Wenn in der Grundakte ein amtlicher Aufteilungsplan vorliegt und noch ein weiterer Plan, der aber abweicht, welcher Plan ist dann gültig - Notar/RAe fragen?

4 Antworten

Wenn ein "amtlicher Plan" über die Teilung eines Grundstückes vom zuständigen Vermessungamt (= staatliche Behörde) in der Grundbuchakte vorliegt, dann ist dies der gültige Teilungsplan. Von wem ist denn der andere "Aufteilungsplan"?

... wenn eine TE in der Akte liegt, ist die doch immer gültg, sie wird doch mit einer Ergänzung nicht ungültig. Ebenso verhält es sich mit weiteren Urkunden. Da ja ein Notar in die Verkaufsabwicklung einzubinden ist, kommen von diesem natürlich auch die Lösungen. Viel Glück.

Danke für eure Nachrichten - die Sache ist komplizierter als gedacht - wir haben jetzt persönlich die Grundakte eingesehen. Tatsächlich existieren zwei amtliche Aufteilungspläne, einer aus dem Jahr 61, der zum festen Bestandteil in der TE deklariert und vom NOTAR eingereicht wurde. Der andere amtliche Aufteilungsplan stammt aus dem Jahr 1971 - er wurde ebenfalls vom Notar eingereicht.(auf der Fotokopie, die wir davon hatten fehlte das Siegel des Bauamtes, auf der Orig. ist es aber vorhanden) Die beiden Aufteilungspläne weichen voneinander ab. Die TE und damit die Gründung des Wohnungseigentums wurde bis zum Jahr nicht ins Grundbuch eingetragen. Von den  teilenden Eigentümern  war einer im Jahr 1971 nicht mehr am Leben, vermutlich hatten  die Erben den neuen Plan beim Notar vorgelegt. Der Aufteilungsplan von 71 weist eher die Aufteilung der Wohnungen auf, wie die Räume heute tatsächlich zugewiesen sind . Der Aufteilungsplan von 61 zeigt die Verhältnisse im Jahr 1961 auf. Der Keller ist in der TE nicht erwähnt, der Keller wurde aber im Jahr 71 dem Sondereigentum an W1 zugewiesen, obwohl sich dort die Versorgungs- und Messeinheiten von Wasser, Strom und Gas befinden. Dies hätte man m.E. abteilen müssen.

Eine mehr als schwierige Sache - ich befürchte, es wird ohne Anwalt/Gericht nicht gehen.

Wohnungskauf wenn Eigentümer nur vorgemerkt im Grundbuch

Hallo liebe Wohnungskaufexperten,

wir haben eine Wohnung gefunden, die uns sehr gut gefällt und den dafür verlangten Preis schriftlich (per email) akzeptiert. Die Wohnung wird durch einen Makler vermittelt, ist aber für den Käufer provisionsfrei (ungewöhnlich, aber für uns erstmal positiv).

Die Wohnung ist renovierungsbedürftig, das wurde bereits aus dem Inserat klar, die Eckdaten stimmen für uns und wir haben Spaß an sowas.

Wir sind in Besitz der Teilungserklärung, des Wirtschaftsplans und der letzten drei Eigentümerversammlungsprotokolle, soweit scheint das Haus und die Verwaltung solide. Es gibt auch eine recht ordentliche Instandhaltungsrücklage.

In der Regel bestimmt der Käufer den Notar, das wissen wir. Nun möchte aber der Verkäufer bei seinem Notar beurkunden.

Auf unsere Nachfrage heisst es, dass er die Wohnung erst vor kurzem gekauft hat und vorläufig nur eine Vormerkung im Grundbuch vorhanden sei. Den Kaufpreis wird (vom Verkäufer) erst Ende dieses Monats überwiesen. Der Verkäufer möchte möglichen Schwierigkeiten aus dem Weg gehen, die ein "betriebsfremder" Notar eventuell machen würde und deshalb zu dem selben Notar gehen, bei dem er die Wohnung gekauft hat.

Kann es sein, dass der Notar Druck auf den Verkäufer ausübt? Hat der Verkäufer evt. eine private Vereinbarung mit dem Notar?

Wir haben den Eindruck, dass der Verkäufer die Entscheidung für den Zuschlag an uns davon abhängig macht, ob wir "seinen" Notar bemühen, es gibt wohl noch andere Interessenten. Wir haben bereits angekündigt, dass wir unseren Notar auf jeden Fall zur Prüfung der Situation mit einschalten würden, das wurde vom Makler als unser gutes Recht kommentiert.

Vom Makler kam auch noch die Frage, ob wir die Wohnung finanzieren oder Eigenmittel dafür einsetzen. Unser Plan sieht bei den momentan günstigen Zinsen eine Finanzierung mit ca. 30 % Eigenkapitaleinsatz vor. Sicherheiten bei unserer Bank in Höhe des gesamten Kaufpreises hätten wir.

Der Gedanke hinter dieser Frage ist klar: solange der Verkäufer noch nicht im Grundbuch eingetragen ist, akzeptiert die Bank die Wohnung nicht als Sicherheit.

Wir würden die Wohnung gerne kaufen, der Preis ist in Ordnung und das Potential groß.

Unser Vorschlag wäre, dass wir - sofern alle Modalitäten sich klären lassen - den Kaufpreis bis zur endgültigen Abwicklung als Sicherheit auf ein Anderkonto unseres Notars hinterlegen.

Vielen Dank für Eure Hinweise zu diesem Thema!

Pauline

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