Wenn ein Elternteil das Sorgerecht abgenommen bekommt brauche ich dann zu nichts die Zustimmung mehr

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4 Antworten

Es wäre schön, wenn Du die Frage etwas deutlicher formulieren würdest. Ich vermute, dass Du Deinen Vater nicht sehen möchtest? Wenn ich das so richtig interpretiert habe, dann sieht es so aus: Eine Sache ist das Sorgerecht, das jetzt wohl bei Deiner Mutter liegt. Das heißt, dass sie ohne Einverständnis Deines Vaters wichtige Belange für Dich regeln kann. z.B. Schule, Operationen, etc. Die andere Sache ist das Umgangsrecht/Besuchsrecht. Das steht Deinem Vater immer noch zu. Mit 15 Jahren, denke ich, kannst Du aber schon alleine entscheiden, ob Du Deinen Vater sehen möchtest, oder nicht. Wenn Du triftige Gründe gegen einen Umgang mit Deinem Vater hast, dann kannst Du Dich ans Jugendamt wenden und Deine Argumente vorbringen. Das Jugendamt versucht immer für beide Seiten zu vermitteln!

Steinhauer9999 01.06.2013, 22:22

Ja danke! Aber Jugendamt interessiert das nicht!

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adhsmom 01.06.2013, 23:08
@Steinhauer9999

Bestehen die auf den Kontakt? Ich kenne ja den Grund nicht, weshalb Du Deinen Vater nicht sehen möchtest. Falls Du Angst vor ihm hast, so kannst Du einen betreuten Umgang beantragen. D.h., dass bei den Besuchszeiten eine "Aufsichtsperson" dabei ist. Wenn Du wirklich schlagkräftige Argumente hast, dann kann ein Gericht den Umgang "untersagen". Hierfür brauchst Du aber wiederum einen Verfahrenspfleger, der für Dich einsteht. Was wäre denn, wenn Du am Besuchstag einfach nicht "da" bist? Zwingen kann Dich ja niemand mehr mit 15. Irgendwann wird es Deinem Vater schon leid tun. Velleicht bereust Du aber in ein paar Jahren auch Dein Verhalten. Wäge das pro und contra Deinem Vater bitte ganz genau ab.

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ETalbi 02.06.2013, 10:35
@adhsmom

Also, laut Gesetz hat das Kind ein Recht auf Umgang mit beiden Elternteilen. Wenn du dieses Recht nicht in Anspruch nehmen möchtest, wird dich wohl auch kein Richter dieser Welt zwingen, deinen Vater zu treffen. Mit 15 hast du durchaus ein Mitspracherecht.

Der Punkt ist, und da schließe ich mich dem Vorredner an, dass ein Kontaktabbruch zu deinem Vater gut durchdacht werden sollte. Wenn Eltern sich untereinander nicht mehr verstehen, dann ist es für das Kind oft ein Spießrutenlauf. NIcht selten wird gegen das andere Elternteil gewettert und das Kind steht zwischen den Stühlen.

Meine heute 17 Jahre alte Tochter hat ihren Vater seit rund 6 Jahren nicht mehr gesehen. Der Kontakt brach nach einem Gespräch beim Jugendamt ab, bei dem meine Tochter, damals 11 (also so ungefähr, ich muss gestehen es ist schon arg lang her), meinen Mann gemeinsam mit der Mitarbeiterin des JA,** ohne dass ich anwesend war**, aufforderte, das "Schlecht machen" meiner Person zu unterlassen, weil sie halt beide lieb hätte und sie das belasten würde. (In ihren Worten, aber die MA vom JA meinte sie hätte das damals super gemacht!).

Daraufhin hat zunächst mein Exmann den Kontakt abgebrochen und zwei Jahre später, als er zum Jugendamt kam und erneuten Kontakt suchte, hat meine Tochter widerum selbstständig mit der MA des JA telefoniert und klar gesagt, sie wünsche keinen Kontakt. So ist es auch gekommen und unter Umständen auch besser in diesem Fall.

Nun ja, wenn du also den Kontakt auf keinen Fall mehr möchtest und gute Gründe dafür hast, dann kannst du dich sicherlich weigern, ohne dass es für deine Mutter rechtliche Folgen haben wird.

Ich selbst habe den Kontakt zu meinem Vater mit Mitte 20 abgebrochen und auch ich hatte gute Gründe dafür. (Prügel in der Kindheit, Psychoterror als ich dann erwachsen war, der Herr Maschinenbauingeneur war da sehr kreativ)

Aber... und da kann ich nur von mir sprechen, einen "brauchbaren" Papa wünsche ich mich auch heute noch und ich bin mittlerweile 40. Filme in denen Väter sich um ihre Töchter kümmern, rühren mich noch heute zu Tränen.

Ein Papa ist etwas Gutes und Positives im Leben eines Kindes, auch wenn es schon erwachsen ist.

Ob man also den Kontakt abbricht und damit das Risiko eingeht, dass er nie wieder auflebt, sollte man gut überdenken und nicht mal einfach aus einer Laune heraus treffen. Sonst kann es sein, dass man es irgendwann bereut.

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Nö - Du brauchst immer noch die Zustimmung des anderen Elternteils oder - wenn es das nicht gibt - des Jugendamtes.

Aber wenn Du ein Elternteil (bei dem Du nicht lebst) nicht sehen möchtest, mußt Du es auch ohne Sorgerechtsentzug nicht

Steinhauer9999 01.06.2013, 22:18

Und was ändert dann das Sorgerechtsentzug?

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adhsmom 01.06.2013, 23:16

Das stimmt so leider NICHT!

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Midgarden 02.06.2013, 22:26
@adhsmom

Erläutere Dein Statement - sonst kann niemand etwas damit anfangen!

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Hallo,

ich gehe mal davon aus das es sich um deinen Vater handelt. Wenn ihm das Sorgerecht entzogen wird hat er imm er noch das Umgangsrecht mit dir. Da es sich bei diesem recht aber hauptsächlich um das Recht des Kindes auf den Vater handelt kann man dich mit 15 nicht mehr zwingen ihn zu sehen. Der Umgang muss dem Kindeswohl entsprechen. Wenn du dich vor ihm ekelst oder Angst hast dann entspricht das nicht deinem Wohl wenn du ihn siehst. Außerdem denke ich das dir mit 15 doch einiges einfallen dürfte das du ihn nicht sehen muss auch wenn er drauf besteht. Was sagt deine Mutter zu dem Ganzen? UNd was ist an deinem Vater so schlimm? Es gibt Grenzen beim Umgangsrecht, die kann ich dir aber nur aufzeigen wenn du mal schreibst worum es bei euch genau geht und was vorgefallen ist.

sorgerecht und das recht die kinder zu sehen sind zwei unterschiedliche sachen. dass er das sorgerecht für dich verloren hat, heisst nur, dass er nicht mehr mitentscheiden darf. er darf dich trotzdem noch sehen... zwingen kann er dich allerdings nicht!!!

Steinhauer9999 01.06.2013, 22:17

Also er könnte nicht einklagen mich zu sehen?

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adhsmom 01.06.2013, 23:15
@Steinhauer9999

Was glaubst Du, wie viele Mütter das Besuchsrecht der Väter für ihre Kinder einklagen? Das bedeutet, dass sie Väter ihre Kinder nicht sehen wollen! Wird das Besuchsrecht dann per Gericht beschlossen, so bedeutet das noch lange nicht, dass die Väter ihre Kinder auch besuchen. Man kann nichts erzwingen. Es gibt "Zwangsgelder", aber im Umgangsrecht habe ich das noch nie gehört. Wenn Du nicht da bist, wenn Dein Vater Dich besuchen möchte, dann kann er gar nichts machen. Anders wäre es, wenn Deine Mutter Dich dahingehend beeinflussen würde, Deinen Vater nicht sehen zu wollen oder Dich Deinen Vater nicht sehen lässt. Hier kann Dein Vater gegen Deine Mutter klagen.

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