Wenn ein Architekt ca. 10% der Bausumme kostet, wieviel % kommen dann noch für Fachplaner etc. hinzu

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Je nachdem, was man noch alles planen läßt, können es noch einmal 10% werden. Es gibt für nahezu jeden Planungsbereich "Fachplaner".

Die Planungskosten richten sich immer nach dem Umfang der beauftragten Leistungsphasen der HOAI. Jeder Planer kann Dir aber VOR dem Auftrag nach einem klärenden Gespräch ein Angebot für die Planungsleistungen machen.

Was man planen lassen sollte, ist die Haustechnik im Bereich Heizung/Lüftung/Sanitär.

Elektroplanung ist in der Regel nicht erforderlich, wenn Du eine "Standard"-Installation haben möchtest. Bei einer BUS Installation sieht es schon anders aus.

Was willst Du für ein Haus bauen ?? Wenn man das weiß, kann man Deine Frage sicher besser beantworten.

Gruss Auftragspoker:de

dank dir, das sehe ich genauso und so hat sich es inzwischen auch herauskristalisiert. Man findet kaum Haustechnikplaner die einfamilienhäuser (180m²) planen wollen. Das machen dann die Fachfirmen wohl selbst.

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Qualität in der Planung zahlt sich aus, weil dann auch kritische Punkte geklärt sind und die Hochwertigkeit der Wohnung / des Gebäudes sichergestellt ist. Eine aktuelle Studie zeigt, dass oft kleine, in der Planung vergessene Details, die Unzufriedenheit des Nutzers oder Käufers begründet. Dann hat sich die Einsparung nicht gelohnt. HOAI ist übrigens ein Gesetz, ebenso verbindlich wie Umsatzsteuer und Strafgesetzbuch. Zu den 10%: meist werden ja nur Teilleistungen vergeben, Ausschreibung und Vergabe beispielsweise sind bei kleinen Projekten unüblich. Dann kann man noch bei der Ausführungsplanung klären, dass Standarddetails, die nicht gesondert geplant werden müssen, billiger kommen. Dann ist man schnell unter 10%. Übrigens ist eine ordentliche Kostenplanung sehr wichtig, sonst ist schnell das Honorar das kleinere Problem: Ordentlich nachfragen, woher die Preise kommen, auf Kostenberechnung statt -schätzung beharren!

Wenn Du dem Architekten 10% der Bausumme zahlst, hast Du Dich über den Tisch ziehen lassen.

Architekt + Statiker = max. 7% (HOAI muss nämlich nicht sein).

Elektrik sollte der installierende Betrieb planen und abnehmen.

Die Baugenehmigungsgebühr hängt vom Bundesland ab... siehe jeweilige Verwaltungsgebührenordnung.

oh doch, feuchter Willy, HOAI ist nähmlich nicht zum Spaß gemacht ! Aber BtT : insgesamt sind mit 15-18% Nebenkosten zu rechnen, da wären dann aber alle Fachplaner, das gesamte Architektenhonorar, Vermessung, alle Gebühren usw. dabei. Falls es hier um ein Einfamilienhaus geht, so kann die Planung der Haustechnik sicher durch den jeweiligen Fachbetrieb (Elektro / HLS) erfolgen, sodaß dafür schon mal auf den Fachplaner verzichtet werden kann. Die Architektenleistung kann natürlich auch reduziert werden, in dem einfach der Leistungsumfang reduziert wird.

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@mischer71

Oh nein, die HOAI ist nicht verbindlich... natürlich hätten die meisten Architekten gerne Abrechnung nach HOAI - aber dafür ist der Markt ein wenig zu übersättigt.

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@WetWilly

Oh doch WetWilly, die HOAI ist wohl verbindlich, auch wenn diese Verbindlichkeit unzulässigerweise von einigen sog. Kollegen auf der Jagd nach Aufträgen gerne unterwandert wird, sicher auch deswegen, weil der Markt es leider hergibt. Aber deswegen bleibt die HOAI doch verbindlich. Im Übrigen - selbst bei Unterschreitung der HOAI-Mindestsätze - würde ich keinem Planer vertrauen, der mir die Geschichte für max. 7% glaubt vernünftig planen zu können und dafür auch noch die Statik macht. Da halte ich das Statement von mischer71 schon für wesentlich aussagekräftiger und auch seriöser. Und wenn man schon gesetzliche Vorgaben für nicht verbindlich hält, dann sollte man sich gleich einen Planer bei MyHammer suchen, da wirds dann richtig billig - aber eben nur billig und nicht preiswert. Viel Spaß dabei!

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