Wenn ich etwas am auto mache, muss ich es beim Tüv melden?

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5 Antworten

Du musst alles melden bzw eintragen lassen was die ABE und die Sicherheit des Fahrzeugs tangiert. Dazu gehören Beleuchtung, Karosserieumbauten, fahrwerk, evtl Bereifung, auch das Lenkrad fällt darunter.

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Alle Änderungen, die du beschreibst, müssen "irgendwie legalisiert" werden.

Schau in die StVZO, alle Dinge, die den §22a betreffen müssen schon mal eine "Bauartgenehmigung" haben, darunter fallen z.B. lichttechnische einrichtungen, Scheiben und auch die Scheibenfolien, weil sie die Scheibe verändern. Diese Dinge müssen dann als Austauschteil ebenfalls bauartgenehmigt sein, also ein "Prüfzeichen" , heute fast ausschließlich mei "e"oder "E" beginnen tragen. Dann haben sie eine EG- oder ECE Genehmigung und du darfst sie verbaute, eine Abnahme durch TÜV / DEKRA / GTÜ ist nicht erforderlich

Dinge die den §19 Abs 2 betreffen, "Betrieberlaubnis erlischt, wenn sich die Fahrzeugart ändert, eine Gefährdung zu erwarten ist oder sich das Abgas oder Geräuschverhalten verschlechtert.

Dieses betrifft Dein Lenkrad, Fahrwerk, Spoiler, Auspuff, ander Räder, Sportluftfilter, Leistungssteigerung .... Diese Dinge benötigen eine BEtriebserlaubnis, das kann eine "Allgemeine Betriebserlaubnis" ABE sein, dann ist oft eine Abnahme durch TÜV / DEKRA / GTÜnicht erforderlich, aber dann muß man die auflagen der ABE genau einhalten, oft haben ABE aus eine Auflage, die die Änderungsabnahme fordert, spätestens wenn es sich um eine Mehrfachänderung handelt, die sich gegenseitig beeinflußt,(z.B. Tieferlegung und breitere Reifen) mußt Du zur Abnahme zum TÜV / DEKRA / GTÜ.

Im Zweifelsfalle immer dort fragen, denn die "Falle" in der ABE ist für einen Laien nicht immer erkennbar.

Teile die ein "Teielgutachten" als Prüfzeugnis haben, müssen immer durch TÜV / DEKRA abgenommen werden, Merke: "Es gibt KEINE Teilegutachten, ohne Änderungsabnahme".

Ob eine Berichtigung der Fahrzeugpapiere erforderlich ist, d.h. ob du mit dem Gutachten des TÜV / GTÜ / DEKRA noch zur Zulassungstelle mußt, und die Papiere berichtigt werden müssen steht in der Abnahmebescheinigung.

Wann das erfordlerich ist regelt der §13 der FZV.

Steht Dein Fahrzeug nicht im Verwendunsbeireich des Gutachtens, kann man unter bestimmten Voraussetzung auch die Erteilung einer Einzelbetriebserlaubnis oder einer Einzelbauartgenehmigung beantragen. Dazu benötigst Du dann eine "Begutachtung zur Erteilung einer Einzelbetriebserlaubnis nach §21 StVZO". Die Begutachtung muß dann bei der Organisation stattfinden, die in Deinem Bundesland zur "Technischen Prüfstelle" bestimmt ist. In den West-Bundesländern ist das immer einer der TÜV, in den Ost-Bundesländrn ist es ausschließlich DEKRA. Die andren Orgaisationen (GTÜ, KÜS, ....) dürfen das nicht. Dabei muß im Anschluß die erteilung der BEtriebserlaubnis bei der Zulassungsstelle (Strassenverkehrsamt) neu beantragt werden.

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Alle bauteile die zum Fahren und bewegen des Fahrzteuges  im einsatz sind müßen  nach der Stvzo   einer prüfung unterzogen sein..Hersteller müßen  die Serienteile nach  vorgaben der STVO  Prüfen , erproben und Beurteilen    Diese ergibt dann je nach Bauteil  des jeweiligen Herstellers  und dessen Freigabe entweder einen Prüfbericht  der entsprechende zulässigkeiten Ermöglicht  und unter welchen voraussetzungen diese erlaubt oder nicht erlaubt werden..

Die weitere möglichleit ist  die ABE die externen Zubehörherstellern  nach bauteilprüfungen  ermöglicht diese Bauteile zu fertigen  zu verkaufen und  zu  verbauen..  oder als Enddabnehmer zu nutzen.

Für alle sicherheitsrelevannten Bauteile im Innen und Ausenbereich sind entsprechende Prüfungen erfoirderlich und vorgeschrieben  wenns  auch noch so unverständlich  wirken mag..

Selbst Seitenscheiben  bzw deren Folien sind Sicherheitsrelevannt wenn zB das Bruchverhalten dieser Scheiben bei einem Unfall  so verändert werden das verletzungen  möglich sind oder verletzungsrisiken durch das geändrte bruchverhalten  ermöglicht oder gar verstärkt werden.-

 Bei Kunststoffen im Aussenbereich gelten Bruchteste  die nicht nur bei  hohen  Temperaturen  sondern auch bei  extremen Kältebelastungen ( je nach der klimatischen Situation wo diese Fahrzeuge Verkauft werden..) erforderlich sind um Schädigungen an dritten ( auch Fussgängern ) zu vermeiden oder zu mildern.

karosseriebleche müssen bestimmte Festigkeiten  und Formastabilitäten  sowie  bei Unfällen Verformungsfähigkeiten und ev. Verletzungsmildernde  Deformierungen aushalten und  sicherstellen das keine scharfen Kannten entstehen. .

ich hoffe diese beispiele reichen als erklärung deiner frage aus..

Joachim

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sachen die nicht sicherheits- oder verkehrsrelevant sind (radio + musikanlage, schaltknauf, handbremshebel oder leder, lackierung etc) müssen nicht eingetragen werden.

wenn bei einem teil eine abe (allgemeine betriebserlaubnis) dabei ist, muss dies auch nicht eingtragen werden (z.b. bei nem grill).

wenns nur n teile- oder festigkeitsgutachten is (felgen, fahrwerk etc). dann muss des beim tüv abgenommen und in den fahrzeugschein eingetragen werden.

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Kommentar von Rizilaus
30.10.2015, 09:04

Bei Chiptuning muss sogar eine ein gutachten vom Leisutngsprüfstand mitgebracht werden.

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Noch ein kleiner Nachtrag: Wenn im Lenkrad ein Airbag verbaut ist darf man selber gar nicht ran.

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