Wenn ein Atheist im betrunkenen Zustand an Gott glaubt und stirbt, zählt dieser Glaube?

32 Antworten

Wenn der Glaube echt und aufrichtig ist, warum nicht?

Gott seht das Herz an und kennt unsere innersten Gedanken und Motive - besser als wir selbst. Deshalb können wir Gott nicht betrügen und ihm nichts vormachen: "Denn der HERR sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht; denn der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist, der HERR aber sieht das Herz an! " (1. Samuel 16,7b).

Wenn sich also jemand ernsthaft und wirklich dazu entscheidet, an Gott zu glauben, dürfte dies ein Glaube sein, der rettet: "Wer glaubt [...], der wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden" (Markus 16,16).

Ein unechter, geheuchelter, oberflächlicher Glaube "aus einer Laune heraus" dürfte allerdings kein "rettender Glaube" sein.

Genau so ist es, unser Glaube rettet uns. Nicht unsere Werke. Ob unser Glauben echt ist, dass wird Gott schon beurteilen können. Wer glaubt, er müsste durch Werke seinen Glauben beweisen hat nicht verstanden, dass Gott sowieso in unser Herz schaut und weiss ob wir glauben oder nur vorgeben zu glauben.

Wenn zum Beispiel Zeugen Jehovas und andere Sekten behaupten, man müsste seinen Glauben beweisen, dann unterstellen sie Gott er könnte nicht in unser Herz schauen. Menschen mögen von anderen erwarten sie sollten "durch Taten beweisen dass sie echte Christen sind". Gott hat das gar nicht nötig. Wenn wir uns zu Jesus Christus bekennen dann weiss Gott SOFORT was in unserem Herzen vor sich geht und nur darauf kommt es an.

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Definiere "zählen", für was? Besoffene gelten als unzurechnungsfähig, ergo hat nichts, was in besoffenem oder sonstwie berauschtem (andere Drogen) Zustand getan wurde, eine rechtliche Gültigkeit. Falls es einen Gott geben sollte, wird der wohl gucken, was derjenige in zurechnungsfähigem Zustand mit seinem Leben gemacht hat, nicht was er im Rausch für Dummheiten begangen hat.

Hallo Schopenhauer7,

die Wortwahl "zählt" reizt zur Antwort:

Mal vorausgesetzt, dass man an Gott glaubt: Nicht etwas zählt, sondern einer zählt und zwar Gott. Der entscheidet.

Nach katholischer Auffassung ist jeder, der nach seinem Gewissen lebt, auf der "sicheren Seite". Das lässt sich durch die Bibel, die Tradition der Kirche, den Katechismus und die Texte des II. Vatikanums belegen.

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