Wenn jemand nicht mehr zum Schießen in einem Schützenverein kommt oder austritt, darf er dann seine waffenbesitzpflichtigen Waffen behalten?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nein! - Die Waffen darf er dann nicht mehr behalten, wenn er in keinem Verein mehr ist!

Denn eine waffenrechtliche Erlaubnis (hier die Waffenbesitzkarte) setzt folgendes voraus, Sachkunde, Zuverlässigkeit und Bedürfnis.

Wenn das Bedürfnis weg fällt, dann fällt damit eine der Voraussetzungen weg und die WBKs werden widerrufen.

Frist für die Veräußerung der Waffen, Frist für die Rückgabe der WBKs.

Wenn man aus einem Schützenverein austritt, dann hat der Schützenverein die gesetzliche Pflicht, das unverzüglich zu melden (§15 WaffG:..(5) Der schießsportliche Verein ist verpflichtet, der zuständigen Behörde Sportschützen, die Inhaber einer Waffenbesitzkarte sind und die aus ihrem Verein ausgeschieden sind, unverzüglich zu benennen...")

Daraufhin meldet sich die Behörde schnellstens bei dir und fordert dich mit
Fristsetzung auf, den Nachweis des Bedürfnisses zu erbringen  - Man
nennt dann eben den neuen Verband/ Verein, in dem man nun schießt oder
in dem man auch noch schießt und alles ist gut

Falls nun einer so schlau ist zu meinen, bleib ich halt im Verein und wenn die mal nachfragen "dann fang Ich halt wieder an zu schießen" dem sei noch
gesagt - Die Behörde kann jederzeit das Bedürfnis überprüfen, denn...

...Mit der Regelung des § 4 Absatz 4 Satz 3 (WaffG) wird der Behörde das
Ermessen eingeräumt, auch nach der bisher einmaligen Regelüberprüfung
nach drei Jahren, das Fortbestehen des Bedürfnisses zu überprüfen. Die
Überprüfung erfolgt anlassbezogen, d. h. wenn Anhaltspunkte vorliegen,
dass  der Waffenbesitzer kein Bedürfnis mehr hat...

..Der Prüfungszeitraum umfasst in der Regel die letzten zwölf Monate...

Solltest du also nicht in den letzten 12 Monaten vor der Überprüfung nicht
ausreichend genug geschossen haben , also kein Nachweise oder eine
Erklärung für fehlende Nachweis vorlegen können, dann kann auch die WBK
entzogen werden... Die Vereinszugehörigkeit allein reicht also nicht aus, da gibt es passende Urteile dazu, bitte googlen.

Also - Wer nicht schießt, hat keine Waffen zu besitzen, so einfach!

..."Also - Wer nicht schießt, hat keine Waffen zu besitzen, so einfach! "   ...Rote Sammel WBK?

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@WDHWDH

Na ja, seine Sportwaffen kann wohl nur sehr schwer auf die Rote WBK umtragen lassen.

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@WDHWDH

Die Frage lautete:

Wenn jemand nicht mehr zum Schießen in einem Schützenverein kommt oder austritt, darf er dann seine waffenbesitzpflichtigen Waffen behalten? 

Niemand! -, aber auch wirklich Niemand hat hier von einer SammlerWBK gesprochen oder danach gefragt. also warum bringt man was ins Spiel, von dem niemand was wissen will?

Frage wieder nicht verstanden, "gell"?

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Wenn der Schießsport aufgegeben wird, entfällt das waffenrechtliche Bedürfnis. Somit wird die WBK widerrufen wenn die Behörde Wind davon bekommt und die Waffen müssen innerhalb einer Frist an einen Berechtigten veräußert oder abgegeben werden.

Der Verein muss den Austritt unverzüglich melden, die Behörde bekommt also "sofort" davon wind..

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Das stimmt, aber nicht jeder Verein macht das, deswegen schrieb ich falls die Behörde Wind davon bekommt ;-)

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@DocCyanide

Der Verein, der das nicht macht, also gegen das Gesetz verstößt, wird nicht lange Bestand haben...

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@WDHVVDH

Bei uns hat der Schiessportbeauftragte tatsächlich versucht, seine RAG- Schiessen Vorsitzenden dazu zu nötigen, dass sie ihm alle melden, die nicht regelmäßig schießen, damit er die auch melden lassen kann...

Ob der Kamered noch in anderen Vereinen schiesst, war ihm egal - der wollte das und konnte erst über den Landesdatenschutz wieder eingenordet werden, das zu unterlassen.

Ab da wars dann nur ein "Gedankenspiel" gewesen, obwohl er sogar mit so einer Meldung herumgewedelt hatte...

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Da gibt's einige seit Jahrzehnten bestehende Vereine die das nicht machen. Und wo kein Kläger da kein Richter ;-) Das das nicht korrekt ist, steht außer Frage.

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Die Vereine sind inzwischen gezwungen, jeden Austritt der entsprechenden Waffenbehörde sofort zu melden.

Der entsprechende Sportschütze bekommt dann innerhalb weniger Tage Post, worin meist in rüdem Tonfall der Wegfall des Bedürfnisses und somit der waffenrechtlichen Erlaubnisse erklärt wird, sofern man nicht umgehend nachweisen kann das man nun irgendwo anders Vereinsmitglied ist oder sonstwie regelmäßig weiter dem Schießsport nachgeht.


Genau so - die beim Amt kriegen gar nicht mit, dass man in mehreren Vereinen Mitglied ist, woher auch. Das wäre noch was, was sie mit aufnehmen sollten, dann würde so was erspart bleiben, weil die ja wissen, der ist meinetwegen beim VdRBw abgemeldet worden, aber immer noch beim BSSB und FSD.

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Nein, bitte nicht noch mehr behördliche Datensammelwut, da haben wir wirklich schon genug.

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