Wenn Gott alles erschuf, wer hat dann Gott erschaffen?

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28 Antworten

Diese Frage ist Basis eines infiniten Regresses. Wer hat Gott geschaffen? Wer hat den geschaffen der Gott erschaffen hat? Wer den wiederum erschaffen? Etc.

Seltsamerweise möchten manche Gläubige damit selber einen infiniten Regress auflösen, nämlichen den von einigen Wissenschaftlern vertretenen Möglichkeit beliebig und spontan auftretener Universen ohne durch einen Schoepfer geführten Prozess in unendlichen vielen Spielarten.

Leider ist es so, dass diese Gläubigen selber einen infiniten Regress formulieren aber versuchen durch die völlig irrationale und beliebige Behauptung, dass der Schöpfer keinen Schöpfer braucht, diesen aufzulösen.

Neben dem, dass die Frage nach einer schöpferischen Entität keinen Sinn macht, ist die Behauptung, dass der Schöpfer keinen Schöpfer braucht auch noch eine völlig irrationale Behauptung.

Die Frage macht aber generell keinen Sinn. Denn man sollte ersteinmal belegen, dass es Gott, eh man nach dessen Schöpfer fragt. Und dafür gibt es schon keine Belege.

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Tja, das ist DIE Frage schlechthin, oder?

Ich kann als Jesus-Anhänger nun natürlich die Bibel zitieren: "Gott ist der, der immer schon war, ist und immer sein wird". Das verstehe ich aber nicht. Ehrlich. Wie soll man das fassen? Gott ist IMMER gleich. Und WAR auch schon immer gleich. Und WIRD auch immer gleich sein, auch nach 1 Mio. Menschengenerationen... falls es uns dann überhaupt noch gibt.

Also schauen wir uns das ganze "neutraler" an und lassen wir Gott mal kurz aus dem Spiel. Ganz kühl jetzt. Nehmen wir an, es gab Evolution aus einer einzigen Zelle. Nehmen wir an, vorher gab es Abiogenese von der Ursuppe bis zur ersten Zelle.

Nehmen wir weiter an, davor entstand die Erde aus einer Supernova. Nehmen wir an, davo gab es eine Singularität/einen Urknall. Was war denn nun davor? Und davor? Und davor?

Ich komme als Mensch nicht mit Begriffen wie Unendlichkeit klar. Das merkt man schon in der Mathematik. Unendlich / 2  ist was? Na? Na immer noch unendlich! What the??? Eine 0 mit unendlichen vielen 9 nach dem Komma IST GLEICH 1! What the??? Schon das verstehen wir nicht richtig, wenn wir mal ehrlich sind. Klar, wir können damit rechnen und die "Unendlichs" gegeneinander kürzen. Aber darüber nachdenken sollten wir besser nicht :-)

Warum gibt es das Universum? Wozu soll das gut sein? An dieser Frage kannst du verrückt werden :-)

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Kommentar von NoNst0p
08.08.2017, 13:33

Die Evolution ist schon lange keine Hypothese mehr, sondern ein bewiesener Fakt.

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Der Begriff Gott ist vor allem Bezeichnung für die absolut erste Ursache:

Für eine Ursache, von dem der Mensch denkt, sie müsse existieren, da er sich nicht vorstellen kann, dass etwas von selbst entstand oder schon immer existiert hat.

Lies https://www.gutefrage.net/frage/sind-wir-menschen-die-einzige-technisch-fortschrittliche-zivilisation-im-universum#answer-254187852 .

Mit anderen Worten:

Der Mensch hat Gott zu einem Teil seiner Realität gemacht, da er sie sonst als unvollständig sähe ( http://greiterweb.de/zfo/Realismus.htm#msgnr0-35 ) und wir unsere Realität als Ersatz für die uns unbekannte Wirklichkeit brauchen..

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Wenn Gott alles erschuf, wer hat dann Gott erschaffen?

Und wer hat dann den erschaffen, der Gott erschaffen hat, und so weiter? Ganz wie Harald Lesch in einem Video gesagt hat, kann man die Frage "und was war davor?" immer wiederholen und man wird doch nie zu einem wirklichen Anfang gelangen, sondern lediglich zu einem, wo es keine Antworten mehr gibt, weil man keine Grundlagen dafür finden kann. In Bezug auf Gott kann man auf wissenschaftlichem Wege schon bei dem Zusammenhang zwischen Schöpfung und Gott keine Grundlage finden, weil weder die Existenz noch die Nichtexistenz Gottes bewiesen werden kann.

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NoNst0p,

das ist eine oft gestellte Frage! Doch es gibt auch eine Antwort darauf. Die Bibel trifft eine bedeutende Aussage über Gottes Existenz: "Ehe selbst die Berge geboren wurden oder du darangingst, wie mit Geburtswehen die Erde und das ertragfähige Land hervorzubringen, ja von unabsehbarer Zeit bis auf unabsehbare Zeit bist du Gott" (Psalm 90:2). Der hier gebrauchte Begriff "unabsehbare Zeit" hat auch die Bedeutung von "Ewigkeit". Gemäß der Bibel ist es also richtig zu sagen, dass Gott schon immer existiert hat.

Viele halten diese Aussage für unvernünftig und unglaubhaft. Es stimmt, unser Verstand kann einfach nicht erfassen, wie es möglich sein soll, dass Gott schon immer dagewesen ist. Wäre das jedoch wirklich ein Grund, es abzulehnen? Es gibt schließlich vieles andere in unserer Welt, das wir auch nicht völlig begreifen können, von dessen Existenz wir dennoch überzeugt sind. Denke nur einmal an die Zeit. Wer kann sich vorstellen, dass es Zeit schon immer gegeben hat und auch in der Zukunft kein Ende hat? Dennoch lehnen wir den Zeitbegriff nicht deswegen ab, weil wir nicht alle damit verbundenen Gesichtspunkte völlig verstehen können.

Ebenfalls nicht begreifbar für uns ist die Größe des Universums. Astronomen finden keinen Anfang und kein Ende und je weiter sie in den Weltraum vordringen, desto mehr entdecken sie. Viele sind daher von der Endlosigkeit des Universums überzeugt, obwohl die menschliche Vorstellungskraft nicht ausreicht, das wirklich voll und ganz zu begreifen. Lehnen wir aber diese Vorstellung deswegen ab?

Es gibt auch viele Dinge auf unserer Erde, die uns Rätsel aufgeben. Wir begreifen z.B. noch nicht einmal, was das Leben eigentlich ist oder alle Aspekte der Funktionsweise des menschlichen Gehirns, um nur zwei Beispiele zu nennen. Dennoch sind wir bereit, entsprechende Tatsachen anzuerkennen.

Der Forschergeist des Menschen scheint zwar keine Grenzen zu kennen, doch sollte man den menschlichen Verstand auch nicht als das Maß aller Dinge ansehen. Es mag sein, dass wir bestimmte Dinge niemals vollständig verstehen werden, egal wie lange wir forschen oder darüber nachdenken. Die Bibel sagt z.B., dass der Mensch "das Werk nie herausfinde, das der [wahre] Gott gemacht hat vom Anfang bis zum Ende" (Prediger 3:11). Das mag vielleicht ein wenig frustrierend klingen, doch erinnert dieser Text die Menschen daran, dass sie gewissen Grenzen unterworfen sind. Nichts desto trotz wird es in alle Ewigkeit immer wieder Neues zu entdecken und erforschen geben.

Wenn wir also schon in unserer materiellen Welt auf vieles stoßen, das den menschlichen Verstand übersteigt, können wir dann erwarten, von einem Gott, der das unermessliche Weltall und die unzähligen Formen des Lebens ins Dasein gebracht hat, alles zu wissen und zu begreifen?

LG Philipp

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Gott ist kein materielles Wesen, sondern ein energetisches Wesen mit Bewusstsein und Bewusstheit, ist ein Geistwesen...

Befasse Dich mal mit 'Energie': Weder zerstörbar, noch erschaffen, sondern immer schon präsent und existent.

Energie gibt es in unterschiedlichen Formen und Wandlungen - alles ist Energie - in allem ist Energie, in allem wirkt Gott mit seiner Energie...

Energie hat keinen Erschaffer. Wie Du siehst: Nicht alles hat einen Erschaffer...

Gruß Fantho

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Ihre Frage lässt sich mit einigen

logischen Schritten beantworten. Vor der Schöpfung war nur G-tt. Sonst

nichts. Wenn wir sagen, G-tt sei der Schöpfer, meinen wir nicht nur, dass er

feste Gegenstände wie Planeten, Bäume und Erdferkel erschaffen hat. Wir

meinen damit, dass er alles erschaffen hat. Alles, was Sie sich vorstellen

können, jede einzelne Existenz auf jeder Ebene und in jeder Dimension war

einst nicht, und G-tt erschuf sie.

Das heißt, dass G-tt sogar Ideen erschuf. Er erschuf nicht nur das konkrete

Universum aus Gasen, festen Körpern und Flüssigkeiten; er erschuf auch alle

abstrakten Wirklichkeiten wie Liebe, Güte, Sinn und Logik. Diese Ideen

existierten nicht, bevor er sie erschuf.

Eine Idee, die G-tt einführte, ist die Idee der Schöpfung. Von G-tt kommt

die Idee, dass man etwas aus nichts machen kann. Die Idee, dass etwas einen

Anfang hat, einen Punkt, an dem es zu existieren begann, stammt ebenfalls

von G-tt. Diese Idee gab es vorher nicht. So wie es keine Bäume gab, ehe

G-tt den ersten Baum erschuf so gab es auch keinen Anfang, ehe G-tt den

ersten Anfang erschuf.

Ihre Frage beruht also auf einer falschen Voraussetzung. Sie können nicht

fragen: "Wer erschuf G-tt?", weil bereits die Idee einer Schöpfung G-ttes

Idee war. So etwas wie eine Schöpfung gab es nicht, bevor G-tt sie erschuf.

Der Erste, der eine Karikatur zeichnete, war natürlich selbst keine

Karikatur, und so ist auch G-tt, der die Idee der Schöpfung erschuf, selbst

kein Geschöpf. G-tt, der Schöpfer, ändert sich nie. Er ist immer der

gleiche, er war immer und wird immer sein. Menschen, geschaffene Wesen,

bleiben nicht gleich. Wir waren einst nicht: wir wurden geschaffen, und wir

werden eines Tages nicht mehr sein. Darum sind Menschen etwas Besonderes.

Weil Geschöpfe wie Sie und ich die Macht haben, sich zu ändern. Es ist also

ein Geschenk, Mensch zu sein.

Quelle / Kopie von: http://www.hagalil.com/judentum/feiertage/hanukah/gott.htm

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Kommentar von Milijan1515
08.08.2017, 01:37

Gut erklärt!

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Kommentar von Midnight1999
08.08.2017, 09:52

Das ist die erste plausible Antwort, die ich auf die Frage höre.

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Diese Frage ist unzulässig bzw. unsinnig. Sie bezieht sich auf den metaphysischen Bereich, in dem die dem rationalen Denken geläufigen Vorgänge, wie Anfang, Ende, Zeugung, Erschaffen von etwas, Ursache, Wirkung, nicht gelten. Die Ratio kann zu den metaphysischen Phänomenen wie Gott, Ewigkeit, Unsterblichkeit der Seele nichts aussagen. Wenn sie darüber doch etwas aussagt, spricht sie von den Dingen, die zu unserer Welt gehören und für die sie allein zuständig ist.

Nebenbei bemerkt: In der christlichen Religion wird oft darüber gestritten, ob Jesus Gottes Sohn war oder selbst Gott. Die Begriffe "Vater", "Sohn" sind rein irdische, von der Ratio also erfassbare Begriffe. Sie gelten deshalb nicht für das Übersinnliche, Metaphysische. Man darf also die Bezeichnungen "Vater" und "Sohn" in der Bibel nicht wörtlich nehmen.


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Nicht Gott hat den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen, sondern die Menschen haben Gott nach ihrem Ebenbild geschaffen.

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M. E. hat Gott die Zeit, den Raum und die Materie überhaupt erst erschaffen. Deshalb brauchte Er keinen Schöpfer, da Er für ewig und immer existiert (was für unseren begrenzten Verstand nicht so einfach vorstellbar ist).

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Kommentar von NoNst0p
08.08.2017, 13:23

Aber warum kann man dann nicht einfach sagen dass das Universum schon immer existiert hat.

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Ich würde mal sagen, dass nach dem Glauben, Gott als Schöpfer von allem schon vor der Schöpfung da gewesen sein muss. Er selbst dürfte nicht als Geschöpf zählen, welches erschaffen werden kann. Stattdessen hat er wohl erst die Idee des Schaffens erfunden.

PS.: Deine Frage wurde schon einmal gestellt (https://www.gutefrage.net/frage/werwas-erschuf-gott). Bitte benutze doch in Zukunft zuerst die Suche (sei es die von GF oder von Google), bevor du neue Fragen einstellst.

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dafür reicht menschliches denken nicht aus.

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1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. (1. Mose 1.1) (Johannes 17.5) (1. Johannes 1.1-2) (Offenbarung 19.13)

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Kommentar von Gearloose
08.08.2017, 10:16

Na also, da habt ihr´s schriftlich.

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ES - "Gott" - wurde nicht und niemals erschaffen.

ES ist unendlich-ALL-gegenwärtig-ES (ohne Anfang / ohne Ende).

ES erschuf - aus seiner Einzigkeit heraus - die dualitäre Existenz.

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Für uns Menschen nahezu unbegreiflich, aber Er existiert "Ewig" , das heißt, Er hat kein Anfang und kein Ende (Ps.102,26-28).

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Gott erschuf garnichts, Gott ist eine Energie die den Urknall und alles was die Wissenschaftler herausgefunden haben so passieren lassen hat.

Gott ist Physik und chemie

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Der war schon da 

Glaubst du wenn du religös bist, sonst klingt das für dich jz unlogisch:)

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Kommentar von NoNst0p
08.08.2017, 01:14

Das Universum muss erschaffen worden sein aber Gott muss es nicht, diese kognitive dissonanz Logik ist manchmal echt zum totlachen.

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Gott war schon da. Ich finde das nicht unlogisch. Wenn Du nicht an Gott glaubst, dann musst Du (soweit ich weiß) auch davon ausgehen, dass irgendwann bereits etwas vorhanden war.

Ich bin Christ. Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott gibt, dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen.

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Kommentar von oopexpert
08.08.2017, 07:39

"Gott war schon da. ich finde das nicht unlogisch." Es ist auch nicht unlogisch. Aber daran zu glauben ist unlogisch. "Wenn du nicht an Gott glaubst, dann musst du auch davon ausgehen, dass irgendwann bereits etwas vorhanden war." Das stimmt nicht. Wenn wir bzgl. des Erkenntnisshorizonts ab einem gewissen Zeitpunkt in der Vergangenheit geblockt sind, heisst die Antwort: Wir wissen es nicht. Alle wissenschaftlichen Modelle, die ein "davor" postulieren, sind nur Hypothesen, die aber eines gemeinsam haben: Sie sind Erklärungsmodelle, die ohne Magie auskommen, sondern nahtlos von dem was wir nicht wissen zu dem was wir wissen übergehen.

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Unser Gott ist ein ewiger Gott (Jes.45,22), nicht zu verwechseln mit dem "Gott dieser Welt" (Offb.12,9), der die ganze Welt verführt (Offb.17,1-14).

Aber dieser wird in Bälde gebunden (Offb.20,2).

Unser "ewiger Gott" hat keinen Anfang und kein Ende (Offb.21,6).



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Keiner. Seine Existenz ist obligatorisch. Er ist der aus sich selbst herausbeständige und ewiglebendige. Das ist genauso als wenn du fragen würdest: Kann ein Dreieck Viereckig sein? 

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