Wenn ich Gewerblich einkaufe?

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4 Antworten

Dafür brauchst du ein Gewerbe (Gewerbeanmeldung)

Natürlich brauchst du für das Finanzamt (und für dich) eine Buchführung über Ein- und Verkauf. Steuererklärungen und Umsatzsteuerklärungen musst du natürlich auch abgeben.

Einfach mal ein bisschen lesen und verstehen: https://www.fuer-gruender.de/wissen/existenzgruendung-planen/selbststaendig-machen/

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Was du vor hast ist eine ganz gewöhnliche gewerbliche Tätigkeit im An- und Verkauf.

So lange du alles korrekt anmeldest und dich an die Gesetze hälst, viel Spaß.

Deine Steuern hast du zu erklären (Umsatz-, Einkommen- und ggf. Gewerbesteuer).

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Rechtlich gesehen ist man als Unternehmer verpflichtet, über jeden Kauf, oder Verkauf Buch zu führen.

Wurden die Waren mit Umsatzsteuer erworben und ist man kein Kleinunternehmer, müssen sie auch mit UsSt verkauft werden. Wurden sie UsStfrei erworben, kann man sie auch so wieder verkaufen.

Als Kleinunternehmer darf/muss man ohne UsSt verkaufen.

Die durch den Verkauf gewonnene, oder verlorene UsSt muss an das für den Unternehmen zuständige Finanzamt entweder abgeführt werden, oder kann als Verlust verbucht werden. Jeder ungebuchte Kauf, oder Verkauf wäre nicht legal.

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Kommentar von Dirk-D. Hansmann
11.08.2016, 03:28

Korrektur: Ohne Umsatzsteuer gekauft, dass bedeutet in der Regel von privat. Das führt dann zur Differenzbesteuerung. Aber auch hier gibt es wieder Ausnahmen. Das kann so weit gehen, die Umsatzsteuer aus der Einnahme abführen zu müssen.

Beispiel: Plattenhändler kauft von privat Schallplatten und kommt den zusätzlichen Aufzeichnungspflichten nach. Dann rechnet er Verkaufspreis abzüglich Einkaufspreis = 119% Betrag also durch 1,19 teilen und mal 19% - Das ergibt die Umsatzsteuer.

Zur ust-freien Lieferung kommt es nur, wenn die Ware laut § 4 UStG steuerfrei gestellt ist.

Es gibt für die Praxis wohl keine Form der Umsatzbesteuerung die aufwendiger und schlimmer ist, als die Differenzbesteuerung. Bei gebrauchten Kfz geht es noch halbwegs. Aber schon beim Einbau von Neuteilen muss man aufpassen.

Kauft man Altteile und veräußert diese, sehr unangenehme Sache wenn man Karton-Ware kauft... Also ein Bastler kommt mit x Teilen im Karton und will dafür 10 Euro haben. Dann wird es noch einmal unangenehmer.

Dazu kommt, dass wer mit gebrauchten Dingen handelt nicht nur eine Gewerbeanmeldung benötigt, sondern eine Gewerbeerlaubnis. Verhinderung der Hehlerei ist da der Hintergrund.

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Es muss ein Gewerbe angemeldet werden bevor man sich mit dieser Thematik beschäftigt-

KaterKarlo2016

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Kommentar von Dirk-D. Hansmann
11.08.2016, 03:29

Man sollte schon vorher wissen worauf man sich einlässt. Wie soll man sonst eine Entscheidung treffen ob es sich auch lohnt?

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