Wenn im Mittelalter ein Kind in ein Kloster gesteckt wird und aus Protest das Kloster abfackeln würde, wer wird dann dann bestraft und wie?

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8 Antworten

Für Brandstiftung gab es die Todesstrafe, wahrscheinlich wäre der Junge auf dem Scheiterhaufen gelandet.

Ja, auch die Eltern mussten nach mittelalterlichem Recht in Sippenhaftung treten. Das heißt, sie mussten schwere Straftaten mit Bußzahlungen wiedergutmachen, d.h. an Getötete und Hinterbliebenen Schadensersatz leisten und materiellen Schaden ersetzen. Da ein ganzen Kloster abgefackelt wurde, werden sie das wahrscheinlich nicht können und deshalb im Schuldturm enden, wo sie per Zwangsarbeit einen Teil der Schuld abarbeiten konnten.

Die Lebensbedingungen mittelalterlicher Gefängnisse war allerdings so mies, dass ein Gefangener selten länger als 2-3 Jahre darin überlebte.

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Kinder wurden damals als kleine Erwachsene gesehen und entsprechend gleichwertig bestraft, auch Sippenhaftung für die Taten anderer Angehöriger waren die Regel.

Die beste Möglichkeit für das Kind wäre ggf. ein Exorzismus da es ja von Dämonen/Teufel besessen sein muss. Nach erfolgter Reinigung/Läuterung wird das Kind nun (im Angesicht der Gnade Gottes) wieder in die christliche Gemeinde aufgenommen.

Als tätige Reue und Buße wird das Kind sein Leben als Mönch führen......


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Die Todesstrafe für das Kind ist mehr als wahrscheinlich.

Diese wurde aber in der Regel nicht durch das Kloster selbst ausgeführt, das Kind wäre wohl an die örtlichen Behörden übergeben worden.

Auf dem Scheiterhaufen wurde im Mittelalter kaum jemand verbrannt, nur in Fällen besonders schwerer Ketzerei, die eigentlichen Hexenverbrennungen sind eine Sache der Neuzeit. Wahrscheinlicher wäre der Tod durch Hängen, gut sichtbar für die ganze Gemeinde als öffentliches Spektakel. Auch Sippenhaft für die Eltern und andere Familienmitglieder ist denkbar.

Im Übrigen wäre es stark vom Stand abhängig, ob die Eltern den Jungen überhaupt in ein Kloster bringen konnten.

A) Häufig wurde erwartet, dass mit dem Eintretenden auch Geld oder Ländereien ihren Weg ins Kloster fanden. Gerade für den Durchschnittsbürger war das in der Regel nicht erschwinglich.

B) Schon in recht jungen Jahren waren die meisten Familien auf die Arbeitskraft der Kinder angewiesen. Wegen eines ausgelassenen Gebetes hätte wohl kaum eine Familie auf die Arbeitskraft des Jungen verzichtet.

Davon abgesehen frage ich mich schon, was einen dazu bringt, einen Charakter so darstellen zu wollen, dass er aus Trotz ein ganzes Kloster in Brand steckt...

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also, im Mittelalter ging man auch mit Kindern sehr ruppig um. Man sah sie ja nicht als Kinder, sondern als kleine Erwachsene. Sie wurden also genauso aufgehängt wie Erwachsene.

Ein Kind,das eine Kirche abfackelt - egal aus welchem Grund, wurde vermutlich erst gefoltert und dann hingerichtet. Möglichweise wegen Ketzerei vebrannt.

Es wurde sicherlich nicht mitleidig und mitfühlend angehört. Kerker, Schafott, fertig. Und die Eltern? Die werden gemacht haben, dass sie wegkamen. Bestraft wurden sie keineswegs. Sie haben den Jungen ins Kloster geschickt, was damals als sehr lobenswertes Verhalten angesehen wurde. Ob das Kind das wollte, interessierte keinen.

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und die Eltern haben Angst, das es ins Fegefeuer kommt.

Das klingt unglaubhaft. Waren diese Elten Katholiken? Vorübergehend ins Fegefeuer zu kommen ist nach katholischer Glaubenslehre für getaufte Christen der Normalfall. Daher auch zu Luthers Zeit die großen Einnahmen der R.-K. Kirche durch den Verkauf von Ablassbriefen, mit denen man für die lieben Verwandten den Aufenthalt im Fegefeuer verkürzte. In die Hölle kommen die, welche unbußfertig im Zustand der Todsünde sterben. Sofort in den Himmel kommen diejenigen, die völlig rein von Sünden sterben.

https://de.wikipedia.org/wiki/Fegefeuer

https://de.wikipedia.org/wiki/Ablass


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Welches Jahr, welche Region? 

"Mittelalter" bezeichnet ungefähr 1000 Jahre Geschichte. Und auch regional lässt sich da nicht viel verallgemeinern. Das Jahr 1990 in England lässt sich schließlich auch nicht mit Deutschland 1330 vergleichen. 

Ohne diese genauen Angaben kann dir leider niemand genau sagen, was passiert wäre. 

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Warscheinlich wird vermutet das das kind mit dem teufel im bunde steht und wird öffentlich am scheiterhaufen hingerichtet.

Ob es sippenbestrafung im Mittelaltergab weiss ich leider nicht. Das läst sich aber mit ein bissel google herausfinden.

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