Wenn ich meinem Lehrer Probleme anvertraue, muss er das den Eltern sage?

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7 Antworten

Hallo,

du sagst in einer anderen Frage, daß du bald zum Gymnasium wechseln willst.

Ich würde im Sinne dieses Wechsels nichts sagen, weil du irgendwie "belastet" in die neue Schule gehen würdest.

An deiner Stelle würde ich mir die Hilfe eines Psychologen selber suchen. Hast du denn schon eine eigene Krankenkassenkarte? Wenn ja, geht es, ohne daß deine Eltern davon erfahren.

Was sind das für Probleme, die du hast?

Du kannst auf jeden Fall dort anrufen:

https://www.nummergegenkummer.de/cms/website.php?id=/de/index/kinder_und_jugendtelefon.htm

Gute Besserung, Emmy

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sveaneymarlove 20.03.2016, 10:37

Das stimmt, ich werde die Schule nach dem Jahr wechseln, denn die Schule, welche ich gerade besuchen, macht es nur schlimmer.
Ja ich habe bereits eine eigene Karte, ich werde mich nach einem Psychologen erkundigen, denn ich mache mir alles selbst kaputt, Freundschaften...
Danke für deine Antwort!
Ich habe Serotoninmangel und große Zweifel an mir selbst, ebenfalls streiten meine Eltern nur und meiner Mutter geht es garnicht gut.

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sveaneymarlove 20.03.2016, 10:42

Alles klar,werde ich machen!
Dankeschön

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Die Antwort ist gar nicht so einfach, wie es am Anfang aussieht. Einigkeit besteht darin, dass Lehrer als Amtsträger nach §203 der Schweigepflicht unterliegen, d.h. sie dürfen Dinge, die ihnen in einem Beratungsgespräch anvertraut wurden nicht offenbaren. Eine Zuwiderhandlung wäre sogar strafbar. Zusätzlich kann es Dienstvorschriften der Länder für Beratungs- und Vertrauenslehrer geben, die zu Verschwiegenheit verpflichten.

Ein Lehrer hat aber neben der Schweigepflicht auch noch weitere Pflichten, die mit der Schweigepflicht kollidieren können, wie z.B. die Pflicht die Eltern über wichtige Belange, die ihre Kinder betreffen, zu informieren. Zudem muss er auch gegenüber dem Schulleiter wichtige Angelegenheiten, z.B. Straftaten, melden und offenlegen.

Bei Drogenhandel und sexuellem Missbrauch muss der Beratungslehrer die Schulleitung informieren

Beispiele:

Ein Beratungslehrer erfährt in einem Beratungsgespräch von sexuellem Missbrauch: Er ist verpflichtet z.B. die Schulleitung und das Jugendamt einzuschalten.

Ein Beratungslehrer erfährt in einem Beratungsgespräch von Drogenhandel auf dem Schulhof: Es muss die Schulleitung informieren.

Der Lehrer muss in diesen Fällen die Schulleitung informieren, auch wenn er dem Schüler versprochen hat, über diese Dinge nicht zu reden!

Ein Beratungslehrer erfährt in einem Beratungsgespräch, dass der Schüler an Selbstmord denkt. Der Lehrer muss das Gespräch mit den Eltern suchen - insbesondere bei minderjährigen Kindern.

De facto gibt es daher keine echte Schweigepflicht im Gespräch mit dem Beratungslehrer. Der Beratungslehrer kann auch nicht versprechen, etwas zu verschweigen, weil er rechtliche Pflichten hat (Informationspflicht gegenüber Schulleitung und Eltern), die dem entgegenstehen.

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Fast alle Antworten hier sind leider falsch. Im Paragraph 203 StGB sind diverse Berufe, aber keine Lehrer enthalten, auch keine Vertrauenslehrer. Auch kann ein Lehrer keine psychischen Erkrankungen behandeln und wird hierfür nicht die Verantwortung übernehmen. 

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Ein Vertrauenslehrer darf niemandem etwas preisgeben , denn damit hätte er -wie du schon erwähnt hast- die Schweigepflicht missachtet. Er darf es nur deinen Eltern sagen , wenn du ihm sozusagen eine Erlaubnis dafür gibst.

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Es kommt darauf an. Wenn es um straftaten,missbrauche,suizidgedanken, und Gefährdung deines oder anderer wohlwohls ist, dann muss er das melden. Sonst nicht! Kannst ihn ja fragen ob er es dir (vor dem erzählen ) versprechen kann, niemanden zu erzählen.

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Er steht unter Schweigepflicht und darf darum niemand davon erzählen.

Diese erlischt jedoch, wenn du in Gefahr bist dich selbst zu gefährden. 

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Wenn der Lehrer Vertrauenslehrer ist dann hat er Schweigepflicht. :)

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