Wenn ich nicht gebastelt hätte in der Schule, wäre ich dann besser gewesen?

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11 Antworten

Kann man im Nachhinein schlecht sagen, geschadet hat es dir sicherlich nicht, mal andere Bereiche kennenzulernen, basteln fördert die Konzentration, übt die Feinmotorik usw.... Mädchen müssen in der Schule ja auch z.T. Fußball spielen oder Technik machen.....

Das Basteln hatte den Zweck die Feinmotorik und Kreativität zu schulen und eine Abwechslung zum schnöden Lernen zu bieten, was für Kinder im Grundschulalter sehr wichtig ist. Dass Jungs sowas "doof" finden ist anerzogen und verdammt schade.

Also nein, du wärest nicht besser gewesen.

Seh ich so wie du. Hat mir auch nie gepasst. Basteln kann man im Zeichnen- oder Kunstunterricht oder so. In Geografie, Biologie, Chemie, Geschichte usw. sollte das Fach sachlich im Vordergrund stehen und nicht irgendwelches Geschnipsel und Geklebe.

Zum Glück hatte ich flexible Lehrer. Statt verklebte Hefter mit ekligen Schnitträndern an den Blättern habe ich mein Zeugs immer sauber und ordentlich am PC gemacht.

Ob man ohne das Gebastel wirklich besser wäre oder nicht ist wohl schwer zu sagen, aber ich denke, man könnte die Zeit auf jeden Fall produktiver nutzen und das Wissen wirklich vermitteln. Es ist einfach Zeitverschwendung...

Ich stimme zu, dass Bateln für die Entwicklung vieler Fähigkeiten wichtig ist. Es gehört aber in kreative Fächer, nicht in wissenschaftliche.

Das ist kein geschlechtsbezogener Unterschied. Ich bin ein Mädel und konnte auch nie gut basteln, habs in der Schule auch nicht gern gemacht ... Ist aber für einige männerdominierte Berufe bestimmt auch praktisch. Mein Opa ist Ingenieur und hat alles mögliche für mich gebastelt, das war toll :D. Basteln ohne Bewertung finde ich nicht schlecht für alle Kinder. EInfach zur Feinmotorik und Kreativität (dafür müssten sie aber auch selbst entscheiden dürfen, was sie basteln). Aber mit Bewertung ist es natürlich doof, wenn es Spaß machen soll, darf man es nicht unter Notendruck stellen. Aber das gilt eigentlich für alles, was du in der Schule lernst. Ohne Benotung hätte ich auch mehr Spaß in einigen Fächern gehabt ...

Die Schule ist zum Lernen da und nicht zum Spaß haben. Es gibt auch Jungs, die gerne werkeln und basteln, genauso wie es Mädchen gibt, die gerne was reparieren oder austüfteln. Auf jeden Fall hat es dir nicht geschadet, ganz im Gegenteil, es hat deine Geschicklichkeit und deine Geduld gefördert.

wotan38 07.12.2015, 11:21

Man kann auch am Lernen Spaß haben. Das schließt sich nicht gegenseitig aus. Spaß ist mehr oder weniger gleichbedeutend mit Motivation und das ist sogar förderlich für das Lernen. Mir scheint es, dass Du Druck und Stress beim Lernen sinnvoller hältst als Spaß und Motivation. Bist Du vielleicht Lehrer?

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JA klar . Das Basteln wars - nur das Basteln.

Und wenn man dann igendwann mal vor Gericht steht wegen eines Gewaltverbrechens , dann ist das Basteln ganz sicher ein wichtiger Grund für eine Minderung der Strafe Ironieaus*

Da ging es Dir wie mir und ich bin weiblich. Auch hab ich es gehasst, wenn im Kindergarten meine Kinder irgendwas basteln mussten und die Muttis da helfen sollten, ätz.

Mein Sohn ist da auch so ein kandidat. Er kann es gar nicht ab zu malen oder zu basteln.

Aber Werkunterricht fand ich toll, wenn man mit Holz arbeiten konnte.

Ich denke aber nicht, das Du dann besser in der Schule gewesen wärst, denn so oft bastelt man ja nicht, schon gar nicht in den höheren Klassen, oder?

Aber totzdem denke ich, das heuteige Schulsystem ist etwas veraltet. Man sollte die Bastelarbeiten vielleicht auf freiwillige Basis machen lassen und niemanden dazu zwingen.

Ich weiß auch nicht, warum es so wichtig sein soll für Motorik oder Kreativität.

Ich hab nie gebastelt und bin trotzdem kreativ und meine Motorik ist auch in Ordnung.

... aber gönn doch den Pädagogen ihren Spaß bei der Betrachtung von nörgelnden Jungs, die Strohsterne oder kleine Papierhäschen ausschneiden, es ist einfach Vorbereitung auf Dein immer wahrscheinlicher werdendes Schicksal als alleinerziehender Vater, weil die Girlies die Jungen leistungsmäßig eh' immer weiter zurücklassen und die qualifizierten Jobs besetzen. Dann kanst Du mit den Kindern, die Dir Deine Frau dagelassen hat, hübsche Bastelnachmittage veranstalten.

Wincarloc 26.06.2014, 23:13

:-))

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Nein, ihr wärt viel schlechter dran gewesen!

Denn, dann wäre eure Feinmotorik viel schlechter als sie es jetzt ist.

Das ihr nicht dafür zu begeistern wart liegt wohl an den Lehrern, der euch keinen richtigen Zugangspunkt geschaffen hat. Ich selbst arbeite auch als Pädagogin und kann dir sagen, das viele Jungs von sich aus sehr gerne basteln. Aber eben nur dann, wenn das Angebot stimmt und ansprechend gestaltet ist. Ist aber bei Mädchen das Gleiche.

Antwortvon 25.06.2014, 11:59

feinmotorik kann ich mit gesellschaftsspielen auch födern, dazu brauche ich nicht den unterricht zu einer bastelstunde machen.....

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lululula 25.06.2014, 13:39
@Antwortvon

Nein, mit Gesellschaftsspielen förderst du die Feinmotorik kaum und auch nur in der gleichen Weise -> du kannst dann zwar gut würfeln und Figuren ein Feld weiter setzen, bei anderen feinmotorischen Handlungen wirst du dich aber weiterhin schwer tun. Denn um sich leicht beim Erlernen neuer Handlungsabläufe zu tun muss man auf diesem Feld (hier "Feinmotorik") weitläufig gut geübt sein. Und außerdem kann sich kein Mensch den ganzen Tag auf kognitive Aufgaben konzentrieren! Deswegen ist es wichtig, den Schülern Abwechslung zu bieten, auch wenn sie diese nicht mögen. Aber das Ergebnis ist dann, dass sie sich danach viel besser wieder auf das sture Erlernen von Fakten konzentrieren können und somit mehr aus dem Unterricht mitnehmen, als wenn sie die ganze Stunde nur pauken würden.

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dianaW1980 25.06.2014, 15:56
@lululula

Die Schüler kann man aber doch auch anders beschäftigen. Warum basteln??

Was haben nur die Kinder früher gemacht,frag ich mich? Ich kann mich nicht erinnern, das mir miene Oma erzählt hat, ie hätten in der Schule gebastelt.

Die Kinder waren früher mit ihren Eltern auf dem Feld, haben im haushalt mitgeholfen, sind auf Bäume geklettert und haben Beeren gesammelt. Die Kinder waren früher Abends müde.

In der heutigen Zeit würde ich mich mal ganmz genau fragen, warum es so viele Verhaltensgestörte Kinder gibt

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lululula 26.06.2014, 13:30
@dianaW1980

Das liegt hauptsächlich daran, dass Kinder heutzutage kaum noch selbst aktiv sind und nur ihre Fernsinne (sehen, hören) schulen. Derweil ist es wichtig, dass Kinder Ergebnisse selbst erarbeiten können, ihre Nahsinne (riechen, tasten, Gleichgewicht, schmecken) fordern, und selbst aktiv werden dürfen (!) anstatt nur alles zu bekommen. Wenn die Kinder eigentätig und kreativ werden dürften und nicht alles vorgekaut oder verboten bekämen, dann wären auch nicht so viele Kinder "verhaltensgestört" (wobei auch allein dieser Begriff genug Stoff für eine Diskussion ist)

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lululula 26.06.2014, 13:31
@dianaW1980

Und das deine Oma früher nicht basteln musste, liegt wohl daran, dass deine Oma, wie du selbst schreibst sehr aktiv war und im Familienleben sehr integriert war. Nicht so, wie die Kinder, die heute in der Schule leben. Deine Oma hat ihre Erfahrungen mehr draußen machen können, für Kinder, die den ganzen Tag in der Schule verbringen müssen eben andere Möglichkeiten geschaffen werden!

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Wincarloc 26.06.2014, 23:15
@lululula

Die Om hat Handarbeiten gemacht- im Grunde genommen auch ein Basteln. Und sehr die Feinmotorik fördernd.

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wotan38 07.12.2015, 11:39
@dianaW1980

Ich verstehe den Zusammenhang nicht. Wieso sollen die verhaltensgestörten Kinder diejenigen sein, die in der Schule basteln mussten? Es mag sein, dass das Basteln in der Schule aus organisatorischen Gründen sich nicht so zur Freude der Schüler entwickeln kann wie man es gerne hätte.

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Basteln fördert die Kreativität. Eine wichtige Eigenschaft, auch für Jungs.

Natürlich unterscheidet sich der Spaßfaktor für Jungs, wenn man bunte Blumen anstatt grüne Panzer bastelt...schaden tut es trotzdem nicht ;)

Antwortvon 25.06.2014, 11:57

dann sollte man die jungs vll panzer ausschneiden lassen? wo ist das problem?

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dianaW1980 25.06.2014, 15:12

das ist doch Schwachsinn. ich bin weiblich und hab Basteln auch immer gehasst. Ich hab auch nie mit meinen Kindern gebastelt.

Ich zeichne aber mal aber selbst mit Acryl oder Bleistift und bereite alte Möbel auf. Das bedeutet, ich muss kreativ sein. Aber da ich nie gebastelt habe, dürfte ich es ja nicht sein.

Basteln brauch kein Mensch, schon gar nicht gezwungen. Wenn man es gerne macht und freiwillig ist das evtl. was anderes.

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wenn du den unterricht verweigerst, gibt es schlechtere noten, dürfte aber allgemein bekannt sein. das basteln mädchensache ist, da liegst du aber falsch, basteln macht eigentlich allen spass, aber vielleicht habt ihr jungs ja alle zwei linke hände...

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