Wenn eine Religion mir Verbote und Freiheiten bietet, sollte man dann die gebotenen Freiheiten mit den den Regeln des Staates einschränken?

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7 Antworten

Das Problem ist, dass Religionen zur Etabliertung von Regeln missbraucht werden können, welche außerhalb staatlicher Rechtsprechung liegen oder gegen sie verstoßen.

Das ist solange unproblematisch, wie es nur auf die Anwendung findet, die sich freiwillig diesem Regularium unterwerfen und die Regel nicht gegen staatliches Recht verstößt.

Um sicherzustellen, dass alle Menschen in den Genuss gleicher und verlässlicher Rechtsnormen kommen, ungeachtet eines wie auch immer gearteten ideologischen Bekenntnisses, gibt es z.B. die Religionsfreiheit. Diese sichert nämlich nicht nur denen, die Religion ausüben, das Recht zu, dieses im Rahmen der staatlichen Gesetze zu tun, sie schützt auch die nicht einer Religion Angehörenden vor dem Einfluss von Religion.

Manche religiösen Konzepte unterstützen diese Trennung von Staat und Glauben nicht. Dann ist natürlich die Freiheit und die Rechtssicherheit in Gefahr. Religiöse Staatsstrukturen führen immer zu Unrecht und Gewalt.

Nach unserem Rechtsverständnis kann keine religiöse Regel ein staatliches Gesetz außer Kraft setzen. Der säkulare Staat muss hier immer die Oberhand behalten.

Keinem Gott darf mehr Macht zugestanden werden als dem Parlament.

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Zwei Dinge sind zu trennen: Die Freiheit des Denkens und Redens und damit auch die Religionsfreiheit und die Freiheit einer Gesellschaft, sich für das Zusammenleben Regeln zu geben, innerhalb deren jeder seine individuelle Freiheit ausleben kann. 

Wenn jeder NUR die Regeln und Freiheiten seiner Religion leben würde, hätte keine Gesellschaft einen Zusammenhalt, in der Menschen verschiedener Religionen und Auffassungen leben. Wenn Du die Regeln einer Religion absolut setzen willst, mußt Du einen Religionsstaat schaffen. Davon gibt es einige. Mir gefallen sie nicht - andere mögen so ein Konstrukt bevorzugen. Gruß, q.

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Die Moralvorstellungen von Religionen sollen einen ja auch einschränken, sie sind meist entstanden in Zeiten in denen es keinen Staat oder ähnlichen Gesetzgeben gegeben hat.

Gibt viele Beispiele in denen das Gesetz die Moralvorstellungen von Religionen einschneidet.

Dem Glauben nach ist Abtreibung ist im Iran erlaubt doch der Staat verbietet es.

In Tunesien ist es umgekehrt, der Staat erlaubt es, die Religion nicht.

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Religionen sind antiker menschlicher Wahn und genießen leider noch viel zuviel öffentliches Ansehen. In Wirklichkeit sind sie eine böse historische Altlast, die dem Überleben auf dem Planeten massiv im Wege steht.

Nichts, was Religionen verbieten oder fordern hat Rechtfertigung. Allein die Vorschriften des Staates sind maßgeblich.

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Die Regeln des Staates (Recht) stehen über allem. Die Religion rechtfertigt gar nichts. Mein Recht endet beim Recht des anderen. Die sind einfach krank und verblendet.

mlg neumann

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Religionsfreiheit ist ein Grundrecht und sticht damit andere Rechtsnormen aus. Das gilt natürlich nicht, wenn die Grundrechte Anderer eingeschränkt werden. Es muss schon eine anerkannte Glaubensgemeinschaft mit typischen Regeln sein. Ansonsten könnte sich ja jeder was ausdenken.

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Kommentar von realsausi2
28.04.2016, 23:53

Religionsfreiheit ist ein Grundrecht und sticht damit andere Rechtsnormen aus.

Völlig falsch. Siehe meine Antwort.

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Weil manche Religionen nur da sind um eine Staatsherrschaft zu errichten und um die Gesellschaft zu kontrollieren.

LG

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