Wenn es nicht den geringsten Beweis für die Wirksamkeit von Homöopathie gibt

18 Antworten

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Unsere Medizin steckt in einer schweren Krise. Ärzte sind oftmals überfordert, sie haben kaum genügend Zeit für ihre Patienten und für Beratungsgespräche mit Kollegen. Sie lernen es im Studium nicht genau auf ihre Patienten zu hören und die richtigen Fragen zu stellen. Zudem werden viele medizinische Fragen/ Probleme auf Tests abgewälzt um sich abzusichern und zur Diagnosefindung.

Dazu ist die moderne Medizin sehr komplex geworden im Vergleich zu unserem Wissen vor 100 Jahren. Die Patienten fühlen sich da hilflos und verstehen oftmals nicht, wovon der Arzt redet. Dazu brauchen viel einfach nur ein einfaches Gespräch um Sorgen und Ängste der eigenen Erkrankung zu überwinden- dafür fehlt aber dem Arzt oftmals die Zeit.

Die Homöopathie bietet da einen Ausweg an, der gerne angenommen wird. Homöopathen, die die Zeit zum zuhören haben, wo man von seinen Sorgen erzählen kann und sich als Mensch und nicht nur als Patient fühlt. Die Möglichkeit sich mit rezeptfreien Medikamenten, für die es einfache Anwendungserklärungen gibt, selbst aktiv zu werden und sich somit weniger als hilflos der Krankheit ausgeliefert zu fühlen (da man sich ja selbst aktiv behandeln kann). Das Gefühl das die Homöopathie nur helfen kann, nicht schaden. Irgendwie natürlich ist- also auf einer diffusen weise "besser" als künstlich im Labor hergestellte Medikamente.

Was die Krise vor allem im finanziellen Bereich betrifft, so gebe ich uneingeschränkt recht und man muss sicher kein Fatalist sein, um zu erahnen, dass das System in der jetzigen Form nicht zu halten sein wird.

Mir will es aber trotzdessen einfach nicht einleuchten, dass es so viele Menschen gibt, die sich einer Behandlung unterziehen, deren Erfolg so evident zweifelhaft ist.

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@gpucpu

... ist das so evident? Homöopathie wird oft bei leichteren Erkrankungen eingesetzt, die auch ohne ein Mittel von selbst ausheilen würden. Dazu kommt das Gefühl selbstbestimmt zu handeln und eben der Placebo-Effekt.

60% der Bevölkerung glaubt an die Wirkung der Homöopathie, insofern findet sich meist jemand, der von einer selbst erfahrenen "Heilung" durch Homöopathie erzählt. Klar, es findet sich meist auch jemand, bei dem sie nichts nutzte. Nur wird dann vermutet es sei einfach das falsche Mittel eingenommen worden. Zudem sprechen Menschen eher über erfolgreiche homöopathische Behandlungen, und eher selten davon, wenn sie nicht half.

Dazu kommt das wir die Welt um uns herum nicht mehr verstehen. Wie funktioniert ein DVD player wirklich?? Wie stellt die chemische Industrie Styropor her? Wie funktioniert das ABS im Auto wirklich??? ..... und da sollen wir wirklich ausgerechnet verstehen wie die Medizin/ Biologie funktioniert?

p.s. Vergib doch nicht das Sternchen für die beste Antwort so schnell ;-)

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In der Antwort könnte noch ein Hinweis stehen, warum die Homöopathie so gut ohne Nebenwirkungen funktioniert. Ich vergleiche die Technik mit jener bei der Produktion von Fotos. Durch das Negativ fällt Licht auf das Fotopapier. Durch diese alte Technik konnten mit einem Negativ Milliarden Foto-Informationen verbreitet werden. Die Homöopathie arbeitet ähnlich. Beim Schütteln gehen da Neutrinos (alle Physiker wissen, dass es sie gibt) hindurch. Dadurch werden die Informationen vom Ursprungsmedikament auf den Trägerstoff übertragen. Irgendwie (wir wissen noch nicht wie) werden wir Menschen dadurch gezwungen, das hilfreiche Medikament mit unserem Organismus selbst zu produzieren. Das könnte man auch das Prinzip der Autonomie nennen. Wir Menschen wollen unabhängig sein, auch vom Arzt. Die Homöopathie sollte ein Teil des Biologieunterrichtes werden. Wir wissen von der Wirksamkeit der verschiedenen Teesorten. Das ist Homöopathie niedriger Potenz. Der Vorteil der Homöopathie ist auch, dass die Pillen sehr preiswert sind. In jedem Haushalt sollte eine Person leben, die sich mit der homöopathischen Haus- oder Reiseapotheke auskennt.

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Ermangelung objektiven Nutzens? Selbst wenn Homöopathie nur einen Plazeboeffekt hat, so kann man ihr einen "objektiven Nutzen" nicht absprechen. Es ist richtig, die Wirkung der Homöopathie lässt sich wissenschaftlich nicht belegen. Trotzdem werden damit manchmal Erfolge erzielt. In der Medizin gilt die Regel:"Wer heilt hat recht". Und auch empirische Beweise sind letztlich Beweise auch wenn sie -noch- nicht wissenschaftlich nachvollzogen werden können. Nun zu den Heilpraktikern: Bevor sie ihre Tätigkeit aufnehmen müssen sie vor der zuständigen Behörde eine Prüfung ablegen. In dieser Prüfung müssen sie insbesondere nachweisen, das sie Kenntnisse von den Krankheiten haben, die sie nicht selbst behandeln dürfen. (z.B. Krankheiten nach dem Bundesseuchengesetz) Ein seriöser Heilpraktiker ist also nicht "gefährlich", sondern wird, wenn er Anzeichen einer Krankheit feststellt, die er nicht behandeln darf, auf die Schulmedizin verweisen. Ich selbst habe noch keinen Heilpraktiker aufgesucht, würde es aber tun, wenn mir bei einer Krankheit, bösartige Neubildungen einmal ausgeschlossen, die Schulmedizin nicht mehr weiterhelfen kann.

Es ist richtig, die Wirkung der Homöopathie lässt sich wissenschaftlich nicht belegen.

Wenn es eine Wirkung über Placebo hinaus gäbe, dann würde die sich problemlos belegen lassen. Da aber Homöopathen seit über 200 Jahren an diesem Wirkungsnachweis scheitern macht es wohl wenig Sinn damit immer noch Kranke therapieren zu wollen....

Und auch empirische Beweise sind letztlich Beweise

dann "beweist" also Altkanzler Helmut Schmidt empirisch, dass lebenslanges Kettenrauchen gut für ein hohes Alter bei geistiger Gesundheit ist. Kauft euren Kindern daher Zigaretten und kontrolliert, dass sie ihre tägliche Packung auch tatsächlich aufrauchen....

In der Medizin gilt die Regel:"Wer heilt hat recht".

So ein Quatsch - der Spruch "Wer heilt hat recht" dient Quacksalbern lediglich dazu, die natürliche Selbstheilung des Menschen dem Patienten in Rechnung zu stellen.

Wer eine wirksame Heilmethode hat kann diese Wirkung auch belegen....

http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Werheilthat_Recht

Ein seriöser Heilpraktiker ist also nicht "gefährlich",

Ein Großteil der Heilpraktiker ist gegenüber Impfungen und Antibiotika sehr ablehnend eingestellt (was natürlich rein gar nichts damit zu tun hat, das dummerweise Heilpraktiker weder mit Impfungen noch mit Antibiotika etwas verdienen können weil sie beides nicht anwenden dürfen).

Unter seriösen Medizinern ist aber unbestritten, dass Impfungen und Antibiotika wohl zun den medizinischen Maßnahmen zählen, die in den letzten 100 Jahren den größten medizinischen Nutzen brachten.

Auf Heilpraktiker zu hören ist daher wohl doch nicht so ungefährlich....

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@ElkeO

@ElkeO

genau das verwundert mich auch immer: die unbestritten größten medizinischen Erfolge werden vehement bekämpft.

Andere medizinische Erfolge kann man mühelos hinzufügen:

Röntgen/CT (die bösen Strahlen)

Operationen (die Ärzte schneiden nur rum)

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@ElkeO

verehrte ElkeO,

der Link zu Esowatch funzt nicht,man muss den Satz im Suchfeld eingeben.

In meinem Link (siehe bini`s Antwort vor 9 Stunden) ist dieser Satz IMHO besser,da gezeigt wird,wie er richtig heißen müsste.

Damit Du das endlich auch mal weißt:

Wer erfolgreich (Wirkung, Prognose, Risiken und Nebenwirkungen)

und

nachweislich (belegt, dokumentiert und reproduzierbar/überprüfbar)

heilen kann, hat recht.

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@segeln141

@ Segeln

Operationen (die Ärzte schneiden nur rum)

Soweit mir bekannt ist, hatte Hahnemann nichts gegen die Chirurgie einzuwenden. Und die Strahlen kannte er noch nicht. Wer also gegen die bösen Strahlen ist und sich auf Hahnemann beruft, sollte erstmal ein bisschen Geschichte lernen, Medizingeschichte.

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Der Glaube versetzt Berge. Das ist eine alte Weisheit. Wirklich unbegreiflich wird es dann, wenn man sich einmal etwas intensiver mit dem Leben und Werk des Begründers der Homöpathie, Samuel Hahnemann, beschäftigt. "Vorsicht! Arzt!" kann man da nur warnen.

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