Wenn einem eine Fischgräte im Hals stecken bleibt, darf die nur ein HNO-Arzt entfernen oder darf da auch ein Allgemeinmediziner ran?

6 Antworten

Theoretisch jeder approbierte Arzt, also auch ein Allgemeinmediziner, die Frage ist nur, ob dieser das nötige medizinische Equipment in seiner Praxis hat. Im akuten Notfall, wenn jemand droht daran zu ersticken, darf es theoretisch jeder der die Maßnahme sicher beherrscht, also auch jemand mit entsprechender medizinischer Ausbildung der kein Arzt ist. Zwar ist es eine invasive medizinische und damit ärztliche Maßnahme, ist Gefahr jedoch nicht anders abwendbar und ärztliche Hilfe nicht rechtzeitig verfügbar, kann jeder der es sicher beherrscht in Rahmen des rechtfertigenden Notstandes (Paragraph 34 StGB) handeln, das gilt übrigens für alle invasiven medizinischen Maßnahmen. 

ich hatte mal eine im Hals und bin zum nächsten Arzt gegangen, der ist mit seinem Werkzeug aber nicht dran gekommen^^

also bin dann anschließend ins Krankenhaus und direkt zu einem HNO-Arzt gekommen. Die Gräte war sehr schnell entfernt, nur die Nachuntersuchung auf mögliche Schäden war unangenehm (Kameraschlauch durch die Nase bis in den Kehlkopf runter)

Theoretisch kannst du auch zum Zahnarzt gehen. Auch der darf Fettabsaugungen durchführen. xD

Spaß beiseite, am besten zum HNO, der hat die benötigten Instrumente dazu. Höchtwahrscheinlich überweist dich der Allgemeinmediziner zum HNO.

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