Wenn es Gott schon vor den Menschen gab, warum sollte man dann einer Religion angehören um an ihn glauben zu können?

21 Antworten

Ein Wesen wie eine Gottheit zu erfassen oder zu beschreiben ist etwas, wofür die Sprachen der Menschen nicht ausreichen.

Viele Menschen haben es versucht.

Der ersten Religionen haben das göttliche nicht einem Gott zugeordnet, sondern in mehrere Aspekte bzw. einzelne Gottheiten aufgeteilt.

Es gab Religionen die die Idee einer göttlichen Wesenheit abgelehnt haben und den Kosmos oder die Natur oder sonst irgendwas als "Gott" angesehen und verehrt haben.

Dann kam irgendwann die Zeit der monotheitischen Religionen die alles und jedes auf eine einzelne göttliche Wesenheit definiert haben.

Was (fast) jede Religion natürlich mit sich bringt. Wer überzeugt ist, dass einen Gott gibt, und man glaubt, dass man ihn als einzigen richtig definiert hat, der steht natürlich in einer Konkurrenz zu den anderen Glaubensideen und erachten deren Art der Götterverehrung für unwürdig, minderwärtig oder falsch.

Wenn es eine Gottheit gibt, dann hat diese sicherlich schon vor den Menschen interessiert und kümmert sich um die Art seiner Verehrung vermutlich herzlich wenig.

Ein Wesen wie eine Gottheit zu erfassen oder zu beschreiben ist etwas, wofür die Sprachen der Menschen nicht ausreichen.

und erst recht nicht sein verstand.

Jes 55,8-9
8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR,
9 sondern soviel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken

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Du brauchst tatsächlich keiner Religion anzugehören.

Religionen bieten dir einen bestimmten Weg zu Gott an. Damit trifft man Gleichgesinnte, und das ist schön, weil der Mensch ein soziales Wesen ist.

Niemand sollte dich zu irgendwas zwingen. Du musst auf Grund einer Mitgliedschaft in einer Religionsgemeinschaft auch nicht automatisch an alles glauben, was diese lehrt. Bei erheblichen Differenzen solltest du dann natürlich austreten.

Letzten Endes entscheidest du immer selbst, was du im einzelnen glaubst. Diese Freiheit und Verantwortung kann dir niemand abnehmen. Auch kein Buch und kein Dogma.

Ich will aus den Islam austreten, aber da es keine Zentrale Moschee in Deutschland gibst oder Steuersystem wie in der Kirche ist das schwierig. Leider, ich find den Islam nicht schlecht ganz im gegenteil, jedoch musste ich für mich feststellen das ich kein "Islamisches Gefühl habe". Ich bekomme unwohles gefühl wen ich eien Mosche sehe oder wen was aus der Sure vorgelesen wird. Leider wird diese Religion in meinen Kulturkreis sehr stark benutzt um an seien Ziele zu kommen, sich einen Ruf zu machen oder es wie ein Werkzeug zu benutzen um andere Mundtot zu machen.

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@Nervensage

Wenn du allgemein Gott suchst, ziehe dich in die Stille, in die Natur zurück und versuche, Kontakt zu Gott aufzunehmen. Wenn du Gemeinschaft solcher Menschen brauchst, die in der Liebe zu Gott und zu (allen!) ihren Mitmenschen leben, wirst du solche sicher finden, evtl. auch unter gemäßigten Muslimen.

Halte dich fern von religiösen Fanatikern und Fundamentalisten, die dir ihren Katalog von Geboten und Verboten aufzwingen wollen. Viele Christen haben seit etwa 50 Jahren gelernt, dass das nicht die Freiheit in Verantwortung ist, die Gott dem Menschen schenkt. Da kann man besser mit humanistischen Idealisten zusammenarbeiten. Nur fehlt einem dann der gemeinsame Kontakt zu Gott.

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Ich bitte Dich, lieber Ronny1820:

Welch eine naive Frage!

Man "sollte" einer Religion angehören, um RELIGIONSFÜHRERN Macht zu verleihen, diese zu vergrößern und selber ein kleines Stückchen (Krümel) von der Macht abzubekommen! - Das ist doch mehr als offensichtlich. -

Ebenso wie die Tatsache - die Du ja sicher kennst - dass man natürlich NICHT einer Religion angehören muss... - was ja auch viele Gläubige tun.

"Wie kann man sich erdreisten...?" - Ich bitte Dich erneut: Schau` Dir die ganzen Antworten fundamentalistischer Moslems und Christen hier auf GF an - dann merkst Du es:

Man BEHAUPTET einfach frech, Gott habe dies oder jenes von den GLÄUBIGEN (also clevererweise nicht: "Religionsangehörigen" - sondern Gläubigen, weil man ja einen Universalitätsanspruch hegt!) VERLANGT.
- In dem Moment, in dem da noch irgendjemand zu widersprechen wagt, wird er bestenfalls als unwissend, ansonsten als UNGLÄUBIG und im Falle des Islam noch dazu als "Rassist" / "Islamhasser" abgehakt (dann erübrigt sich lästiges Nachdenken und Diskutieren).

Also: Nichts leichter als das:(

Dem Islam nach ist jedoch jeder Nicht-Muslim "ungläubig"!

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@ronny1820

fast jeder Religion nach sind Menschen ohne Glauben oder anderem Glauben Ausgestossene und gehören bestraft. Es gibt wohl keine Religion, wo man nicht von vielen anderen Religionen als Ungläubig und Verachtenswert angesehen wird.

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@Ivan69

Ich kann hier als positives Gegenbeispiel den Buddhismus empfehlen:)!

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