Wenn jemand im Kontakt nicht auf Augenhöhe gehen kann, stattdessen ein Gefälle herstellt. Was sind die Ursachen dafür?

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5 Antworten

Das ist so etwas schwer zu beantworten. Es gibt Leute, die überspielen ihre Unsicherheit dadurch, dass sie durch gewisse Eigenschaften aufzufallen versuchen. Andererseits gibt's aber auch solche, die tatsächlich so von sich überzeugt sind, dass sie sich nicht vorstellen können, dass jemand anderes ihnen das Wasser reichen kann. Beides ist möglich.

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Schwer zu sagen. Es gibt sehr dominante Menschen, solche brauchen eigentlich eher mindestens ebenso dominante Partner, damit keiner der beiden untergeht.

Auch denkbar wäre ein sehr unterwürfiger Partner, der dominiert werden möchte. Aber meist sich solche Unterwürfigkeiten eher ein Traumata aus der Vergangenheit und somit setzt der unterwürfige Partner eigentlich nur eine Situation fort, aus der er längst herausgeholt werden sein sollte.

Andersherum ist sehr starke Dominanz auch eher ein Problem aus der Vergangenheit. Beiden gehört also geholfen. Da die Betroffenen das aber oft nicht erkennen, also keine Hilfe suchen, sollten sie entsprechend auch den Partner haben, so das beide damit glücklich sein können.

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Menschen die wissen was sie wert sind, haben es nicht nowendig andere in eine (gefühlte) weniger wertvolle Position zu drängen. Wenn sich so eine Situation nochmal anbahnt, frag ihn einfach nach der Uhrzeit, mach ihm ein Komliment - Krawatte oder so - oder irgendetwas um die Situation in eine andere Richtung zu lenken. Wichtig ist auch, auf die Körpersprache zu achten - also straff die Schultern und los geht's!

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In gewisser Weise ist da schon was dran. Menschen nehmen meist immer wieder gerne die Rolle ein, die sie gewohnt sind und in der sie sich auskennen. Da ist der Mensch leider unterbewusst ziemlich idiotisch programmiert. Das Kleinhirn zwingt uns fast dazu.

Töchter mit sehr dominanten Vätern werden sich zu 95% immer wieder dominante Partner suchen und umgekehrt. Man muss dazusagen, dass ein Mensch mit der anderen Rolle einfach selbst erst eine riesen Umstellung an sich selbst vornehmen muss, die viel Kraft kostet, wenn er sich ändern möchte.

Ein eher kleinlauter Mensch, der in seinem Leben selten eine Führungsrolle innegehabt hat, spürt die Verantwortung sehr schwer auf sich lasten, wenn er plötzlich Entscheidungen für andere treffen muss. Genauso tut sich jemand, der immer schon recht richtungsgebend gelebt hat, extrem schwer, sich jemandem unterzuordnen.

Es ist alles eine Macht der Gewohnheit und die Wahl des in der Kindheit erlernten Verhaltensmusters.

Grüße,
Tailor Durden

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Hallo,

Du hast ja schon einige gute Antworten bekommen. Daher möchte ich nur ergänzen: Manchen fehlt einfach der Respekt und die Achtung vor anderen Menschen.

Manchmal ist es auch ein Kommunikationsproblem. In dem Buch 'Ich bin o.k. - Du bist o. k.' wird das sehr gut beschrieben. Wir können auf den Ebenen: Es - Ich - Überich kommunizieren. Kurz erklärt: Es = Kind, Ich = Erwachsener, Überich = Gewissen.

Befindet sich Person A auf der Es-Ebene und Person B auf der Ich-Ebene führt das quasi automatisch zu einem Gefälle. Tipp: Checke mal Eure Gespräche darauf. Dann hast Du eine gute Grundlage, um wieder einen Kontakt auf Augenhöhe herzustellen.

Alles Gute

Buddhishi

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Kommentar von Regulus123
15.04.2016, 16:08

Hi, danke auch sozusagen für den Buchtipp. Naja, es ist eigentlich so, dass ich mich nicht auf die Es-Ebene begebe, ich werde eher in diese hinein gedrängt, so erscheint es mir. Also es geht definitiv vom Gegenüber aus, der das Gefälle herstellt (z.B. evtl. auch deshalb, weil man selbst Schwächen zeigt und das Gegenüber nicht)

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