Wenn es viele Religionen gibt, und die meisten sich gegenseitig widersprechen, ist es dann nicht unwahrscheinlich, dass eine bestimmte Religion recht hat?

22 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn es viele Religionen gibt, und die meisten sich gegenseitig widersprechen, ist es dann nicht unwahrscheinlich, dass eine bestimmte Religion recht hat?

A: Nehmen wir mal an, wir haben 1000 Religionen hier auf dem Planeten, was auch gut hinkommen könnte. Alle widersprechen sie sich gegenseitig.

Es gibt also nur zwei Möglichkeiten, alles andere ist unlogisch:

Entweder genau nur EINE Religion ist wahr oder alle Religionen sind falsch.

Die statistisch-mathematische Wahrscheinlichkeit genau diese wahre Religion zu haben, liegt bei genau 0,1%, also unter 1%. Das ist relativ gering.

Also noch mal zu deiner Frage -> Ja, es ist unwahrscheinlich, dass eine bestimmte Religion recht hat.

Hallo Kenfmistsuper,

es ist durchaus möglich herauszufinden, welches die wahre Religion ist, wenn man sich mit dem geoffenbarten Wort Gottes, der Bibel, eingehend beschäftigt. Dort erfährt man viel von dem allein wahren Gott, dem Schöpfer aller Dinge. Auch zeigt die Bibel sehr deutlich, was Gott von den Menschen erwartet, die ihn als ihren Gott bezeichnen, ihn also anbeten. Damit eine Religion den Anforderungen entspricht, die Gott an sie stellt, muss sie bestimmte, unverzichtbare Merkmale aufweisen. Einige dieser wichtigen Merkmale möchte ich im Folgenden anführen.

Jesus Christus verglich die Religionen einmal mit "Bäumen" und und ihre Handlungsweise mit "Früchten", indem er erkläre: "An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man vielleicht jemals Trauben von Dornsträuchern oder Feigen von Disteln? Ebenso bringt jeder gute Baum vortreffliche Frucht hervor, aber jeder faule Baum bringt wertlose Frucht hervor; ein guter Baum kann nicht wertlose Frucht tragen, noch kann ein fauler Baum vortreffliche Frucht hervorbringen. Jeder Baum, der nicht vortreffliche Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. Ihr werdet also diese [Menschen] wirklich an ihren Früchten erkennen" (Matthäus 7:16-19). Nach Jesu Worten gibt es also "gute Bäume" und "faule Bäume".

Wie müsste denn so ein "guter Baum", also eine gute Religion aussehen? Jesus verwies ja darauf, dass man eine Religion "an ihren Früchten", das heißt an ihrer Handlungsweise messen müsste. Wie müsste diese denn aussehen? Nun, die Bibel gibt die Richtlinien vor und zeigt, wie eine Religion beschaffen sein muss, damit sie Gottes Anerkennung finden kann.

Zum Beispiel beteiligen sich echte Christen weder an Kriegen noch an sonstigen gewaltsamen Auseinandersetzungen. Sie verweigern jegliche Form des Krieges und Wehrdienstes. Gottes Wort sagt darüber: "Und er wird gewiß Recht sprechen unter den Nationen und die Dinge richtigstellen hinsichtlich vieler Völker. Und sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden müssen und ihre Speere zu Winzermessern. Nation wird nicht gegen Nation [das] Schwert erheben, auch werden sie den Krieg nicht mehr lernen." (Jesaja 2:4). Ein Christ meidet jedoch nicht nur Krieg und gewaltsame Konflikte, sondern fördert aktiv den Frieden, indem er sich in jedem Bereich seines Lebens als ein Friedensstifter erweist.

Wahres Christentum ist so organisiert, wie die Christen im ersten Jahrhundert, die nach Jesu ursprünglichen Lehren lebten. Bei ihnen gab es keine hierarchischen Strukturen, also keine Geistlichenklasse. Jesus sagte einmal zu seinen Jüngern: "Ihr aber, laßt euch nicht Rabbi nennen, denn e i n e r ist euer Lehrer, während ihr alle Brüder seid. Des weiteren nennt niemand auf der Erde euren Vater, denn e i n e r ist euer Vater, der himmlische. Auch laßt euch nicht ‚Führer‘ nennen, denn e i n e r ist euer Führer, der Christus. Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein" ( Matthäus 23:8-11). Es gibt also bei echten Christen keine Unterscheidung in "Geistliche" und "Laien". Diejenigen unter ihnen, die als Hirten und Lehrer fungieren, haben keine Machtstellung inne, auch wenn sie nach biblischem Muster die geistige Führung übernehmen. Sie sind Mitarbeiter ihrer Glaubensbrüder und bemühen sich darum, ein gutes Vorbild zu sein.

Dann sollten sich echte Christen in allen Lebensbereichen durch absolute Ehrlichkeit auszeichnen. Das geht aus folgender biblischer Aussage deutlich hervor: "Betet weiterhin für uns, denn wir hegen das Vertrauen, ein ehrliches Gewissen zu haben, da wir uns in allen Dingen ehrlich zu benehmen wünschen." ( Hebräer 13:18). Für einen Christen gibt daher es weder Notlügen noch Halbwahrheiten. Sein Reden und sein Handeln zeichnet sich durch absolute Ehrlichkeit, auch in den vielen kleinen Dingen, des Lebens aus.

Ein weiteres Merkmal der wahren Religion ist auch, dass sich ihre Lehren und Handlungsweisen auf die Bibel stützen. Für Jesus Christus war das ganz selbstverständlich, denn er sagte über Gottes Wort: "Heilige sie durch die Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit" ( Johannes 17:17).Echter christlicher Glaube hält sich in jedem Bereich des Lebens eng an die Bibel. Für ihn haben die moralischen Standards der Bibel absolute Gültigkeit, auch wenn der Trend der Zeit oft in eine ganz andere Richtung weist.

Wahrer Glaube zeigt auch große Achtung vor Ehe und Familie. Auch wenn heutzutage Ehebruch und Ehescheidung an der Tagesordnung sind, sollte ein Christ den moralischen Standard der Bibel auch in diesem Bereich hochhalten. Sie billigt nämlich weder Ehebruch noch Ehescheidung. Das hob Jesus hervor, als er bzgl. Ehe folgendes sagte: "‚Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und wird fest zu seiner Frau halten, und die zwei werden e i n Fleisch sein‘, so daß sie nicht mehr zwei, sondern e i n Fleisch sind? Was also Gott zusammengejocht hat, bringe kein Mensch auseinander.“ (Matthäus 19:5,6). Daher sehen wahre Christen in der Ehe eine lebenslange Bindung, die nur durch den Tod oder die eheliche Untreue des Partners zerstört werden kann.

Wer von Gott anerkannt werden möchte, der nimmt die Nachfolge Jesu Christi sehr ernst und lässt sein ganzes Leben davon bestimmen. Es ist so, wie der Apostel Petrus einmal schrieb: "In der Tat, zu diesem [Lauf] wurdet ihr berufen, weil auch Christus für euch gelitten hat, euch ein Beispiel hinterlassend, damit ihr seinen Fußstapfen genau nachfolgt" (1. Petrus 2:21). Jemand, der diesen Rat befolgt, zeigt dies u.a. dadurch, dass für ihn materielle Werte nur eine untergeordnete Bedeutung haben und Dienst für Gott und für andere im Vordergrund steht. Er versucht in jedem Bereich seines Lebens das Beispiel und das Wesen Jesu Christi nachzuahmen und ihm widerstrebt jegliche Form von Heuchelei.

Ein echter Jünger Jesu Christi wird auch daran erkannt, dass er Gottes Wort anderen verkündigt . Außerdem bieten er anderen seine Hilfe an, ebenfalls Christi Nachfolger zu werden. Jesus gab diesbezüglich folgenden Missionsauftrag an seine Jünger weiter: " Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge" ( Matthäus 28:19,20). Im Mittelpunkt des Lebens Jesu stand sein Predigen und Lehren. Überall, wo er auf Menschen traf, erzählte er ihnen etwas von Gott und seinem künftigen Königreich. Der gleiche Eifer sollte auch einen Nachfolger Jesu kennzeichnen.

Als letzten Punkt möchte ich erwähnen, dass sich die wahre Religion auch dadurch auszeichnet, dass sie den Namen Gottes gebraucht und ihn bekannt macht. Auch Jesus verwendet den göttlichen Namen, denn er sagte einmal in einem Gebet zu Gott: "Und ich habe ihnen deinen Namen bekanntgegeben und werde ihn bekanntgeben, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen sei und ich in Gemeinschaft mit ihnen" ( Johannes 17:26). Ein echter Christ macht aus dem Namen Gottes (im deutschen Sprachraum gebräuchlich in der Form "Jehova") also keinen Hehl und gebraucht ihn ebenso freimütig, wie das Jesu und seine ersten Jünger taten.

Das sind nur einige wenige Merkmale, die für den echten christlichen Glauben kennzeichnend und bestimmend sind. Und wer praktiziert nun heute noch diese Art Glauben, magst Du fragen? Das herauszufinden dürfte nicht allzu schwer sein, wenn man Augen und Ohren offen hält.

LG Philipp

Hallo Kenfmistsuper,

ich halte es nicht für überzeugend, aus den Widersprüchen oder Unterschieden zwischen den einzelnen positiven Religionen zu folgern, dass sie Wahres enthalten können oder eine von ihnen sogar die richtige sein könnte.

Die Religionen widersprechen sich schließlich nicht nur, sondern gerade einige der Weltreligionen stimmen ja auch an entscheidenden Punkten überein.

Philosophische Argumente

Eine bedeutende Übereinstimmung zwischen Budhismus, Christentum und Islam, sowie verschiedene kleinere Religionen (z.B. den Bahai und die Zeugen Jehovas) ist, dass diese einen letzten Urgrund allen Seins oder zumindest ein höchstes Seiendes annehmen. Es gibt nach Auffassung verschiedener Religionen also eine letzte Einheit aller Wirklichkeit. Darin stimmen die Religionen auch mit einigen bedeutenden philosophischen Positionen überein - z.B. vielen Vorsokratikern; Aristoteles; dem Neuplatonismus; Spinoza; wichtigen Vertretern des deutschen Idealismus (Fichte, Hegel, Schelling); der Prozessphilosphie Whiteheads; der Existenzphilosphie Karl Jaspers. Für die Frage, ob eine Religion wahr sein können, muss man also prüfen ob es wahrscheinlich und sinnvoll ist, so eine letzte Einheit aller Wirklichkeit anzunehmen - d.h. an Gott zu glauben. Darüber kann man auch ohne den Bezug auf eine übernatürliche Offenbarung mit vernünftigen Argumenten nachdenken, um sich für oder gegen den Glauben an Gott zu entscheiden.

Die sicherlich wichtigste Übereinstimmung aller Religionen ist, dass sie eine Deutung der menschlichen Existenz beinhalten. Sie geben dem menschlichen Leben einen Sinn und ein Ziel. Das tun auch einige betont anti-religiöse Weltanschauungen - z.B. der Marxismus-Leninismus, der Maoismus, der Nazismus, der Existentialismus Sartres (ich schäme mich ja fast, dass ich Sartre in einem Satz mit totalitären Ideologien nenne - sorry, Jean-Paul...). Auch wenn es viele gute Gründe gibt, seinem Leben ein Ziel zu geben und nicht einfach vorbehaltlos in der post-modernen Spaßgesellschaft mitzuschwimmen, weichen die verschiedenen Existenzdeugungen inhaltlich erheblich von einander ab. Es macht ja einen enormen Unterschied, ob man ein Humanist (im Sinne Sartres) wird oder Nazi, ob man zum IS geht oder als katholische Nonne Waisenkinder versorgt. Doch auch aus den gravierenden Unterschieden zwischen den verschiedenen religiösen und anti-religiösen Existenzdeutungen, folgt ja nicht, dass nicht manche Existenzdeutungen gut und richtig sein können, während andere falsch sind. Es gibt schließlich vernünftige Argumente dafür warum es besser ist, Humanist im Sinne Sartres oder Katholik zu sein, als Nazi zu werden oder zum IS zu gehen.

Außerdem beinhalten alle Religionen jeweils eine bestimmte Ethik. Viele Religionen stimmen auch darin überein, dass sie den Altruismus lehren - z.B. die Bahai; das katholische Christentum und weite Teile des protestantischen Christentums; wichtige Strömungen Islams; das Judentum; der Konfuzianismus... Über Moral lässt sich aber auch unter Ausblendung aller religiösen Bezüge rein vernünftig nachdenken. Auch dies ist ein entscheidendes Kriterium, um den Wahrheitsgehalt einer bestimmten positiven Religion zu beurteilen. Diese Position vertritt z.B. der deutsche Aufklärungsphilosoph Immanuel Kant in seinem Buch "Die Religion in den Grenzen der bloßen Vernunft" (Kant ist übrigens einer der wichtigsten philosophischen Vertreter des Altruismus). Nur weil sich verschiedene sich ausschließende Meinungen in Fragen der Moral gibt, folgt daraus noch lange nicht, dass es letztlich kein moralisch richtig und falsch gibt.

Religiöse Argumente

Sicher gibt es viele Gläubige, die der Meinung sind, dass alle anderen Religionen vollständig zu verwerfen sind, weil sie vom Teufel kommen. Besonders diejenigen, die auf den Straßen ihre Broschüren verteilen, um Mitglieder für ihre Organisation zu gewinnen, vertreten diese Auffassung. Das ist jedoch eine sehr unreflektierte Position, die keineswegs von allen Gläubigen vertreten wird.

Die neuere katholische Theologie differenziert z.B. sehr genau, wo die Übereinstimmungen und Unterschiede zu anderen Weltanschauungen liegen. Daraus folgt die Fähigkeit andere Weltanschauungen je nach Nähe oder Entfernung zum eigenen Standpunkt (den man ja notwendig beziehen muss) zu würdigen und in das eigene Glaubenssystem zu inkludieren. Auch manche Strömungen der traditionellen islamischen Theologie verfahren auf ganz ähnliche Weise. Wenn man an nimmt, dass alle Wirklichkeit aus einem Ursprung hervorgegangen ist, dann folgt draus, auch andere Religionen zumindest teilweise von Gott herkommen (auch wenn man, die eigene Religion für den besseren Weg zu Gott hält). Manche neue religiöse Bewegungen wie z.B. die Bahai haben diese Auffassung schon von Anfang an in ihr Glaubenssystem aufgenommen.

"dass sie Wahres enthalten können oder eine von ihnen sogar die richtige sein könnte."

ich meinte eigentlich "dass sie weder Wahres enthalten können, noch eine von ihnen sogar die richtige sein könnte".

0

Warum hat Gott soviele Sterne an den Himmel gemacht?

...zur Frage

Würfel - Wahrscheinlichkeit - "Gott würfelt nicht." (Religion)

Neulich beim Spiel von "Mensch ärger dich nicht" würfelte meine Spielpartnerin und ich gleich am Anfang des Spieles hintereinander einmal die 6 (somit konnte ja auch das Versetzen der Startfigur beginnen). Dann würfelte meine Spielpartnerin und ich 3 Mal hintereinander wieder dieselbe Zahl. Da mir dies zu unheimlich wurde sowie der Partnerin, brach ich das Spiel perplex ab. Das Zitat "Gott würfelt nicht" fiel mir dann irgenwann ein und heißt es jetzt also Gott würfelt doch? Wie wahrscheinlich kann diese Würfel-Kombi denn sein? Ist z.B. das Spielen von Lotto also auch nicht irgendwie ein Gewürfele von Gott?

...zur Frage

Religion? (Ist alles wahr )?

Sind Bestimmte Religonen wirklich der weg zu Gott oder wie?

In wie fern stimmen Religionen und ihre Anforderungen ?!

...zur Frage

Muss eine Religion einen Gott haben?

Gibt es auch Religionen, die keine Götter haben?

...zur Frage

Religion sinnvoll?

Hallo, Ich hab mir mal Gedanken über Religionen gemacht.Religiös sind heutzutage immernoch sehr viele.Eine Religion ist eine Glaubensrichtung, was bedeutet, dass man, wenn man einer Religion angehört an etwas glaubt. Bei den meisten Religionen sind viele verschiedene Gesichtspunkte inbegriffen und jede ist für sich besonders.Nun ist da aber die Frage, wieso man heute noch sich zum Anhänger einer aus veralteten Theorien und Idealen bestehenden Religion anschließt, obwohl es doch nicht mehr auf heute so wirklich übertragbar ist? Ich glaube persönlich nicht, dass die Leute einer Religion angehören, weil sie glauben, sondern einfach so, z.B reingeboren oder so... Wie seht ihr das?

...zur Frage

Sind Atheisten intolerant?

Hallo und schönen guten Abend. Ich hoffe es geht euch allen gut.

Immer wieder treffe ich Atheisten, die meistens auf dem eigenen „Recht“ bestehen und stur sind. Sie glauben nicht an Gott und lehnen alle Religionen ab und das ist auch schön und gut für sie. Aber wieso versuchen sie unbedingt zu „beweisen“, dass man keine Religion braucht bzw. dass Religionen eine negative Auswirkung auf Menschen haben usw. und sofort?

Mein Motto: Leben und leben lassen.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?