Wenn ich 2016 Geld 'verschenke' , kann ich dann 2017 Alg2 beantragen, oder wird das ermittelt?

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11 Antworten

Zum Vermögen gehören auch Rückforderungs- und Rückübertragungsansprüche nach § 528 BGB.

Nach dieser Vorschrift kann der Schenker die Herausgabe des
Geschenks nach den Vorschriften über die Herausgabe einer
ungerechtfertigten Bereicherung zurückfordern, soweit der Schenker nach
der Vollziehung der Schenkung außerstande ist, seinen angemessenen
Unterhalt zu bestreiten.

Gem. § § 33 SGB II kann das Jobcenter verlangen, daß die Schenkung rückgängig gemacht werden muß und zwar grundsätzlich bis zu 10 Jahren zurück.

Die geschenkte Sache muss noch existieren und z. B. bei Geldbeträgen darf keine "Entreicherung" (§ 818 BGB) stattgefunden haben. Der Beschenkte muss also in der Lage sein, auch tatsächlich etwas zurückzugeben.

Angesehen davon sind bei einer Schenkung auch die Vorschriften über die Schenkungsteuer zu beachten...

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Wenn es sich um ein paar tausend Euro handelt, die mit einmal von deinem Konto fehlen wirst du dich eventuell bei einer Kontoprüfung dafür rechtfertigen müssen, das kann soweit gehen, das du die Schenkung zurückverlangen mußt.

Kleinstgeschenke sind irrelevant

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Kommentar von Bleihorn
17.08.2016, 13:31

Schenkung zurückverlangen? Hat der Beschenkte kein Recht auf Besitz mehr heutzutage?

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Das kommt auf den Sachbearbeiter an. Der kann für mehrere zurückliegende Jahre Belege von dir einfordern. Schenkungen können in solchen Fällen auch rückgängig gemacht werden. Schön, wenn der Beschenkte dann schon das Geld ausgegeben hat und so finanzielle Probleme bekommt.

Wenn dann noch davon auszugehen ist, dass Du zum Zeitpunkt der Schenkung davon ausgehen konntest, dass Du mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit ALG2 beantragen wirst, kann das auch Konsequenzen für dich bedeuten.

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Wenn du Geld zum Verschenken hast, dann brauchst du auch kein ALG!

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Gelder, die Sie vor dem Antrag besitzen können Sie bis zu einer gewissen Höhe behalten. Es gilt ein Vermögensfreibetrag von 150 Euro pro vollendetem Lebensjahr, oder so. Stichwort: Grundfreibetrag - Freigrenze.

Bei Antrag kann es sein, das Sie Ihre Kontoauszüge vorlegen müssen. 

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Wenn du durch Schenkungen Geld vor dem Staat in Sicherheit bringen willst, und dich danach als Bedürftiger in das soziale Netz des gleichen Staates begeben möchtest, dann bist du für mich ein Sozialschmarotzer erster Güte.

Ja, Schenkungen werden untersucht und gegebenenfalls rückabgewickelt. Das ist wie bei (Privat-) Insolvenzen. Und womit? Mit Recht.

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Kommentar von monetensig
17.08.2016, 13:58

Unsere Tochter ist lernbehindert und findet leider keine Arbeit . Nächstes Jahr wird sie 25, fällt aus unserer Bedarfsgemeinschaft raus. Da wir für sie ,auf ihren Namen Geld angelegt haben, für längere Zeit, fällt ihr das beim Alg2 auf die Füße.Eine Auflösung des Depots bringt Verluste.Diesen Hintergrund hätte ich wohl gleich erklären sollen.

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Falls Sie noch Geld verschenken möchten. Dann gern auf mein Konto, wäre über jeden Betrag froh. Kontodaten per PN. Alles gute an ihre Familie!


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Du kannst doch ruhig Geld verschenken. Denn woher solltest du wissen, dass du ein Jahr später arbeitslos werden würdest? Nur wäre es ratsam, dass das Geld dann auch auf einem Konto einer anderen Person landet. Eventuell stehst du in der Beweispflicht.

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 die letzen 10 Jahre rückwirkend darf das Jobcenter im Zweifelsfall die Kontoauszüge einsehen.

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da wird nichts ermittelt. wenn du einen antrag stellst, dann wird in der regel verlangt die kontoauszüge der letzten drei monate vorzulegen.

mehr ist es nicht.

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