Wenn ihr nur noch wenige Jahre zu leben hättet ...?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Sehr intime, essentielle Fragen, und gleich so viele.

Was würdet ihr tun? Würdet ihr arbeiten oder euch Träume erfüllen? Und woher kommt das Geld für diese Träume?

Ich würde genauso weiter machen wie jetzt. Gehe davon aus, dass ich so krank wäre, dass ich mir keine Träume erfüllen könnte.

Wie würdet ihr es euren Freunden & Bekannten sagen?

Ja, das würde ich sagen. Vielleicht auch in der Hoffnung auf mentale und psychischen Beistand in der schweren Zeit.

Würdet ihr euch mit eurer Beerdigung beschäftigen?

Das sollte man sobald es geht auch in guten Zeiten erledigen. Wenn man krank ist, dann hat man selbst und die Partner keinen Kopf für solche Regelungen. Ja, ich werde mir meinen letzten Ruheplatz aussuchen.

Was wären Dinge die ihr noch klären wollen würdet?

Alles was noch unausgesprochen ist mit meinen Mitmenschen und meine Seele belastet würde ich besprechen. Streits aus dem Weg räumen, mich versöhnen, damit ich unbelastet sterben kann.

Würde mit meinem Partner besprechen, was mit meinen persönlichen Dingen werden soll und über sein weiteres Leben als Witwer.

Würdet ihr versuchen mit lebensverlängernden Maßnahmen noch etwas rauszuholen?

Nicht an Maschinen dahin vegetieren, Schmerzmedikation ja.

Und schlussendlich: Wie wollt ihr dann sterben? Selbstbestimmt mit Sterbehilfe, in einem Hospiz?

Ich möchte am liebsten in meinem Garten auf der Sonnenliege sterben, was utopisch ist. Jedenfalls möchte ich, dass mein Partner bei mir sein könnte und wenn ich das Leben nicht mehr ertragen könnte , hätte ich gerne Sterbehilfe. Mit einem Hospiz habe ich in der Familie schlimmste traumatische Erlebnisse gehabt, daher bin ich skeptisch.

So, das ist das, was ich spontan beantworten kann.

Wie sieht der Fragesteller die Dinge?

Danke erstmal für deine ausführliche Antwort. Das ist bei so einer Frage doch eher etwas aufwendiger.

Der Gedanke auf der eigenen Gartenliege zu ruhe zu kommen hat etwas sehr Schönes an sich :)

Für mich kommt es stark auf Grund & Zeitpuntk an - jetzt im Moment würde ich im Freundeskreis Geld sammeln für die Dinge die ich unbedingt mal machen wollte - Fallschirm springen, Tauchen, am Meer sein -. Aber solche Wünsche können sich ja auch im Laufe des Lebens ändern.

Ich denke ich würde es einigen sagen und dann hoffen dass es sich weiterverbreitet. Mein Bekanntenkreis ist mir zu groß um das allen zu erzählen und eine Rundnachricht wäre zwar mein Galgenhumor, aber doch sehr unangebracht und auch unempathisch den anderen gegenüber.

Ich fange mich aus zweierlei Gründen jetzt schon an mit meiner Beerdigung zu beschäftigen: ich habe einige chronische Krankheiten von denen eine gerade sehr auf der Kippe steht, zum anderen habe ich keien Familie und will nicht dass meine engen Freunde sich verantwortlich fühlen müssen das in der Zeit dann emotional zu stemmen.

Lebensverlängernde Maßnahmen kommen für mich grundsätzlich nicht in Frage außer es passiert noch irgendwas wichtiges von dem ich Teil sein will oder ich warte auf eine Person um sie ein letztes Mal zu sehen. Ansonsten halte ich viel von palliativer Betreuung.

Ich habe selbst in einem Hospiz gearbeitet und es als sehr liebevoll erlebt, würde aber auch den Tod eher gerne selbstbestimmt erleben, daher tendiere ich zu einer Sterbehilfe außerhalb von Deutschland. Ich will weder mir noch meinen Lieben antun vor mich hinzuverroten und nur noch auf den Tod zu warten. Das ist das schrecklichste was ich mir vorstellen kann.

1
@Kabisa

Ich kann mich in vielen Punkten Dir anschliessen. Ich habe meine Mutter in einem Hospiz gehabt und sie wurde dort mißandelt, schlimmste Erinnerungen hab ich daran. Sicher ist das die Ausnahme gewesen, aber die Gäste haben alle keine schönen letzten Momente gehabt, im Gegenteil. Ich bin ebenfalls für selbstbestimmtes Sterben oder Sterbehilfe.Habe ebenfalls viele chronische Krankheiten und meine Beerdigung auch mit meinem Partner besprochen.

Familie ist bereits verstorben, Freunde habe ich fast keine mehr, die vermeintlichen Freunde haben in meinen schweren Stunden nicht zu mir gehalten, daher habe ich die Freundschaft beendet. Grosse Wünsche hab ich nicht, ich könnte sie aus gesundheitlichen Gründen sowieso nicht verwirklichen.

Aber auf den Tod warten stelle ich mir auch grausam vor.

2

Puh, das sind echt viele und sehr schwierig zu beantwortende Fragen, deren Antwort total abhängig ist vom subjektiven Befinden und sich daher auch ständig ändern können. Da ich mich mit solchen Gedanken beschäftigt habe möchte ich eine Antwort mal versuchen:

Was würdet ihr tun? Würdet ihr arbeiten oder euch Träume erfüllen? Und woher kommt das Geld für diese Träume?

Solange ich Geld habe würde ich es ausgeben wollen und meine Träume erfüllen. Das hängt natürlich sehr vom Gesundheitszustand ab?!

Wie würdet ihr es euren Freunden & Bekannten sagen?

Ja, ich würde es ihnen mitteilen, wie ist sicher sehr individuell.

Würdet ihr euch mit eurer Beerdigung beschäftigen?

Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Vielleicht im allerletzten Moment?!

Was wären Dinge die ihr noch klären wollen würdet?

Auch darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.

Würdet ihr versuchen mit lebensverlängernden Maßnahmen noch etwas rauszuholen?

Es kommt sehr darauf an, ob wie das Leben aussieht. Wenn ich es ohne größere Schmerzen und/oder körperlichen Problemen verlängern könnte, möglicherweise...

Und schlussendlich: Wie wollt ihr dann sterben? Selbstbestimmt mit Sterbehilfe, in einem Hospiz?

Puh, das ist sehr vom individuellen Zustand abhängig?! Auf jeden Fall möchte ich nicht dahin siechen und dann in einem Krankenhaus sterben, sondern lieber würdevoll zu Hause. Je nach Prognose der Krankheit würde ich auch über eine Selbstbestimmung nachdenken wollen, wenn es gar keine Hoffnung mehr gäbe.

Warum stellst Du all diese Fragen? Alles Gute!

Danke für deine ausführliche Antwort und die Mühe!

Wie weiter oben schon geschrieben habe ich einige chronische Krankheiten die dazu führen könnten dass das Ganze bei mir recht schnell geht. Da beschäftigt man sich irgendwann mal damit.

1

Ich würde weiter arbeiten, aber mich nicht mit der Arbeit stressen. Ich würde viel Zeit mit denen, die ich mag verbringen und es jedem einzeln persönlich zum Beispiel im Cafe sagen. Mit meiner Beerdigung würde ich mich beschäftigen, dann könnte ich mir theoretisch sogar meinen Grabstein aussuchen. Ich würde zu Hause sterben wollen. Ohne Hospiz oder lebensverlängernde Maßnahmen. Das einzige was ich klären würde ist sicherzustellen, dass jeder der mir wichtig ist auch weiß, dass er mir viel bedeutet.

Danke dir! gerade der letzte Satz spiegelt sehr meine eigene Einstellung wieder.

0
@Kabisa

Bist du gerade in dieser Situation wenn ich fragen darf?

0
@ohsofire

Es steht gerade im Raum, ich warte noch immer auf genauere Ergebnisse. Aber ist so oder so ein Thema mit dem man sich, in meinen Augen, mal beschäftigen sollte.

0
@Kabisa

Ja, das stimmt. Ich hoffe bei dir eird alles positiv ausgehen

1

Viele werden sagen „Träume erfüllen“ „am A... lecken lassen“ etc.

Und zum Schluss macht man doch weiter wie bisher.

Die wenigsten können einfach ihr gewohntes Leben verlassen. Zudem kann mit schwerer Krankheit nicht mehr unbedingt sein Wunschleben führen.

Mir ist wichtig, den Stress raus zu nehmen, Freude am Leben haben und einen guten Job. Ärger und schlechte Laune meiden. Und optimistisch durchs Leben zu gehen.

Dieser Quatsch mit Träume erfüllen, setzt immer voraus, dass im Moment der Todesmeldung sofort der Kontostand anschwellen müsste. Also bleibt nicht viel übrig: Entweder man macht so weiter und sucht sich einen einzigen großen realistischen Wunsch oder lässt es einfach sein.

Dem Umfeld mitteilen: Ja, Eltern und Partner.

Beerdigung: Wenn man sich damit beschäftigt, ist die Kohle für den letzten Wunsch weg.

Nichts mehr zu klären für mich. Alles ist, wie es ist. Vllt. ein Testament aufsetzen. Erwartet aber bitte keine Reichtümer.

Lebensverlängernde Maßnahmen richten sich ganz nach der Art des bevorstehenden Todes. Wozu will ich noch jahrelang im Koma liegen?

Sterben: Ohne Siechtum, Möglicherweise mit Sterbehilfe. Das entscheide ich dann.

Danke dir!

1

Was möchtest Du wissen?