Wenn Gott doch gewusst hat für wie viel Leid der Mensch sorgen wird, warum hat er ihn dann erschaffen ?

21 Antworten

Wenn Gott doch gewusst hat für wie viel Leid der Mensch sorgen wird, warum hat er ihn dann erschaffen ?

Wenn es Gott gibt, woran ich glaube, und wenn Gott allwissend ist, woran ich ebenfalls glaube, dann sind die Gebote und die spätere Lehre Jesu ein eindeutiges Zeichen dafür, dass Gott in seiner Allwissenheit nicht nur das Leid kennt, das Menschen verursachen würden, sondern auch das Menschen sowohl das Potential haben, positive wie negative Entscheidungen zu treffen, entsprechend zu handeln und sich entsprechend zu entwickeln.

Doch auch unabhängig vom Glauben an einen Gott ist mit Hilfe entsprechender Vorbilder eine entsprechend sowohl positive als auch negative Entwicklung möglich. Es kommt, unabhängig von einem Glauben an einen oder mehrere Götter immer auf die jeweilige Person selbst an, wie sie ihr Leben lebt und sich dabei auf ihr Umfeld auswirkt. Niemand außer die jeweilige Person selbst, ist für die jeweils eigenen Entscheidungen verantwortlich - und schon gar kein Gott. Dies ist im Kleinen, bei einer einzelnen Person ebenso, wie im Großen, wie die Menschen in der Gesamtheit miteinander und ihrer Umwelt umgehen. Es liegt an jedem Einzelnen und den Entscheidungen von jedem Einzelnen und jede einzelne Person ist allein für ihre eigenen Entscheidungen verantwortlich, aber mit Sicherheit kein Gott, egal was für Eigenschaften dieser haben mag, sofern er überhaupt existiert.

Und am stärksten belustigend finde ich immer, dass, wenn die Frage kommt, wieso Gott dies und jenes zulässt, solche Fragen zumeist von Atheisten kommen. Dann kann ich nur sagen: "Entscheide dich!" Entweder glaubst du an Gott und siehst die Vorteile am Glauben an Gott oder du glaubst nicht an Gott und kannst einem Wesen, an das du ohnehin nicht glaubst, auch nichts vorwerfen, denn es wäre unsinnig, einer Vorstellung, die nicht existiert, etwas vorzuwerfen.

Er wollte Kinder (1.Mose 1,26; Jes.45,22),

denen er Seine Herrlichkeit weitergeben konnte (Offb.21,1-5).

Der ehemalige Erzengel Luzifer wollte das nicht (Jes.14,12)

und war "sauer" (1.Mose ,1-7).

Der Mensch entschied sich dann für das Leid (1.Mose 2,16-17).

Der "Gott dieser Welt" (Offb.12,9), der für dieses zuständig ist,

wird jedoch in Bälde für 1000 Jahre entsorgt (Offb.20,2).

Woher ich das weiß:Recherche

Diese Frage kann im Endeffekt nur Gott allein beantworten.

Bestimmt hatte Gott Freude an seiner Schöpfung und wollte, dass sich andere mit Ihm über das freuen und staunen können, was Er erschaffen hat. Neben den Engeln hat Er noch uns Menschen als Wesen erschaffen, die einen freien Willen haben und sich deshalb aufgrund einer freien Wahl für oder gegen Ihn entscheiden können.

Auf dieser Grundlage kann echte und wahre Liebe und Beziehung von Gott zu seinen Geschöpfen entstehen. Ansonsten hätte Gott auch Roboter erschaffen können, die Ihn aufgrund ihrer Programmierung lieben müssen. Aber das hätte dann mit wirklicher Liebe nichts zu tun.

Wenn man Ihre Frage ernst nimmt und beantworten wollte, so müsste doch auch das tägliche Glück, die gelebte Liebe, die praktizierte Güte gemessen und gegenübergestellt werden, um zu einer überzeugenden Aussage zu kommen.

Leid hat eine ganz entscheidende Funktion im Leben, es ist die Aufforderung umzukehren, es ist der ganz entschiedene Hinweis, dass man falsch unterwegs ist und einen völlig neuen Ansatz wählen muss. Wenn man Leid so versteht und handhabt, enthält es einen ganz wichtigen Beitrag dazu glücklich werden zu können. Wenn man sich in dieser Handhabung etwas übt, braucht man gar nicht erst Leid zu erzeugen, sondern die Abwägung der verschiedenen Möglichkeiten lässt einen schon erspüren, welcher Weg Leid und welcher Glück produziert. Dabei findet man dann auch ganz schnell heraus, dass jeder Mangel an Liebe zu Leid führt. Im Gegensatz dazu bewirken Verständnis und Mitgefühl unvermeidbar positive Wirkungen.

Hallo Dermeteor,

warum sollte Gott einen Fehler bei der Schöpfung gemacht haben? Im Schöpfungsbericht heißt es, nachdem Gott alles, einschließlich des Menschen, erschaffen hatte: "Danach sah Gott, dass alles, was er gemacht hatte, sehr gut war" (1. Mose 1:31). Wenn also Gott selbst seiner gesamten Schöpfung das Prädikat "sehr gut" verlieh, dann muss es perfekt gewesen sein und damit frei von jeglichen Fehlern. Wie aber kam es dann zur Fehlerhaftigkeit?

Nun, der Mensch ist nicht wie eine Maschine, die nach einem bestimmten vorgegebenen Programm abläuft. Gott gab dem Menschen etwas ganz Besonderes: den freien Willen! Der freier Wille der ersten Menschen wäre aber nicht wirklich frei gewesen, wenn sie nicht die Möglichkeit gehabt hätten, sich auch gegen Gott zu entscheiden.

Dass die beiden nicht bereit waren, auf Gott zu hören, war also nicht auf eine bereits bestehende Unzulänglichkeit zurückzuführen, sondern auf ihre ganz bewusste Entscheidung gegen Gott! Dadurch verloren sie sowohl ihre körperliche, als auch ihre emotionale und geistige Vollkommenheit.

Es gibt also keinen Grund, Gott einen Fehler vorzuwerfen. Der lag einzig und allein beim Menschen selbst!

LG Philipp

Der freier Wille der ersten Menschen wäre aber nicht wirklich frei gewesen, wenn sie nicht die Möglichkeit gehabt hätten, sich auch gegen Gott zu entscheiden.

Der "freie Wille" der ersten Menschen wäre auch nicht wirklich frei gewesen, wenn diese Gutes vom Bösen nicht hätten unterscheiden können. Wie war es mit Adam und Eva? Diese hatten laut Bibel von Jahweh nicht die Fähigkeit bekommen, Richtig und Falsch zu unterscheiden. Sie waren laut Bibel nicht mehr als sprechende Affen. Nicht wirklich frei und leicht zu verführen, denn sie konnten nicht verstehen, dass das, was ihnen die Schlange eingeflüstert hat, schlecht, falsch oder böse war. Jahweh, der angebliche Schöpfer, hätte davon wissen müssen. Und er wusste es auch. Sonst hätte er den Menschen nicht verboten, vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse zu essen. Der Sündenfall war Teil seines Planes und damit nicht Schuld der Menschen, das geht deutlich aus der Bibel hervor.

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@Fruchtvampir
Der "freie Wille" der ersten Menschen wäre auch nicht wirklich frei gewesen, wenn diese Gutes vom Bösen nicht hätten unterscheiden können.

Der Mensch konnte von Anfang an zwischen gut und böse unterscheiden! Zum Beispiel wussten Adam und Eva ganz genau, dass es richtig war, ihrem Schöpfer zu gehorchen, statt gegen ihn zu rebellieren.

Wie war es mit Adam und Eva? Diese hatten laut Bibel von Jahweh nicht die Fähigkeit bekommen, Richtig und Falsch zu unterscheiden. Sie waren laut Bibel nicht mehr als sprechende Affen.

Wie kommst Du zu dieser Behauptung? Zum einen war der Mensch im "Bild Gottes" erschaffen worden und stand somit weit über den Tieren und zum anderen hatte er ein vollkommenes Gewissen, das ihm half Recht von Unrecht zu unterscheiden.

Jahweh, der angebliche Schöpfer, hätte davon wissen müssen.

Heißt das, dass Du an der Existenz Gottes zweifelst? Falls ja, dann kannst Du mit dem Schöpfungsbericht der Bibel vermutlich wenig anfangen. Dann frage ich mich allerdings, warum Du eine Diskussion darüber beginnst.

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@Philipp59
Der Mensch konnte von Anfang an zwischen gut und böse unterscheiden!

Nein, das konnte er nicht. Das Erlangen dieser Fähigkeit war der Sündenfall, als sie vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse aßen. Erst da sprach Jahwe: ,,Seht, der Mensch ist geworden wie wir und erkennt Gut und Böse" (Gen 3,22) Nach diesem Sündenfall wurden sie aus dem Garten Eden verbannt.

Wie kommst Du zu dieser Behauptung?

Das habe ich dir erklärt. Wer nicht zwischen Gut und Böse unterscheiden kann, ist wie jedes andere Tier, die davon kein Verständnis haben. Mit dem Unterschied, dass der Mensch sprechen kann.

Heißt das, dass Du an der Existenz Gottes zweifelst?

Nein.

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@Fruchtvampir
Nein, das konnte er nicht. Das Erlangen dieser Fähigkeit war der Sündenfall, als sie vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse aßen. Erst da sprach Jahwe: ,,Seht, der Mensch ist geworden wie wir und erkennt Gut und Böse" (Gen 3,22) Nach diesem Sündenfall wurden sie aus dem Garten Eden verbannt.

Das kann man aus dem zitierten Text leicht schlussfolgern. Doch wie schon gesagt, war der Mensch "im Bilde Gottes" erschaffen worden, wozu natürlich auch die Fähigkeit zählt, Recht von Unrecht sowie gut von böse zu unterscheiden. Außerdem wäre es von Gott ungerecht gewesen, wenn er die Menschen für etwas bestraft hätte, dass sie gar nicht als böse hätten erkennen können! Was ist also in dem Text wirklich gemeint?

Offenbar erkannten Adam und Eva, was gut und was böse war, in dem besonderen Sinn, dass sie nun für sich selbst entschieden, was gut und was böse war. Sie machten sich in gewisser Weise selbst zu Göttern, indem sie ihre eigene Entscheidung über Gottes Entscheidung stellten und für sich selbst das Gesetz festlegten, statt dass sie Gott gehorchten, der sowohl das Recht als auch die nötige Weisheit hat, zu entscheiden, was gut und was böse ist. Ihre eigene Erkenntnis oder ihr unabhängiger Maßstab in bezug auf das, was gut und böse ist, war nicht mit Gottes Erkenntnis und Maßstab identisch.

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