Wenn jemand sagt "Ich habe nichts gegen Homosexuelle, ich finde nur nicht gut was sie tun" widerspricht man sich dann nicht selbst?

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13 Antworten

Das kommt darauf an, ob er das so gemeint hast, dass er das nicht selbst machen würde oder ob er die Handlungen an sich ablehnt.

Ersteres ist völlig in Ordnung. Letzteres würde ich schon als homophob bezeichnen.

wenn jemand das sagt, bildet er sich nur ein, dass er nichts gegen homosexuelle hat. das tun im uebrigen viele.

knackpunkt an der sache ist naemlich, dass "das was sie tun" (also die homosexuellen) niemanden etwas angeht. und das ist auch der knackpunkt bei der gesamten "problematik", dass naemlich alle welt glaubt, sexualitaet unter homosexuellen sei etwas, das thematisiert werden muss, egal von wem.

sexualpraktiken bei heterosexuellen koennen beliebig fragwuerdig sein, sie werden aber nicht im zusammenhang mit der sexuellen orientierung thematisiert. d.h. als heterosexueller wirst du gar nicht nach deinen praktiken beurteilt. das wiederum liegt daran, dass als uebliche sexualpraxis hier vaginale penetration (moeglichst mit dem penis) angesehen wird.

uebliche sexualpraxis bei homosexuellen (und bizarrer weise werden da lesbische paare komplett ausgeblendet) ist fuer otto normal-nichtswisser analverkehr und das ist ja iiiiihh.

mal abgesehen davon, dass man ueber das iiiiih streiten kann, ist analverkehr auch nur eine von vielen praktiken unter schwulen.

so und fuer mich ist ein "ich habe nichts gegen homosexuelle" selbst ohne die einschraenkung schon so ein ding, das ich fuer ueberholt halte. wieso sollte jemand etwas gegen jemanden aufgrund seiner sexuellen ausrichtung haben? die geht doch keinen was an. wer ueberhaupt schon hingeht und jemanden anhand seiner sexuellen ausrichtung beurteilt, unabhaengig ob das urteil positiv oder negativ ausfaellt, ist doch schon komplett auf dem holzweg.

"Ich habe nichts gegen Rapper, ich finde nur nicht gut was sie tun"

Dieser Satz könnte von mir sein. Die Musik finde ich für den Hintern. Also stimmt die Aussage, daß ich nicht gut finde, was sie tun.

Ich habe gleichzeitig aber nichts gegen Rapper. Jeder soll doch die Musik hören/machen, die ihm gefällt. Ich muß mir diese Musik ja nicht anhören.

McLink 14.08.2016, 23:53

Interessant, so hatte ich das noch nicht gesehen .Danke:)

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"ich habe nichts gegegn Ausländer, aber ich finde nicht gut, was die tun."

Klingt schon ganz anders...

Meistens wenn ein "ja aber"-satz kommt, heißt das das aufheben des vorher gesagten. Das hat das Wort "aber" so an sich. (das in dem fall zwar unausgesprochen hinter dem Komma steht)


Ja, er widerspricht sich, in dem er sich eben doch über ein pauschalisiertes Handeln (was für schlechte Sexualaufklärung spricht, wenn es nur darauf bezogen ist) bezieht, und sich erlaubt darüber ein Urteil zu fällen.

Wenn er sagen würde, "aber ich bin halt hetero" oder "ich kann mir das für mich nicht vorstellen" wäre das was anderes.

Natürlich widerspricht man sich da, zu sagen man hat nichts gegen sie, wobei er ja offensichtlich was gegen sie hat, da er es ja nicht gut findet was sie tun, ist das ja klar^^

Wenn er sagen würde, ich hab nichts gegen Homosexuelle aber auch kein Interesse daran, das wäre eine neutrale Aussage. 

Wenn er aber meint er hat nichts gegen sie, aber verurteilt sie aufgrund ihrer Taten - hat er ja wohl doch etwas gegen sie xD

boneclinks 14.08.2016, 23:36

So ein Blödsinn? Der Umkehrschluss von dem was du hier sagst wäre, dass man automatisch alles gut findet (nicht nur auf Homosexuelle bezogen), gegen das man nichts hat.

Das ist nicht wirklich logisch.

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Krautner 14.08.2016, 23:42
@boneclinks

Was versteht man daran nicht? 

Wenn ich sagen würde, "Ich habe nichts gegen homosexuelle und verurteile auch nicht was sie tun", heißt das ich bin vollkommen tolerant dieser Gruppierung gegenüber und habe auch nichts gegen ihre Taten, nur möchte ich sie eventuell nicht auch ausleben.

Wenn ich sage "Ich habe nichts gegen homosexuelle, aber finde ihre Taten (also die Taten die sie zu Homosexuellen machen) nicht in Ordnung - also toleriere sie nicht, heißt das ja, dass er doch etwas gegen Homosexuelle hat.

Bei so nem Satz 

Ich habe nichts gegen homosexuelle, ich finde nur nicht - kann man auch genauso gut mit aber den nächsten Nebensatz einleiten.

Da kanni auch sagen - "Ich habe nichts gegen Nazis, finde nur ihr Verhalten nicht in Ordnung und wofür sie stehen" .... oh ich habe wohl doch etwas gegen Nazis, wenn ich nicht mit ihren Ansichten einverstanden bin.

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Also wie bereits fast alle geschrieben haben, man kann es so und so sehen.

Ich könnte mir auch vorstellen, dass er eben meint, er tolleriert es, aber unterstützt es eben auch nicht weiter.

Was aber eventuell auch sein könnte, dass er meint, dass er es nicht mag wenn die Leute, welche homosxuell sind das immer überall sagen, sich einem damit quasi "aufzwängen"...

Ja und nein. Es gibt da schon ein Prob aus Männer-, aber eigenartiger Weise auch aus Frauensicht. Die Penetration des Anus (obwohl das Frauen ab und an mögen). Ich glaube, kaum jemand hat wirklich was gegen Homosexuelle, es stößt in "allgemeiner" Natur nur eben irgendwie ab.

hydrahydra 14.08.2016, 23:42

(obwohl das Frauen ab und an mögen)
Auch Männer mögen das ab und an. Damit haben ja so viele Heteros Probleme. ;-)

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julius1963 14.08.2016, 23:46
@hydrahydra

Das mag Deine (schöne) Erfahrung sein. Aber darum geht es ja nicht in der Frage.

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Garlond 15.08.2016, 18:27
@julius1963

Der Satz ist klasse;

Das mag Deine (schöne) Erfahrung sein. Aber darum geht es ja nicht in der Frage.

Vor allem weil du mit deiner Antwort gar nicht auf die Frage eingehst. Zur Erinnerung; die Frage war: "Widerspricht man sich dann nicht selbst?" und nicht "Ist es ein Problem oder nicht?".

Die Homosexualität hat mit dem Widerspruch absolut gar nichts zu tun, für Homosexuelle kann man fast jedes beliebige Substantiv einsetzen, der Widerspruch bleibt immer gleich.

Wie Bodaway richtig bemerkt hat, ist dies ein aber-Satz, auch wenn das Aber nicht geschrieben wurde. Aber drückt immer einen Widerspruch aus, sonst würde man und benutzen.

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julius1963 16.08.2016, 00:13
@Garlond

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

Wo ist Deine Antwort???

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Garlond 16.08.2016, 06:03
@julius1963*Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.
Da sagst du was.

*Wo ist Deine Antwort???

Ich brauche keine Antwort geben, das hat schon jemand anderes getan.
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julius1963 16.08.2016, 23:05
@Garlond

Für: "Bei Fragen zu Homosexualität kommt mir mein Einfühlungsvermögen und meine Erfahrung zugute." ist mir das zu wenig. Ehrlich und ohne Dich in irgend einer Form "angreifen" zu wollen.

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Garlond 17.08.2016, 05:26
@julius1963

Der Punkt ist doch, dass dies hier keine Frage zu Homosexualität ist, sondern eine Frage nach einem möglichen Widerspruch.

Übrigens auch ein Grund warum ich hier nicht Antworte. Aber ich beantworte natürlich auch nicht jede Frage zu Homosexualität.

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Nein, tut er nicht. Er muss ja nicht auf schwulen Sex stehen, um nichts gegen Schwule zu haben.

McLink 14.08.2016, 23:40

Gehört Sex zwischen den gleichen Geschlechtern nicht zur Homosexualität oder sind diese beiden Dinge (Sex und Orientierung) trennbar. Soll eine Person die homosexuelle Präferenzen hat, sein Verlangen unterdrücken?

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hydrahydra 14.08.2016, 23:41
@McLink

Nein, hat der Freund ja auch nicht verlangt. Er sagt lediglich, dass er schwulen Sex nicht gut findet. Mehr nicht. Muss er ja auch nicht, dann hat er halt keinen schwulen Sex.

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McLink 14.08.2016, 23:43

Okay Danke für deine Meinung:)

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Mit dem nicht gut finden was sie tun;da wird schon echt pauschalisiert:

Ist damit eine Sexualpraktik gemeint? (welche sicher nicht alle Homosexuellen praktizieren..)

Oder geht es um tuntiges Verhalten oder um wechselnde Partner ?

Das betrifft auch nicht alle Homosexuellen..

Ja das widerspricht sich. Das ist als würde man sagen: "Ich hab nichts gegen Homosexuelle, sie sollen sich nur keine gleichgeschlechtlichen Partner suchen"

hydrahydra 14.08.2016, 23:38

sie sollen sich nur keine gleichgeschlechtlichen Partner suchen

Etwas nicht gut zu finden heißt nicht, dass man Leuten untersagen will, es zu tun. Der Vergleich hinkt also.

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Nein nicht ganz, finde ich.
Der Satz sagt es schon selbst, man hat zwar nichts dagegen aber man "unterstützt" so etwas nicht.
Ich hoffe mal du verstehst wie ich das meine :)

McLink 14.08.2016, 23:36

Ja ich verstehe das. Aber was ich nicht verstehe. Was meinst du mit "unterstützen"

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Viele Männer sind homophob und da kommen halt manchmal echt komische Aussagen dabei raus. Mann hat ja nichts gegen Schwule, Mann will nur nicht zu nahe an Schwule kommen, weil....ja, warum eigentlich? Angst, angefasst zu werden oder selbst schwul zu werden ist auf jeden Fall dabei, irgendwie schaltet die Vernunft bei vielen Männern bei diesem Thema irgendwie ab. Das ist so eine typisch homophobe Aussage, denn was bitteschön tun Homosexuelle denn? Genau das Gleiche wie Heteros: essen, schlafen, Sex haben,...

Ja, gewissermaßen schon weil wenn man das was Homosexuelle tun ablehnt, hat man automatisch etwas gegen sie , aber auf einer anderen Ebene.

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