Wenn ein Mensch zu viele Werte hat, so dass die einander neutralisieren, dann hat er im Endeffekt so gut wie keine Werte?

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10 Antworten

Hallo toniKim,

Ja, was Du beschreibst, gibt es tatsächlich. Aber ich denke, das sind nur Menschen, die sich nicht wirklich Gedanken machen und alles nur nachplappern. Die Werte die Du anführst sind doch widersprüchlich. Wenn sich jemand ernsthaft Gedanken macht bemerkt er das ud wird sich für einen WErt entscheiden.

Die WErte die Du ansprichst sind individuelle Tugrenden und im Gegensatz steht immer das, wonach die Masse hinterherrennt. Das kann stressig sein, ja. Da werden auch viele krank davon. Und dann müssen sie lernen, sich für eine Sache zu entscheiden, und schon wirds besser.

Manchmal ist es wirklich ganz einfach

LG

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Zu viele Wertvorstellungen gibt es eigentlich nicht. Wichtig ist nur, daß alles miteinander kompatibel ist und bleibt.

Logisch gedacht heben sich gegensätzliche Wertvorstellungen, die der selben Sache zugehören, gegenseitig auf (so wie sich auch in der Physik gleichartige Kräfte bei entgegengesetzter Phasenlage gegenseitig aufheben.

Aber ein Mensch ist kein präzise justierbares Gerät. Deshalb funktioneren im Menschen die Dinge ganz anders.

Krasses Beispiel: Wer eine Fastendiät macht und daß Hungergefühl dadurch stillt, daß er Unmengen "Diätfutter" in sich hineinschaufelt, der wird - vielleicht - trotzdem an manchen Körperstellen etwas Fett abbauen, aber das wirkliche sich gegenseitig Aufheben zeigt sich dann in Form von Unproportionalität und/oder Krankheit.

Oder auch so: Es gibt keine ehrlichen Betrüger.

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Ich würde sagen, dass sich schlechte Werte nicht mit guten Werten aufkaufen lassen.

100 gerettete Leben geben dir nicht das Recht zu töten.
___________

Wenn du jetzt schon Angst davor hast, dass Geld deinen Charakter verderben könnte, dann wird Geld deinen Charakter nicht verderben oder deine Angst ist nur eine Täuschung.

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Aus meiner Sicht neutralisieren sich die Werte nicht, sondern sie führen zu einer inneren Konflikt (Ambivalenz), weil beide Werte vorhanden sind. So lange du sie als entweder Geld oder kein Geld, entweder abnehmen oder Essen gegenüberstellst - hast du den Eindruck, wenn beides nicht geht, heben sie sich auf.
Blickst du aber mit sowohl als auch darauf, dann ist beides möglich, nur halt in verschiedenen Kontexten einmal das eine oder das andere ohne Ausschluss. z.B. ich will abnehmen, aber genieße das Essen, auch wenn es weniger ist oder bei einer Party: genieße dieses Essen, aber am nächsten Tag lege ich einen Festtag ein.
Bei viel Geld kann ich auch viel Gutes leisten, jemand anderen unterstützen, einen bestimmten Prozentsatz spenden usf.

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Diese Werte die du da aufzählst hat doch jeder normale Mensch, was ist daran so schlecht, ich finde es ist ganz normal solche Werte zu haben.. Nur wie man damit umgeht, das ist der entscheidende Punkt

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ToniKim 13.08.2016, 12:50

Normale Mensch ist ein niemand.

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Das nennt man Ambivalenz. Und jeder reife Mensch muss dies aushalten lernen und Kompromisse finden. Es ist geradezu ein Merkmal fehlender seelischer Gesundheit, wenn man Ambivalenzen nicht aushalten kann.

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Geld verdirbt nicht automatisch den Charakter, man kann sich in eine "schöne" Frau verlieben auch wenn sie nicht den eigenen Präferenzen entspricht und nicht jedes Essen macht dick.

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Am Ende spielt sich jeder etwas vor. Es hat einen Grund wieso man immer behauptet, dass Geld nicht glücklich macht und trotzdem hätte man am liebsten so viel wie möglich. Es hat einen Grund wieso so viele Leute nach den Essen behaupten, dass sie sich viel zu voll gefressen haben. Und es hat einen Grund wieso jeder behauptet, dass Oberflächlichkeit schlecht ist und doch verlieben sich die meisten nur in schöne Menschen. Die Werte neutralisieren sich nicht, weil der eine in uns verankert ist und wir uns den anderen nur vorspielen um ethisch korrekt in unserer Gesellschaft zu sein. 

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Hallo ToniKim,

Ich haben einen ganz einfachen Geschmack. Ich bin immer mit dem Besten zufrieden. Oskar Wilde

Liebe Grüße

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Tja dann hast du dich wohl selber schachmatt gesetzt mit deiner merkwürdigen Frage

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