Wenn es einen Gott gibt, warum läßt er Menschen so leiden?

Support

Liebe/r Engrol1,

Deine Frage zielt wohl eher auf eine Diskussion alsi auf einen Ratschlag ab. Da Diskussionen den Rahmen der Startseite von gutefrage.net sprengen möchte ich Dich bitten solche Diskussionfragen im Forum zu stellen.

Vielen Dank und lieben Gruß

Christian vom gutefrage.net-Support

30 Antworten

Sofern man an Gott glaubt sollte man das wohl als Prüfungen verstehen. Vielleicht hat das alles einen weiterreichenden Sinn, der sich uns nur noch nicht erschlossen hat. Oft ist eine schlimme Situation im Nachhinein der Schlüssel zu etwas Neuem, Besseren.

Gott lässt Leid zu, weil die Menschen unabhängig von ihm leben wollten (Stichwort Sündenfall) und er sie nun gewähren lässt, damit sie beweisen können ob das möglich ist (bzw. erkennen müssen, dass es eben nicht wirklich möglich ist).

Zunächst ein Video: http://www.youtube.com/islamimbrennpunkt?gl=DE&hl=de#p/c/37B9C6D71EC0D5F0/3/Cga_st0mA5g

...Wenn wir die Geschichte der Evolution studieren, stellen wir fest, dass Evolution in ihrem gesamten Ablauf von der Triebkraft des Gewinnens und des Verlustes geprägt ist. Ohne den Wertbegriff von Gewinn oder Verlust gibt es weder Freude noch Leiden. Es ist die Evolution des Bewusstseins, die Freude und Leiden entstehen lässt. Mit dem Bewusstsein werden die es umgebenden Freuden und Leiden bewusster und bedeutungsvoller für die betreffende Person. Je höher sich das Bewusstsein entwickelt, desto stärker wird der Sinn für Verlust - genannt Leiden -, und je weniger entwickelt das Bewusstsein ist, desto weniger leidet der Mensch.

Glückseligkeit und Leiden stehen in einer direkten Beziehung zueinander. Wenn wir den Pegel des Leidens senken, sinkt gleichzeitig und im gleichen Maß auch der Pegel des Glücks. Wenn man sich von dem einen befreit, müsste man auch auf das andere verzichten... (Hazrat Mirza Tahir Ahmad)

Gott greift nicht in das Elend ein, weil er den Menschen mit einem eigenen Willen geschaffen hat. Es liegt also an der Menschheit selber auf wessen Seite er sich stellt. Und da sich der Mensch mit Geld und Luxus vom Teufel verführen lässt ist es die Entscheidung des Menschen sich auf die Seite des Teufels zu stellen. Gott beutet die Welt nicht aus und führt Kriege, das ist der Mensch, wenn Gott in diesen vom Menschen gemachten Kreislauf eingreift, indem er sämtliche Kriege und Katastrophen auf der Erde beendet, würde er gegen den Willen der Menschen handeln, denn der Mensch soll selbst bestimmen was er mit dem Blauen Planeten macht. Also so nach dem Motto: ,,ihr habt euren Planeten, was ihr damit macht ist eure Entscheidung''.

Der einzelne Mensch plant vor seiner Geburt sein Leben und das was er selbst erleben möchte. Und um alles Schöne auf der Welt schätzen zu können muss man auch die andere Seite sehen. 

Fasse das Leben als Test und Möglichkeiten auf um daraus zulernen, irgendwann hast du nicht mehr die Gelegenheit Leid zu erfahren und das fehlt dann deiner Seele in der Entwicklung zur Vollkommenheit.

Ich glaube nicht an Gott. Aber mir fällt in diesem Zusammenhang die Geschichte von dem Mann ein, der zugunsten Gottes(er wollte ihn prüfen) seinen Sohn opfer sollte. Ich weiß nicht ober dies vollzogen hat, ich glaube er wollte es. Aber Gott hat ihn davon abgehalten. Könnte es nicht sein das Gott ihn prüfen wollte? Nicht in dem Sinne: Ertrage Leid und du beweist deinen Glauben an mich.; sondern, dass er damit indirekt den Radikalismus und Fanatismus verdeutlichen wollte, der in dieser Welt zu genüge vorhanden ist? Ich bin nicht gläubig, kein Bibel- Gelehrter und es mag auch sein das ich diese Geschichte falsch interpretiere, aber wenn es einen Gott gäbe oder gibt, ich weiß es jedenfalls nicht, dann glaube ich nicht, dass es sein Verlangen ist das wir etwas opfern oder Leiden, um unseren Glauben zu beweisen. Ich würde weder nahestehende Personen opfern, um meinen Glauben zu "unterstreichen", ich würde es nicht einmal in Erwägung ziehen, noch gegen andersgläubige vorgehen. Wenn zwei Menschen sich gegenseitig beschuldigen das falsche zu glauben, dann liegen sie beide falsch. Warum es nun so viel Leid gibt, daran sind wir größten Teils selbst Schuld. Wir folgen unseren menschlichen Instinkten, sei es Hass etc., ohne in der Vergangenheit zu reflektieren, ob dies jemals etwas gebracht hat. Als Beispiel wäre dafür Krieg, Mord usw. gedacht. Wobei Hass nicht die einzig schlechte Eigenschaft ist, die uns begleitet(Gier usw.).

Für manches sind wir nicht verantwortlich, seien es beispielsweise Krankheiten oder der Hunger(obwohl ich mir sicher bin, dass die Menschen der Vergangenheit eine Mitschuld tragen(Ausbeutung etc.) fals ich falsch liege soll mich bitte jemand berichtigen;) ich lebe um zu lernen :D) Dennoch können wir alle versuchen dieses Leid zu lindern, indem wir helfen. Auch wenn wir damit anfangen uns in einer Missionsstädte zu engagieren. Wenn wir aber so egozentrisch und verblendet sind, nur unsere eigenen Interessen im Kopf haben, dürfen wir nicht die Verantwortung von uns zu Gott transferieren. Denn wenn wir dies tun, brauchen wir uns nicht zu wundern, dass die Welt so ist wie sie ist, und wir letztendlich der ausschlaggebende Faktor sind.

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