Wenn eine komplexe Anordnung von Materie, wie unser Hirn, Bewusstsein schaffen kann warum sollte das Universum,welches weitaus komplexer ist, dies nicht können?

8 Antworten

Zunächst muss ich dir leider widersprechen. Man muss hier die Begriffe Kompliziertheit und Komplexität auseinanderhalten.

Komplexität bemisst sich an der Anzahl der internen Verknüpfungen (lat. complexus = Verknüpfung)  bzw. Wechselwirkungen der einzelnen Systemelemente, die so strukturiert sind, dass höhere Ordnungszustände entstehen können.

Im Unterschied zur Betonung der Ordnung beim Komplexen weist das Komplizierte (lat. complicare = verwickeln) auf Größe und Vielfalt hin, was aber genauso in der Unordnung geschehen kann. Wenn etwas immer komplizierter wird, ohne gleichzeitig neue Ordnungszustände zu erreichen, hat das noch nichts mit Komplexität zu tun.

Insofern ist das Universum zwar komplizierter als das Gehirn, aber dennoch ist das menschliche Gehirn das komplexeste System, das wir bislang innerhalb des Universums entdecken konnten.

Weil da draußen alle Wechselwirkungen physikalisch vorgegeben sind. Alles fließt dort quasi ``mit dem Strom´´. Nichts kann auch anders reagieren, weil es das ``will´´.

Unser Bewußtsein ist im Wechselspiel mit einer insgesamt fruchtbaren Umwelt entstanden, und dies ließ uns Bestand haben und uns (das Leben überhaupt) immer weiterentwickeln. Ein biologischer Organismus, der auf seine Umwelt reagieren kann, ist komplexer als ``stupide´´ physikalische Vorgänge. Unsere Entropie (zB Diffusion in die Umgebung, Erosion, Zersetzung) ist auf ein Mindestmaß runtergeschraubt bzw Körperzellen regenerieren sich - wir sind höchst negentropisch.

Und, .. was hat denn unser Bewußtsein geschaffen? (Wo kommt es her?) .. doch wohl die in diesem Universum herrschenden Gesetze und Mechanismen; also hat letzten Endes in der Tat das Universum Bewußtsein geschaffen!? (ohne es selbst zu ``wissen´´, aber die Möglichkeit war von Anfang an immer da bis irgendwann irgendwo passende Umstände sie verwirklichten).


Vermutlich ist dem so, wir können nur denken was wir wahrnehmen.
Siehe Tetrachromaten, können nur Frauen sein, diese "sehen" 4 Farben, statt gewöhnlich 3 Farben.

Ändert nur nichts daran, dass Träger der Information das Gehirn ist.

Gleich wie, inkarniert das Universum immer Ernegie in Materie und bildet darauf zuweilen Leben.
Soweit es sichtbare Materie betrifft, lässt sich nichts anderes herleiten.

Unsere Wahnehmung ist demgemäß die Bedingung unserer Existenz.
Eine andere lässt sich nicht kreieren (Kreationismus, intelligent Design).
Das wird nicht das letzte Wort der Evolution sein, siehe Tetrachromaten, nur braucht diese Entwiklung ihre Zeit.

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