Wenn es einen Gott gäbe warum müssen dann unschuldige Menschen sterben?

36 Antworten

Mit dieser Frage hat der der Psalmist Asaph beschäftigt und ist m. E. zu sehr interessanten Antworten gekommen: http://www.bibleserver.com/text/HFA/Psalm73

Nach christliche Überlegung ist die Frage, wie es nach dem Tod weitergeht, in Bezug auf Frage durchaus entscheidend. Wenn gläubige Menschen früh sterben sollten und zu Gott in den Himmel (ins Paradies) kommen, ist das für sie kein Nachteil, ganz im Gegenteil. Doch was "bringt" es im Nachhinein den "schlechten" Menschen, die lange leben, sich in ihrem Leben und Verhalten gegen Gott entschieden haben und dafür in der Ewigkeit nicht im Himmel sondern in der Hölle sein werden...

Die Bibel beschreibt im 1. Buch Mose, dass die ersten Menschen am Anfang im Garten Eden in quasi paradiesischen Zuständen gelebt haben. Sie hatten aber schon die Freiheit, die wir heute auch haben: Mit oder ohne Gott leben zu wollen. Irgendwann haben sie sich dazu entschieden, ihr eigenes Ding zu machen und ohne Gott leben zu wollen (bzw. sie wollten sein wie Gott). Auch wenn das nicht ganz einfach zu verstehen ist und durchaus viele Fragen bleiben, aber alles Negative und Böse wie Tod, Krankheit, Schmerz, Leid usw. war das Ergebnis dieser Entscheidung und gewollten Trennung von Gott.

Trotzdem hat Gott die Menschen nicht verlassen, obwohl das vielleicht verdient gewesen wäre. Er hat einen Rettungsanker ausgeworfen, dass sie Menschen, die an ihn glauben, wieder zu ihm finden können. Dafür ist Jesus Christus am Kreuz gestorben, dass die, die an ihn glauben und um Vergebung ihrer Sünden bitten, erlöst werden und das ewige Leben geschenkt bekommen. Wenn man überlegt, dass das Leben nach dem Tod ewig und für immer dauert, sind vielleicht die negativen Dinge, die wir hier erleben, nicht mehr ganz so schlimm (wenn natürlich noch schlimm genug). Aber auch hier zwingt Gott wieder niemanden: Jeder kann entscheiden, ob er nach dem Tod bei Gott sein möchte oder nicht...

In diesem Leben nach dem Tod bei Gott werden keine "unschuldigen" Menschen mehr sterben...

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@chrisbyrd

...und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. (Offenbarung 21,4)

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Im Endeffekt müssen alle Menschen sterben.

Jede Medaille hat 2 Seiten und vllt. guckst du bei deiner Frage ja auch nur von der falschen Seite.....

Vllt. belobigt Gott die Unschuldigen mit frühem Tod und es ist sein Ansinnen, diese Leute so schnell wie möglich in den Himmel zu sehen.

So gesehen kann kann man das längere Leben böser Menschen auch als eine Art Verzögerungstaktik / Aufschub begreifen, dass diese Menschen Zeit gewinnen zu bereuen oder dass Gott -  im Rahmen seiner Möglichkeiten - versucht, die Hölle so lange wie möglich fern zu halten.

Wer ist Gott, was ist Gott, und wie zeigt er sich dem, der an ihn glaubt?

Wohl nur sehr wenige, die an Gott glauben, sehen in ihm denjenigen, der alles, was in der Welt passiert, genau steuert wie in einer Schaltwarte. Wenn das so wäre, dann würde Gott ja Partei ergreifen müssen, indem er zum Beispiel in einem Krieg die eine Seite gewinnen lässt. Und was Du als "gute" Menschen bezeichnest, sehen andere als "schlechte Menschen" an. Wer aber entscheidet denn, was ein guter und was ein schlechter Mensch ist? Was für die einen ein Freiheitskämpfer ist, ist für andere ein Terrorist. 

Jeder mag seinen eigenen Gottesglauben haben, aber wenn jemand glaubt, Gott muss ihm die Welt so gestalten, dass alles nach seinen Wünschen geschieht, dann wird er es in der Realität sicher schwer haben. Gott schützt einen nicht vor Unfällen, er steuert nicht die Lottozahlen, er schanzt einem nicht den guten Job zu.      

Gott ist aber ein Tröster. Der Glaube an ihn hilft Menschen, Schicksale zu ertragen, und er ist die Projektionsfläche, an die man seinen Dank richten kann, wenn man dazu das Bedürfnis hat.

Dei Frage kann nie sein: "Gibt es einen Gott?" Sondern nur "Glaube ich an Gott?"

Jeder mag seinen eigenen Gottesglauben haben

Genau das ist das Problem.

Statt dem zu gehorchen, was Gott durch seinen Sohn zu uns gesprochen hat durch die Bibel, bastelt jeder an seinem eigenen Gott herum, ganz nachdem, wie es ihm gefällt. Nur mit Wahrheit hat das nichts zu tun. Würden alle Menschen der Bibel gehorchen, würden wir in paradiesischen Umständen leben, jeder würde den Nächsten lieben und ihn behandeln, wie er selbst gern behandelt werden möchte, wäre dankbar und hilfsbereit, fern von aller Selbstsucht und Ichzentriertheit. Statt Missgunst, Gier und Neid würde Wohlwollen herrschen, und die Feindschaft hätte keinen Raum.



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@scrutinize

Und wer definiert, was die Wahrheit ist? In der Bibel (ich glaube bei Markus) findet sich eine Stelle, die den Verzicht auf Onanie gebietet. Welcher Wahrheit gehorcht dieses völlig blödsinnige und unnütze Gebot? Dies ist entweder mit damals mangelnder medizinischer Kenntnis zu erklären oder mit dem Ziel bestimmter Kreise, über solche Vorschriften des Alltagslebens Macht über Menschen auszuüben.

Und meines Wissens findet sich auch das Gebot "Du sollst nicht beim Manne liegen wie beim Weib". Bitte wenn zwei Männer nunmal schwul sind, warum sollen die keinen Sex miteinander haben dürfen?

Wie wahr ist denn die Bibel? Dass ein Mensch übers Wasser laufen konnte oder eine Frau aus eines Mannes Rippe entstanden ist, nimmt doch kein denkender Mensch wörtlich. Und schon sind wir bei der Notwendigkeit zu interpretieren.

Die Bibel (oder ein anderes Glaubensbuch wie den Koran) mit "Wahrheit" zu verknüpfen ist die Ursache für Krieg, Unterdrückung und Verderben. Wenn nämlich jemand die (einzig richtige) "Wahrheit" für sich in Anspruch nimmt, kollidiert er automatisch mit jedem anderen, der das Gleiche tut, aber mit einer anderen, ebenso eigenen Wahrheit.

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