschen, dem man vertraut, betrogen und verlassen wird, dann stürzt die Welt ein, und es ist sehr schwer, so etwas zu überwinden. Es braucht Zeit.

Ich denke, sie kann jetzt eine freundin (oder mehrere) gut gebrauchen. Allerdings sollte man ihr, wenn man bei ihr ist, keine Stimmung aufzwingen (ach, es ist doch alles nicht so schlimm), sondern eher auf das eingehen, was sie fühlt, sie einfach ernst nehmen in ihren Gefühlen. Vielleicht kann man dann auch aktivitäten machen (kino gehen, café, spazieren, etc.) dank denen sie sich nachher plötzlich besser fühlt. Aber man sollte nicht offensichtlich sagen "fühl dich jetzt besser", sondern eher "ist OK wenn du dich gerade schlecht fühlst".

Es kann sein, dass sie in die Psychiatrie kommt, vielleicht vor allem dann, wenn die Eltern das Gefühl haben, dass sie die Situation nicht handeln können. Aber im Prinzip ist es heute nicht mehr so, dass man in der Klinik "eingesperrt" wird. Man bekommt dort beratung und behandlung, und so bald wie möglich schicken die einen wieder nach hause, und man macht dann Ambulant mit der therapie weiter, d.h. man geht so und so viel mal pro Woche zum Psychologen oder zu einer anderen Therapieform.

Sicher wäre gut, wenn sie einen geregelten Tagesablauf hätte, entweder durch Arbeit oder Ausbildung oder sonst ein Programm.

Wenn du sie begleiten möchtest, brauchst du einfach viel Geduld, um sie so zu nehmen wie sie jetzt gerade ist, und vielleicht ein paar gute Ideen, um sie (unwillkürlich) aufzuheitern. Und wenn noch ein paar Freundinnen mehr diese Aufgabe mit dir teilen können, dann musst du nicht mehr investieren, als du kannst, und trotzdem aht sie immer wieder Leute um sich. Auf der anderen Seite würde ich aber niemandem vom Selbstmordversuch und Psychiatrie erzählen, ohne dass sie selber einverstanden ist, so im sinne vom "Datenschutz"

ich kenne einen sehr ähnlichen Fall (ziemlich gleich sogar, nur war die Beziehung viel kürzer, nur 1 Versuch und Tamilin). Psychiatrie scheint mir das richtige zu sein, aber man kann die Leute schlecht zwingen. In meinem Fall wars aber eher eine Totzreaktion/Hilferuf.

Das Problem mit gewissen Kulturen (und das meine ich nun wirklich nicht rassistisch) ist, dass sie sehr stark von unserer Kultur hier divergieren. Viele junge Leute, die hier aufgewachsen sind, aber familär einen stark anderen Kulturkreis haben, leben zwischen zwei Welten, einerseit einer modernen westlichen und andererseits einer traditionellen. Dieser Spagat fordert seinen Tribut. Einerseits sieht man die Freiheiten der einen Seite, andererseits ist dort die Familie, Verwandte, Freunde mit ihrer althergebrachten Tradition. Ich kenne natürlich die Situation deiner Bekannten nicht, aber selbst bei eher weltlichen Eltern ist die eigene Kultur immernoch stark vorhanden.

Wie man damit umgehen kann, das kann ich leider auch nicht sagen, ich glaube einfach, dass dieses zwischen den Welten leben auf lange Frist immer in einer Art Schizophrenie (nicht im medizinischen Sinne) endet und einige verkraften das halt nicht (verständlicherweise).

Klar verstirbt mal jemand aus dem näheren Umkreis, mit Selbstmord hatte ich ein Glück bisher relativ wenig direkt zu tun. Meiner Meinung nach - auch wenn es jetzt hart klingt - ist Selbstmord disziplinlos und feige. Nichts ist es wert sich selbst das Leben zu nehmen, erst recht nicht irgendein ehemaliger Beziehungspartner.

Klar, eine Trennung ist immer schlimm, aber sie ist weiß Gott nicht die einzige auf diesem Planeten, die soetwas durchleben muss. Sich deswegen umbringen zu wollen ist lächerlich. Vor diesen 5 Jahren war das Leben ja wohl auch lebenswert, oder was?!

Eine psychatrische Behandlung bzw. Unterstützung mach defenitiv Sinn, alleine um sich oben genanntes klar zu machen. Du kannst ihr das etwas erleichtern, wenn du bei ihr bist, wenn sie Gesellschaft benötigt. Speziell nach einer Trennung gibt es nichts besseres als die Zeit mit guten Freunden oder der Familie zu verbringen. Der Kummer ist in Einsamkeit natürlich immer größer.

Tut mir leid, aber mein Mitleid mit Selbstmördern hält sich in Grenzen, eher ist es Schade um die Hinterbliebenen.

wollyuno 25.10.2012, 10:31

ich würde das nicht so sehen ein selbstmord ist nicht feige sondern ein akt der verzweiflung,der betroffene sieht einfach keinen ausweg mehr deshalb kommt es soweit.es sind menschen die hilfe brauchen,das problem ist immer das man es ihnen nicht ansieht,ich finde du machst dir das urteilen leicht und hast bestimmt noch nie jemand auf die art verloren

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Lynx77 25.10.2012, 10:36
@wollyuno

Ja, stimmt wollyuno, ich habe niemanden auf diese Art und Weise verloren, der mir Nahe steht. Ja, es ist ein Akt der Verzweiflung, da stimme ich auch zu. Wer aber einfach diesen Ausweg nehmen will und sich meiner Meinung (betone ich nochmal, dass es meine persönliche Meinung ist) nach schlichtweg nicht die Mühe macht alles umzureißen (ehrlich...Beziehungsenden sind ein Witz in dieser Relation) um wieder seinen Weg zu gehen, dann ist es für mich immer noch disziplinlos und feige.

Mir ist bewusst, dass diese Menschen emotional am Ende sind, aber wer rational und logisch denkt, wählt doch einen anderen, vorerst beschwerlicheren Weg, als sich einfach aus dem Leben zu stehlen.

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EinMitmensch 25.10.2012, 10:42
@Lynx77

Die Verzweiflung bringt es mit sich, nicht mehr rational und logisch denken zu können.

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Lynx77 25.10.2012, 10:49
@EinMitmensch

Wer aber diszipliniert ist, verzweifelt aber nicht! Oder wie definiert man Selbstdisziplin?!

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EinMitmensch 25.10.2012, 11:18
@Lynx77

Nichts gegen Selbstdisziplin, aber wir sind keine Maschinen.

Gerade diejenigen, die besonders hart und streng mit sich selbst sein können, sollten sich in Empathie üben, um gegenüber dem Elend und der Not schwächerer Mitmenschen nicht völlig zu verhärten.

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Lynx77 25.10.2012, 11:22

WIe gesagt ist das ja meine eigene Meinung. Es heißt ja auch nicht, dass man kein Mitleid empfinden darf und Menschen in Not auch moralisch nicht unterstützen soll. Ich lebe aber mit diesen Werten und vertrete sie auch weiterhin. Ich könnte auch sagen, dass man ansonsten zu schwach für sie Welt ist, aber das stimmt natürlich nicht...

Wie gesagt hatte ich damit auch gänzlich wenig zu tun - auch mit der Hoffnung, dass es so bleibt.

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Mehrere regionale Untersuchungen etwa aus Köln und Frankfurt zeigen: Türkische und türkischstämmige Frauen im Alter von 16 bis 20 Jahren versuchen fast doppelt so häufig, sich umzubringen, wie gleichaltrige Frauen ohne Migrationshintergrund.

eine Anlaufstelle wäre da :http://www.papatya.org/

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