Wenn es heißt: Gott schuf den Mensch nach seinem Bilde......

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15 Antworten

Ich stimme dir da irgendwie zu. Denn der Mensch hat sich mit Hilfe der Bibelinterpretationen die es so gibt tatsächlich einen Gott erschaffen, der rachsüchtig, blutrünstig, gierig und selbstsüchtig ist, wie die Menschen. Die Menschen haben Gott personifiziert, betrachten ihn als ein Individuum, wie sie selbst es sind und auferlegen ihm all ihre Regeln und Gesetze die sie sich so einfallen lassen. Ja doch, du hast irgendwie recht.

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Kommentar von kwon56
05.10.2011, 08:54

Verharre nicht im Alten Testament, sondern lass das Neue zu.

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Was du meinst, ist in etwa die Grundidee von Feuerbach, dass wir unsere Ideale an den Himmel projizieren und so dazu kommen, Gott zu denken. Menschen haben sich Götterwelten oft so vorgestellt, wie sie es von den eigenen "Oberen" her vor Augen hatten. Auch "Himmel" ist dann die bessere "Erde", "Jenseits" das "Diesseits" ohne all seine Macken. Die "Wirklichkeit" entsteht da, wo man ein Wort für "etwas" findet.

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Es geht dabei nicht um das Aussehen ("Bild und Gleichnis" übersetzte Luther). "Nach dem Bilde Gottes" deutet auf die Eigenschaften, die uns Gott ähnlich machen als Wesen, die mit Geist, Verstand, Vernunft begabt sind. Das "Bild" ist kein Abbild sondern eher ein Vorbild im gleichnishaften Sinn. Eigenschaften, die den Menschen Gott ähnlich machen, sind z. B. Kreativität oder Schöpferkraft, die Fähigkeit Gut und Böse oder Wahr und Falsch zu unterscheiden, die Fähigkeit zur Entwicklung von Ethik etwa, die Möglichkeit, über sich selbst hinaus zu fragen oder die innere Suche nach dem Gegenüber, nämlich nach Gott. Diese Dinge unterscheiden uns von unseren Mitgeschöpfen und begründen nach biblischer Vorstellung die einzigartige Stellung in der Natur, die dem Menschen gegeben ist. Sie begründen aber auch die einzigartige Verantwortung, die der Mensch Gott gegenüber hat. Mit dem Aussehen Gottes hat das rein gar nichts zu tun. Gruß, q.

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Hallo KingHunter,

26 Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. 27 Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. (Neue evangelistische Übersetzung, 1. Mose 26,27)

Als Gott diese Worte sprach, meinte er nicht Menschen die ihm gleich vom Aussehen her sind, denn das würde unmöglich gehen. "Gott ist ein Geist", wir aber sind materiell geschaffen. Nein, er meinte die EIGENSCHAFTEN, die Gott hat, so sind wir fähig, Empfindungen zu haben, wir haben Liebe, Weisheit, Gerechtigkeit, Macht (eine begrenzte allerdings), wir sind geschaffen mit den guten Merkmalen, die auch Gott hat.

Gruß Alfred

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Kommentar von Teufel403
05.10.2011, 07:39

sehr gute antwort

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Kommentar von lunanuova
06.10.2011, 09:38

Schaut Euch mal die Antwort von PieOPah an!!!

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Das eine schwierige theologische Frage. Früher - vor der Aufklärung hatte man kein PRoblem, sich Gott als weisen, älteren Mann vorzustellen. Obwohl man sich ja laut altem Testament kein Bildnis machen soll. (Aber das war ja eher gegenüber den alten Kulten (Statuen usw) gerichtet mit denen man im Polytheismus die Götter anbetete - gerichtet) Michelangelo hatte Gott auch menschenähnlich abgebildet.

Heute würde kein Priester und kein Theologe auch gerade kein KArdinal der Glaubenskongregation behaupten: dass der Satz "Gott schuf den Menschen..." so zu interpretieren sei, dass der Mensch dem Gott ja ähnlich sehen muss. Gott hat sicher keinen Leib, kein GEschlecht, keine Physis! Ich glaube in der scholastischen Theologie hat man das aber auch schon ähnlich gesehen.

Ich vermute - aber das weiß ich nicht genau - würde man in der Theologie heute sagen, das der Satz so zu interpretieren ist, dass Gott dem Menschen im Unterschied zu den Tieren ein BEwusstsein und die Erkenntnisfähigkeit gegeben hat. (Quasi als kleinen Teil der Fähigkeiten Gottes)

IN der kath. Theologie des Vatikans beharrt man übrigens noch heute darauf, dass der Teufel tatsächlich leiblich auch menschenähnlich sein kann (wenn er möchte).

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Wer Aldous Huxley **"Schöne neue Welt" kennt, der weis, dass sich auch der ungläubige Mensch ständig neu erfinden will, das geht irgendwie nicht ausschliesslich mit Evolution und Trieben, welche Epoche man auch betrachtet von den Griechen bis zum heutigen Tag versucht man der Menschheit ein Gesicht oder Bestimmung zu geben...

Die Religionen beziehen sich da sicher nicht auf das Aussehen, sondern auf moralische oder ethische Ideale. In wieweit man sich diesem Bild unterwirft ist jedem selbst überlassen, im Christentum ist die Goldene Regelung, die Brüderlichkeit und die Sorge für andere im Vordergrund. Wie bei jedem Ideal wurden diese Grundsätze natürlich nicht immer umgesetzt, vor allem die Vergangenheit ist voll von schlimmen Gegenbeispielen und auch in der Gegenwart sind wir weit von dem Idealbild der Bibel entfernt, so ist es nunmal mit Regeln, die StVO, BGB oder StGB werden auch nie von allen und zu 100% eingehalten...

Man wird als unschuldiger Mensch geboren und hat im Prinzip alle Voraussetzungen, sich zu einem guten Menschen zu entwickeln, jeder hat die Wahl, wer es nicht tut wendet sich von Gott ab, bzw. - wenn er nicht glaubt - wendet er sich von den Gesetzen und Regeln dieser Gesellschaft ab...Verantwortlich dafür ist kein Gott oder Naturgesetz sondern nur der Mensch alleine...

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Die Menschen schufen zumindest den Be-griff "Gott", um etwas greifbares zu haben.

Man soll sich kein Bild von Gott machen? Vielleicht, weil das eine Vor-stellung ist, aber nicht eine Er-fahrung - auf dem Weg.

Außerdem ist im monotheistischen Glauben Gott sowas wie ALLES UND NICHTS und im polytheistischen Glauben wird wieder vervielfältigt. ...zur Unter-scheidung, zum Er-kennen.

...so in der Art: wenns nur Frauen gäbe, würde der Begriff "Frau" sinnlos werden, weil dann könnte man sie auch Männer nennen, das ist dann ziemlich egal ;)

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ich glaube nicht, dass es Äußerlich gemeint ist, denn wir Menschen haben vergängliches Fleisch. Ein toter Körper verwest nun mal. Gott ist unsterblich, da ER ewig ist.

Gott war auch zuerst da, dann der Mensch, der ja von Gott geschaffen wurde.

Gott hat einen Ewigkeitskörper, den wir auch haben werden, wenn wir bei IHM sind für alle Ewigkeit.

Jetzt haben wir nur diesen vergänglichen Körper, da die Sünde noch herrscht und den Menschen schaden will.

Nur durch den Glauben an Jesus können wir ein Anrecht auf diesen Ewigkeitskörper bekommen. ER besiegte nämlich die Sünde dieser Welt. Es ist für Gott getilgt. So, wenn wir als wiedergeborene Christen sterben, sterben wir nicht, sondern werden verwandelt in den Ewigkeitskörper, der Gott gleicht.

Außerdem sind die Ansätze schon da: Wir bestehen aus Körper, Seele und Geist wie auch Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist ist.

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Nein, damit war gemeint, dass er die Menschen schuf wie er sie sich vorstellte. Mit seinem Bilde ist seine Vorstellung gemeint :)

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Wenn es heißt,: Gott schuf den Mensch nach seinem Bilde, dann bedeutet das, daß Gott der Urmensch aller Menschen ist!

Alles was da ist in der Unendlichkeit hat Gott gemacht!

Jesus hat in der umfangreichen Offenbarung des Propheten Jakob Lorber (1800-1864) alle wichtigen Lebensfragen zum Diesseits, zum Jenseits, zur Vergangenheit und zur Zukunft ausführlich und gut verständlich beantwortet.

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Klug erkannt, Ludwig Feuerbach kam schon vor Dir drauf. "Der Mensch schuf Gott nach seinem Bilde". Hätten die Ochsen einen Gott, würde er wie ein ochse aussehen, ist doch klar.

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Die Menschen sind dazu berufen, gottähnlich zu werden. Bis dies passiert wird aber noch eine sehr lange menschheitliche Entwicklungsphase vonnöten sein.

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"Nach seinem Bilde" heißt übertragen: "Nach seinen Vorstellungen".

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Kommentar von lunanuova
06.10.2011, 09:39

Gute Antwort!!!

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Nein, das hat nichts mit dem Aussehen zu tun, zumal Gott keine Gestalt hat. Wörtlich heißt es Abbild (nicht zu verwechseln mit Ebenbild!) und bezeichnet etwas Schattenhaftes. Die Menschheit wird erst aus Vorhandenem (nämlich den Landtieren) zubereitet und dann erschaffen. Es wird nicht etwa der menschliche Körper neu erschaffen, der war ja nach der Zubereitung schon da. Es bezieht sich auf die Erschaffung des menschlichen Geistes, eben als Abbild Gottes.

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Anderersrum: Gott schuf den Menschen als eine Kopie von sich selbst.

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