Wenn ihr nach eurem Beruf gefragt werdet, ihr aber "NUR" (!) Hausfrau und Mama seid, wie fühl

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11 Antworten

Ich war und bin : NUR BERUFSTÄTIG ohne Kinder, NUR BERUFSTÄTIG mit 2 Stiefkindern, noch 1 eigenes Kind. Mit diesem Kind dann alleinerziehend ohne Job, weil der SuperPapa NUR BERUFSTÄTIG ist (keine Ferienbetreuung etc.) Ich habe einige Varianten im Leben kennengelernt. Wir fliegen zum Mond, sind aber als Gesellschaft nicht in der Lage, den Menschen, die Kinder (spätere Rentenzahler) in die Welt setzen oder betreuen, den nötigen Respekt entgegen zu bringen, den jeder NUR BERUFSTÄTIGE automatisch und per Rentenbescheid bekommt!!!???!!! Sind denn Kinder Hobbys??? Wie viele Job´s können denn NUR BERUFSTÄTIGE, GUT; erledigen??? Wenn ich mich in meinem Umfeld so umsehe, Familie und Job, bekommen nur Frauen unter einen Hut, die über Omas, Opa`s oder andere ehrenamtliche Mithelfer verfügen!!!Und von diesen SuperMama´s wird man dann noch schief angemacht!!!

Keine Mutter ist eine Nur-noch-Mutter. Frauen müssen sich davor hüten, Nur-noch-Mütter zu werden, auch wenn sie nicht zusätzlich erwerbstätig sind. Sie haben selbst Bedürfnisse, die sie nicht verleugnen und verdrängen sollten. Nur wenn sie auch für sich sorgen, sich ihre Wünsche eingestehen und sich für eigene Interessen Zeit nehmen, um wieder Kraft zu schöpfen, können sie auch ihren Kindern gerecht werden. Sind Frauen einmal Mütter, sind sie immer Mütter, aber Auch-noch-Mütter, zu allem anderen, was sie schon sind.

Nimmt jemand eine neue Tätigkeit auf, so wird diese üblicherweise als eine Erweiterung seines Horizonts angesehen. Bei Müttern, für die die Familienarbeit ebenfalls etwas Neues (4) ist, wird oftmals behauptet, dass ihr Horizont eingeschränkt werde. Das finde ich paradox. Mir ist aufgefallen, dass das Wörtchen nur immer nur für Frauen angewendet wird. Noch nie habe ich etwas von einem Nur-Hausmann, einem Nur-Vater oder einem Nur-Arbeiter gehört oder gelesen, auch wenn letzterer keinerlei Ausbildung hat und Hilfsarbeiter ist. Diese Abwertung der Frauen und ihrer Arbeit hat in unserer patriarchalischen Gesellschaft Methode und wird in der Sprache offensichtlich.

Wie vor allem Familienhausarbeit entwertet wird, sehen wir daran, dass immer wieder behauptet wird, die Familienhausfrau arbeite nicht. Sie habe Erziehungsurlaub (5), mache Babypause. Als Arbeit wird nur das bezeichnet, was auch bezahlt wird. Familienhausarbeit ist nicht schlechter als irgendeine andere Arbeit, jedoch wird sie systematisch abgewertet, weil sie nicht bezahlt wird, und umgekehrt wird sie nicht bezahlt, weil sie angeblich nichts wert ist und weil das immer schon so war. Das ist ein Teufelskreis wie bei Obdachlosen, die Arbeit suchen, aber nur Arbeit finden, wenn sie eine Wohnung haben, und nur eine Wohnung finden, wenn sie Arbeit haben...

....armes Deutschland gelle....LG

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Kennst du die Werbung mit der Managerin eines erfolgreichen Familienunternehmes? Die Darstellung des Berufs "Familienfrau" finde ich gut ;-)

Es ist schon traurig, wenn sich Frauen von Frauen gegen Frauen aufhetzen lassen. Ich wär`so gerne länger Haushalts- und -familienmanagerin geblieben, aber leider hat sich der Vater unserer 5 Töchter vertschüßt - so mußte ich mich dann zusammenreißen, umziehen(öfter,natürlich), einen Job finden und arbeiten gehen. Stolz war ich aber nicht drauf! Das war halt eine Notsituation. Also in Indien traf ich einen Schuhverkäufer, der mir beschrieb, wie seine Familie lebt: 2 Kinder, Garten und Haus. - Frau natürlich zu Hause.

Wir leben aber in Deutschland!! Möchte wissen, wie die Hausfrauen hinterher mit dem Geld auskommen, wenn sie nicht die Rente vom Mann bekommen (weil der vielleicht schon verstorben ist...) von welchem eingezahlten Geld denn?? Bei 5 Kindern KANN man einfach nicht nebenbei noch arbeiten gehen, aber es gibt genug Muttis die "nur" 1 Kind haben und trotzdem zu Hause bleiben...

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Ich habe den Eindruck, dass der eigene Wert oft über den Beruf oder das nach Hause gebrachte Geld definiert wird. Und genau das ist der Fehler an der Sache.
Ich denke, dass das Hausfrau-sein kein Beruf ist, was allerdings nicht heißt, dass es nichts wert ist und schon gar nicht, dass die Hausfrau nichts wert ist.

Gruß wiele

ich hasse die bezeichnung "NUR-hausfrau", denn das ist - vor allem mit kindern - ein ganz schön stressiger job, außerdem der einzige job, auf den man nicht "eingeschult" wird, den man ohne spezielle ausbildung schaffen soll..... ich finde die antwort von UlfDunkel gut, diesen job als "managerin" zu bezeichnen!!!

Wenn ich nach meinem Beruf gefragt werde, antworte ich mit "Erzieherin im Erziehungsurlaub" ;)

Was ich mache, wenn der rum ist, weiß ich noch nicht - wenn es mir gesundheitlich bis dahin besser geht, möchte ich gerne noch einmal arbeiten gehen - hätte aber auch nicht unbedingt ein Problem damit "nur" Hausfrau zu sein...ich denke, das ist eine Sache des Selbstwertgefühls. Wenn DU Dich damit wohl fühlst und diese meinung auch nach außen hin vertreten kannst ist doch alles in ordnung!!!

Ob man das dann als Hausfrau (ohne "NUR"!) bezeichnet oder den (zugegebenermaßen schöneren) Begriff "familienmanagerin wählt ist doch dann wurscht...

"Recht machen" kann man es eh nicht allen! Die einen meckern wenn man nicht noch einen "anständigen" Beruf zu den Kindern hat - die anderen weil man nur "karrieregeil" ist und sich nicht selbst um seine Kinder kümmert...

Sag' doch einfach: "Ich bin Managerin."

Hausfrauen sind aufgrund ihrer krisenfesten Art zu managen und ihrer Multitaskingfähigkeiten in der Wirtschaft endlich heißbegehrt als Mitarbeiterinnen -- gerade im Management. :-)

Habe mir sage lassen, dass Familienfrau sehr sexistisch sei ! Richtig heisst es " Familienmensch " ! Ich finde es toll wenn sich eine Familie die Mutter zu Hause leisten kann ! Ist ja bald die rühmliche Ausnahme.

Da der Begriff "Mensch" denselben Ursprung wie "Mann" hat, würde ich eher bei "Familienfrau" bleiben, wenn überhaupt.

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Hallo, ich bin fast durchgängig seit fast 25 Jahren die berühmte "Nur Hausfrau", aber ich denke mit 4 Kindern (25, 22, 19 und 8) einem Haus und einem großen Garten ist das wirklich schon ein Beruf für sich. Was heißt EIN Beruf, Hausfrau und Mutter sein bedeutet doch auch: Köchin, Putzfrau, Kinderbetreuerin, Taxifahrin, Wäscherin, Gärtnerin, Einkäuferin, Hausaufgabenbetreuerin, Krankenschwester, und und und, nur leider völlig unterbezahlt!!

Also das mag jetzt blöd klingen, aber ich finde es komisch, wenn jemand SAGT: Ich arbeite genauso wie alle anderen auch. Ich bin auch Hausfrau und Mutter, aber gehe auch jeden Tag 8 Stunden noch zusätzlich arbeiten. Was sollte ich dann sagen? Hausfrau, Mutter und .... ??? NEIN! Ich nenne dann "nur" meinen Beruf und fertig. Für mich ist Hausfrau kein "Beruf".

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