Wenn ein Schwabe einen Akzent, nicht Dialekt hat, hört er diesen bei sich selbst?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Also, ich wohne in Baden, nicht in Württemberg, bin aber Rheinländer und habe schon einen ziemlichen Rheinischen Akzent und klar höre ich, dass ich das "g" und das "j", das "ch" und das "sch" sonderbar ausspreche! Viele der hiesigen Dorfbewohner lachen auch darüber. Ich lach da mit! Es ist nichts schlimmes daran einen Akzent zu haben und ihn zu hören! Find regionale Sprachmelodien toll!

Für meine Begriffe lässt allein schon die Sprechmelodie den Schluss zu, dass man als Schwabe Abweichungen zur hochdeutschen Aussprache bei sich selbst wahrnimmt.

Während meiner Jahre in Stuttgart ist mir nie ganz klar geworden, ob Schwäbisch sprechende Leute sich dieses Unterschiedes bewusst sind.

https://youtu.be/Lt1w9nA6b5U

Erst später, als ich die Eigenmarken-Werbung von Herrn Saitenbacher hörte, in der er zwischen beiden Aussprache-Varianten wechselt, wurde mir klar, dass er es sehr wohl merkt: neben der ur-schwäbischen Aussprache konnte er auch 'Honoratiorenschwäbisch' - das ist die Variante, die hochdeutsche Grammatik mit schwäbischer Intonation verbindet.

Inwieweit jeder soweit differenzieren kann, weiß ich nicht. Aber der Einfluss der Medien sorgt wohl dafür, dass jedem der Unterschied des Gehörten zur eigenen Sprechweise bewusst wird.

Hallo Highvoltage,

"die Poschd isch zu" sollte er eigentlich selbst hören.

Mag natürlich sein, dass er sich über dessen Dialekt lustig macht, wenn ein anderer "die Post ist zu" sagt.

Akzent, nicht Dialekt.

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@Anonym6732777

Nun ja, ich tu mich schwer mit der "Färbung".

Ich höre meinen hamburgischen Akzent (hier ist das wirklich kein Dialekt) auf jeden Fall. Und wenn ich mich in einer Tonaufnahme höre - schlimm.....

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Wenn ich meine eigenen Sprachnachrichten abhöre finde ich sie schrecklich schwäbish :::)))

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