Wenn ein Kind in einen haus der Eltern wohnt, muss es dann Erbschaftssteuer bezahlen wenn es über 400000€ Wert geht?

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4 Antworten

Bei Schenkungen gibt es Höchstbeträge, je nach Verwandtschaftsgrad. Wem gehört das Haus denn? Wenn es beiden Eltern gehört, dann könnte man zur Ausnutzung der Freibeträge auch getrennt in verschiedenen Jahren schenken. Also Elternteil 1 schenkt dem Kind seinen Anteil jetzt und Elternteil 2 seinen erst nach Ablauf der Frist, damit der Freibetrag erneut gilt. Vielleicht einfach mal einen Steuerberater fragen, der kann das genau ausrechnen.

Bei der Schenkungssteuer geht es nach den Schenkungswert, der nicht gleichbedeutetn mit den Immobilenwert ist. Außerdem gilt der Freibetrag von 400000€ für jeden Elternteil separat und alle 10 Jahre neu.

Eine Möglichkeit den Schenkungswert zu reduzieren, wäre die Eintragung eines Wohnrechts oder eines Niesbrauchs durch die Eltern.

Erbschaft und Schenkung sind steuerlich das gleiche. Das Erbschaftsteuer-Gesetz regelt nämlich beides.

Als Kind hat man einen Freibetrag von 400.000 Euro, was darüber hinaus geht, muss man versteuern, egal ob geerbt oder geschenkt.

Aber:

  • Der Freibetrag gilt pro Elternteil. Ein Kind kann vom Vater 400.000 € geschenkt bekommen und von der Mutter 400.000 € und muss für beide Schenkungen keine Steuern zahlen, weil jede einzelne Schenkung innerhalb des Freibetrages war.
  • Auch lebt der Freibetrag alle 10 Jahre wieder neu auf. EIn Kind kann heute 400.000 € steuerfrei geschenkt bekommen und in 10 Jahren nochmal 400.000 € steuerfrei geschenkt bekommen. Ein Haus mit höherem Wert könnte somit schrittweise übertragen werden.

Bei Übergabe würde Schenkungssteuer fällig, wobei für Häuser bis 200m2 Wohnfläche keine Steuer anfällt.

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