Wenn ich mich Scheiden lasse, muss ich in der selben Stadt wohnhaft bleiben?

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6 Antworten

Also zur rechtlichen Lage: Während deines Trennungsjahres kannst du überall hinziehen, auch nach China :D

Und die familiären Probleme musst du selber regeln. Ich denke, deine Familie wird Verständnis haben, wenn sie wissen, dass es dir schlecht geht und du neu anfangen möchtest. Was sollte dagegen sprechen? Es ist dein Leben, mach was du willst, und nicht, was dir andere vorschreiben.

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Kommentar von LorerlaiRory
11.11.2015, 20:55

Nein, sie wären dagegen wenn ich von zuhause ausziehe, den das geht in unserer Kultur und Religion nicht..

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Du kannst hinziehen, wohin du willst. 

Such dir eine kleine Wohnung/Zimmer.., einen Job, melde dich ggf. beim Jobcenter....

Wenn du von deinem Mann getrennt lebst und er mehr verdient, als du, hast du ggf. Anspruch auf "Trennungsunterhalt" bis zur Scheidung - egal, wo du wohnst. Diesen könntest du über deinen Anwalt einfordern.

... aber im Moment unterstützt mich u.a mein Bruder mit dem Anwalt für meine Scheidung... 

Das Einzige, worin er dich unterstützen könnte, wäre die Bezahlung des Anwalt.....

Ich glaube schon das mein Bruder die Anwaltskosten übernimmt!

..... aber wenn du nicht einmal das weißt, stimmt Irgendetwas nicht, denn: 

  • Ein Anwalt kann nur für dich agieren, wenn du selbst ihm das Mandat dazu erteilt hast, also einen "Vertrag" mit ihm selbst unterzeichnet hast.
  • der Anwalt hat eine Schweigepflicht - auch gegenüber dem Bruder, egal, ob der ihn bezahlt oder nicht....
  • Der Anwalt sollte dich beraten (Trennungszeit, Trennungsunterhalt usw....), dich über deine Rechte aufklären...

Wenn das nicht zutrifft, so hast du nicht wirklich einen Anwalt, solltest dir aber schnellstens einen suchen. Beim Amtsgericht könntest du gegen eine geringe Gebühr (10...15 Euro) eine Erstberatung erhalten, in der dir alles Weitere (z.B. Verfahrenskostenhilfe für die Scheidung u.a....) erklärt werden könnte.

 Aber ich will einfach ohne das mir jemand mein Leben vorschreibt mein Leben leben! 

Dann tu es! Nur solltest du darauf achten, dich nicht gleich wieder in eine neue Abhängigkeit zu begeben, sondern tatsächlich ein  "selbstbestimmtes" Leben zu führen.

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Zum einen... ja, Du kannst umziehen. Egal, wohin. Solange Dein Anwalt Deine neue Adresse hat und Dir Briefe zukommen lassen kann. 

Zum anderen ist Deine Situation ein wenig schwierig, weil Du Dich von Deinem Bruder abhängig gemacht hast. Das mit dem "er unterstützt dich mit einem Anwalt" interpretiere ich jetzt mal so, dass er den Anwalt bezahlt? ...

Ich habe das mit dem Anwalt ganz einfach gelöst. Ich lasse mich nicht scheiden. Ich bin von meinem Mann jetzt 2 1/2 Jahre getrennt und habe bisher noch keinen Cent für einen Anwalt bezahlt. Sehe ich nicht ein. Ein Jahr muss man sowieso abwarten, bis man geschieden werden kann. Da kann aber der Expartner noch Stress machen, in dem er die Scheidung in die Länge zieht, oder von Dir noch dies und das und jenes haben will. Sowas wird teuer. Billiger wird es natürlich, wenn beide Partner den selben Anwalt nehmen..

Nach 3 Jahren, kann der Partner so viel Stress machen, wie er will. Dann wirst Du geschieden, ob es ihm passt, oder nicht. Und das geht richtig schnell und einfach. 

Problematisch wird es für Dich, wenn Du also Ansprüche an deine Partnerin/Partner hast. 

Ich habe das oben so verstanden, dass Du recht wenig Geld verdienst. Solange Du sehr wenig hast, der/die Parnter/in aber viel mehr, bekommst Du Trennungsunterhalt, das sich an dem bemisst, was ihr beide in der Ehe zusammen hattet. Um das durchzusetzen, brauchst Du natürlich einen Anwalt. 

Aber was wäre denn, wenn Du Dir einen Job suchst, in dem Du nahezu das selbe verdienst, was dein Partner/deine Partnerin verdient? Dann hebt sich beides gegeneinander auf und der Rest ist nur Kleinvieh. Dann könntest Du Dir womöglich auch eine Wohnung mit wem auch immer leisten und könntest auf die finanzielle Hilfe Deiner Familie verzichten. Mir ist klar, dass das einen Bruch mit der Familie bedeutet. Ich kenne Deine Familie nicht, aber was man über muslimische Familienbande hört, läßt nichts Gutes erahnen. Und sicherlich hast Du Dich schon mit dem Gedanken an eine Scheidung unbeliebt gemacht. Aber es ist nun mal so und Du brauchst Raum zum Atmen. Also wenn Deine Familie Dir die Luft nimmt, befreie Dich davon. Nicht umsonst lebt ihr in Deutschland. ;-) Da ist sowas ohne Weiteres möglich. Klar, werden sie Stress machen, klar wirst Du als undankbar dastehen. Aber Du hast sonst nur noch die Möglichkeit mit ihnen darüber zu reden, wie es Dir mit der Bevormundung geht. Und ich denke, das hast Du schon versucht. 

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Kommentar von LorerlaiRory
11.11.2015, 21:15

Danke Dir. Werde mal versuchen meine Anwältin um Rat zu ziehen.

Mein Neuer Partner ist bereit mir zu helfen einen Job zu finden.

Der Bruch mit der Familie wäre schwer aber ich will endlich mal an mich selbst  denken..

Ich glaube schon das mein Bruder die Anwaltskosten übernimmt!

Aber ich würde das auch in Raten zahlen-.

Anwälte habe auch Schweigepflicht, oder?

Sie darf meiner Familie nichts sagen,oder?

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Kommentar von Tamuril
11.11.2015, 21:15

Noch mal Ich: Das mit Deiner Religion... ich bin keine Muslimin... Ich bin nicht mal katholisch... oder sonst was. Also kenne ich mich damit nicht aus. Aber wieso sollte es nicht möglich sein, dass ein 33jähriger allein wohnt? Oder dass jemand, der sich scheiden läßt, wieder zu den Eltern zurück muss. Ich glaube nicht, dass sowas im Koran steht. Eher steht da drinnen, dass man sich nicht scheiden lassen soll... Na gut, das wird ja auch nicht genau so gesagt... eher "Du sollst deinem Mann treu sein, bis ans Ende Deiner Tage"... bla bla.... 

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Hallo. Versuche mal über deinen Anwalt Prozesskostenhilfe zu beantragen, damit machst du dich auch unabhängiger von deiner Familie.

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Auch im Trennungsjahr bist du frei zu bestimmen, wo du leben möchtest. Natürlich kannst du umziehen, dir einen Vollzeitjob suchen und dann hast du auch Geld für deinen Unterhalt und die Scheidung.

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Kommentar von LorerlaiRory
11.11.2015, 20:57

Jaein laut Anwalt soll ich weiter als Aushilfe arbeiten da mir mein Noch Mann sonst weniger unterhalt zahlen muss bzw ich evtl seine Schulden zahlen muss ausserdem arbeite ich schon seid 2 Jahren als Aushilfe ich soll also wie während der Ehe arbeiten bis die Scheidung durch ist

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Selbst wenn die Ehe noch "funktioniert" kannst du wohnen,wo du willst. Nur nebenbei ist "wohnhaft" ein schlechtes Wort aus vergangenem Behördendeutsch: WOHNEN und HAFT sind VÖLLIG unterschiedliche Dinge!

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