Wenn es einen Gott gäbe warum müssen dann unschuldige Menschen sterben?

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29 Antworten

Hallo,

hier sprichst du das Theodizee-Problem an, das stärkste Argument gegen einen Gott mit den grundlegenden "Qualitäten", wir sie ihm von den
mosaischen Religionen zugedacht werden.
Es ist dies ein Problem, welches überhaupt die Feststellung daß  Gott IST (2.Mos.3,14) in Frage stellt oder damit als widerlegt betrachtet. Eine ausführliche Betrachtung dazu gibt es z.Bsp. hier
http://irenenickelreligionskritik.beepworld.de/theodizee_meinung.htm

Nun ist es tatsächlich so, daß der Mensch sich Vorstellungen von Gott "gestaltet" hat. Dies Vorstellungen haben sich aber so in den Erfahrungen des Seins nicht bestätigt.
In dem "Gebot" (besser der Erkenntnis der Autoren dieser Schriftstelle) "..du sollst dir kein Bildnis von Gott machen" ist nicht nur angemahnt, kein "Schnitzwerk" zu gestalten, welches wie die Götzen der "Ungläubigen" angebetet werden könnte, sondern auch keine (menschliche ) Vorstellung von Gott zu gestalten und Gott zuzuweisen. Es steht die Weisheit dahinter, daß, wie immer wir uns Gott auch denken und  menschliche Maßstäbe anlegen, wir immer scheitern müssen.
Nun haben wir Gott Allmacht zu gewiesen und  Güte. Wir haben ihm aber auch zugewiesen, wie er diese bitteschön gebrauchen müßte.
Genau letzteres, und nur das, kreiert  das  Theodizee-Probelm; ohne dem gibt es dies nicht.
Das Sein wurde gestaltet (von Gott !) als ein Werden und Vergehen, mit "Qualitäten" unterschiedlicher Art, innerhalb der physikalischen Gesetze aber  das Leben auch unter der Auslese der Evolution.
Der Mensch ist ein Teil der Gestaltung dieses Seins. Er unterliegt auch den (vernichtenden) physikalischen und evolutionären Entwicklungen.
Herausgehoben wurde er durch den freien Willen, welcher an der Gestaltung dieses Seins Mitwirkung ermöglicht (..macht euch die Erde untertan) aber besonders die Freiheit hat, die Begegnung untereinander zu gestalten und GUT (zum "Heil") zu wollen - oder auch nicht.
Gott ( wenn er ist) greift eben da nicht ein.Er hat (nach den Schriften oder durch Jesus) verheißen, daß die Entscheidung zu "GUT" den Menschen zu Leben in einem transzendentem Sein befähigt.
Dies ist natürlich "nur" ein Glaube, aber wir gehen ja hier davon aus das Gott IST, also auch ein Glaube, egal wie viel Wahrscheinlichkeit jeder Mensch dieser Aussage zumißt.
Um deiner Frage direkt näher zu kommen : Die Einbindung des Menschen in das Werden und Vergehen des physischen Sein einschl. der damit verbundenen "Lust" und Leides aller Kreaturen, wird nicht anhängig gemacht  vom Handeln des Menschen oder seiner "Qualität", das wäre eine andere "Welt", nicht machbar in der so wie sie ist. Für die Gestaltung des Seins, welches der Mensch insgesamt oder speziell zu verantworten hat wird er zur "Rechenschaft" gezogen bzw. es bestimmt sein Leben in einem jenseitigem Sein.(wenn es IST) und auch teils in diesem.

Alle anderen Betrachtungen - wie ich es sehe - generieren  das Theodizee-Problem welches dann tatsächlich die "Gerechtigkeit Gottes" oder Gott überhaupt in Frage stellt.

Gruß Viktor

PS. "Bibelgläubige" werden mir (oder dir) hier Texte um die Ohren hauen welche obiges widerlegen sollen. Doch gibt es keinen Handlungsbedarf solche Texte zu forcieren oder anstelle von "Verstand" zu gebrauchen.

Weil wir Menschen einen freien Willen haben und uns entscheiden können. Wir können uns entscheiden weiter 60% unserer Lebensmittel aus dem außereuropäischen Ausland zu beziehen und davon dann die Hälfte noch frisch weg zu werfen. Dann sterben entsprechend viele Menschen an Hunger. Wir können uns auch entscheiden mit unseren eigenen Ressourcen sorgfältiger umzugehen. Unsere Ansprüche herunter zu schrauben. So sicherlich schon mal nur noch die Hälfte der importierten Lebensmittel zu brauchen. Hören wir dann auf noch genießbare Lebensmittel wegzuwerfen müssen noch weniger Menschen an Hunger sterben. 

Wir können aufhören die Umwelt so stark zu vergiften und mit den von uns hergestellten Bomben im Ausland zu ruinieren dass noch genügend Wasser für alle Menschen da ist. Dann brauchen keine Menschen an Durst zu sterben. 

Nun erkläre mir bitte Was solche Fakten die recherchierbar sind mit Gott zu tun haben? Es sind die Entscheidungen die wir in unserem Alltag treffen. 

Wir haben die Wahl. 

Kleine Babys oder Kinder haben auch eine Wahl an Krankheit, evtl. auch an Krieg zu sterben? Welch ein Schwachsinn.. Die Menschen, die an Hunger etc. sterben, haben auch keine Wahl..

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@IIZeRoII

Verantwortungsverweigerer verstecken sich gerne hinter Minderjährigen und Opfern ihrer Taten. 

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Ich finde hartajess hat ganz recht! Also ich bin vollkommen deiner Meinung

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Im Endeffekt müssen alle Menschen sterben.

Jede Medaille hat 2 Seiten und vllt. guckst du bei deiner Frage ja auch nur von der falschen Seite.....

Vllt. belobigt Gott die Unschuldigen mit frühem Tod und es ist sein Ansinnen, diese Leute so schnell wie möglich in den Himmel zu sehen.

So gesehen kann kann man das längere Leben böser Menschen auch als eine Art Verzögerungstaktik / Aufschub begreifen, dass diese Menschen Zeit gewinnen zu bereuen oder dass Gott -  im Rahmen seiner Möglichkeiten - versucht, die Hölle so lange wie möglich fern zu halten.

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