Wenn ich einen Wunsch habe, hilft es zu Gott zu beten?

26 Antworten

Hallo Gutefragenet55,

es kommt ganz darauf an, um welche Art Wunsch es geht. Wenn Du darum betest, Gott zu finden und ihn kennenzulernen, wird er dieses Gebet ganz bestimmt erhören und Dir einen Weg zeigen.

Andererseits gleicht Gott nicht einem Kellner, bei dem man nur mit dem Finger schnipsen muss und der dann gleich unsere Wünsche erfüllt. Daraus ergibt sich die Frage, was ich denn tun muss, damit Gott meine Gebete erhört.

Eine wichtige Voraussetzung geht aus folgendem Bibeltext hervor: "Das ist vortrefflich und annehmbar in den Augen Gottes, unseres Retters, dessen Wille es ist, dass alle Arten von Menschen gerettet werden und zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit kommen" (1. Timotheus 2:3,4). Wie dieser Text betont, möchte Gott, dass die Menschen zu "einer genauen Erkenntnis der Wahrheit" kommen.

Was ist diese "Wahrheit" und wo ist sie zu finden? Jesus Christus sagte einmal in einem Gebet zu Gott: "Heilige sie durch die Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit". Wenn die Bibel also von der "Erkenntnis der Wahrheit" spricht, dann meint sie damit ein genaues Verständnis des Wortes Gottes. Das erhält man jedoch nicht, wenn man nur gelegentlich in der Bibel liest.

Als im ersten Jahrhundert die damaligen Christen eifrig Gottes Wort verkündigten, stießen sie auf einige Bewohner der Stadt Beröa, denen die Bibel wichtig genug war, dass sie sich ernsthaft mit den Schriften befassten. Der Bericht sagt:"... sie nahmen das Wort mit der größten Bereitwilligkeit auf, indem sie täglich in den Schriften sorgfältig forschten, ob sich diese Dinge so verhielten" (Apostelgeschichte 17:11). Ja, diese Menschen übernahmen nicht einfach das, was ihnen damals gepredigt wurde, sondern sie setzten sich ernsthaft damit auseinander, indem sie in den Schriften regelrecht "forschten".

Wenn wir heute daher Gott und sein Wort wirklich verstehen wollen, dann müssen wir bereit sein, uns ausreichend damit zu beschäftigen. Das heißt nun nicht, dass man von morgens bis abends nicht anderes tun sollte, als in der Bibel zu lesen. Man benötigt nicht unbedingt viel Zeit dafür, es kommt eben nur darauf an, dass man es ernsthaft tut und mit seinem Herzen dabei ist. Außerdem braucht man dazu die Hilfe von denen, die sich mit der Bibel auskennen und die in der Lage sind, sie andere zu lehren.

Wenn man dann eines Tages so weit ist, ein enges persönliches Verhältnis zu Gott erlangt zu haben, dann kann man erwarten, dass alle berechtigten Wünsche, die mit seinem Willen übereinstimmen, auch erfüllt werden.

Jesus sagte einmal zu seinen Jüngern über die Erhörung von Gebeten folgendes: "Bittet fortwährend, und es wird euch gegeben werden; sucht unablässig, und ihr werdet finden; klopft immer wieder an, und es wird euch geöffnet werden. Denn jeder, der bittet, empfängt, und jeder, der sucht, findet, und jedem, der anklopft, wird geöffnet werden. In der Tat, wer ist der Mensch unter euch, den sein Sohn um Brot bittet — er wird ihm doch nicht etwa einen Stein reichen?  Oder vielleicht wird er um einen Fisch bitten — er wird ihm doch nicht etwa eine Schlange reichen?  Darum, wenn ihr, obwohl ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird euer Vater, der in den Himmeln ist, denen gute Dinge geben, die ihn bitten? (Matthäus 7:7-11). Ist das nicht ein sehr schönes Versprechen, was uns Jesus hier gibt?

Ist Dir in dem Text aufgefallen, dass Jesus hier Gott mit einem Vater vergleicht? Wenn wir also zu Gott eine so enge Beziehung aufgebaut haben, dass wir zu ihm in einer Art Vater-Kind-Verhältnis stehen, dann können wir erwarten, dass Gott auf unsere Bitten eingeht. Dann dürfen wir uns auch frei fühlen, Gott alles zu sagen, einschließlich unserer persönlicher Wünsche. Dass dies so funktioniert, habe ich selbst schon viele Male erlebt.

LG Philipp

Bei mir hat es manchmal geholfen. Es hing aber auch immer davon ab, wie sehr ich Gottes Gebot geachtet habe und wie sinnvoll ein Wunsch war.

Zu den Fragen:

  1. Es hilft auf jeden Fall. Zwar werden Wünsche nicht immer erfüllt, dennoch macht es Sinn, dass das Geschöpf seinen Schöpfer mit ins Boot holt.
  2. Ja, es hat bei mir funktioniert, wenn ich mich selbst sehr arg angestrengt habe. Dann gab es sehr viele sehr glückliche Umstände. Irgendwann hat das aber aufgehört. Es war nur eine Zeit, in welcher ich mich durch das Leben getragen gefühlt habe.

Aber wichtig: Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott. Also: Solange Du Dich nicht anstrengst, kommt vermutlich gar nichts oder sehr wenig. Wenn Du charakterlich stark bist und Dich extrem anstrengst, nach Deinem Gewissen zu leben, hast Du eine gute Grundlage, dass Dein Leben gut weitergeht.

Ich sehe es auch so, dass es auf den Wunsch ankommt. 

Entsprechend der christlichen Lehre gibt es zwei Dinge, die in deren Kern stehen. Zum Einen die Nächstenliebe und zum Anderen die Entscheidungsfreiheit aller Wesen. 

Ein Gebet kann zumindest nicht schaden, aber ob es hilft, hängt davon ab, wie sehr man glaubt und worum man bittet. 

Warum lässt Gott Naturkatastrophen zu und jetzt Achtung, wofür der Mensch NICHTS kann?

Warum lässt Gott z.B zu, dass es Erdbeben gibt, oder im dem Weltall kosmische Strahlung einen Menschen sofort auslöschen könnte? Ich meine ein 10 KM Asteroid könnte die ganze Menschheit auslöschen, eine super Nova könnte die Erde komplett verbrennen etc.

Und an alle Gläubigen die sagen: die Szenarien kommen sowieso nicht, dann setzt euch mal ordentlich mit Astrophysik auseinander, die Wahrscheinlichkeit ist garnicht gering!

Unsere Dinosaurier hat's zum Beispiel getroffen, ist euer Gott vielleicht doch kein "Eingreifer" der alles bewusst steuert, sondern nur (angenommen einen Gott gibt es), Zuschauer ist? Aber das wäre doch auch vollkommen sinnlos und zu alledem wäre dann dieser Gott extrem gewalttätig, in der Bibel wird dieser Gott als die Liebe beschrieben, warum sollte dieser Gott liebe sein, wenn er mit seiner angeblichen Schöpfung spielt?

Jetzt mal ehrlich das Universum ist riesig, warum sollte einen Gott interessieren, was mit der Erde ist , bzw mit den Lebewesen darauf ?? Das ist ungefähr so wie ein Stein im Sand aller Strände auf der Welt. Ein Stein ist die Erde.

Angenommen so eine Naturgewalt würde uns treffen und kein Gott würde eingreifen!!! Was wäre dann der letzte Gedanke eines Gläubigen, der darauf gehofft hat, dass der Herr eingreifen würde, aber es nicht getan hat, sodass die Erde und das Leben darauf komplett vernichtet wird?

Da hilft auch kein beten mehr, sondern einfach Akzeptanz.

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