Wenn die Tochter meines Vermieters mich durch einen Anwalt zu einer Mieterhöhung auffordert, muß ich dann ihren Anwalt zahlen?

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5 Antworten

Die Tochter meines Vermieters ist zu einem Anwalt gegangen und hat mich über diesen zu einer Mieterhöhung aufgefordert. Ich habe ihr noch keine Zahlungen überwiesen und sie wurde mir von meinem Vermieter nie als Bevollmächtigte oder Vermieterin benannt. 

Ohne eine Vollmacht oder z.B. einen Erbschein oder Eintragung ins Grundbuch, dass sie die neue Eigentümerin ist, würde ich alles so lassen wie es und mich auf gar nichts einlassen.


Die Tochter hatte mich in einem Schreiben ohne datum versucht zu einer Mieterhöhung aufzufordern. 


Selbst wenn sie jetzt die Vermieterin wäre, dann muss ein Mieterhöhungsverlangen schon richtig gemacht werden, z.B. muss man es begründen  z.B. durch drei vergleichbare Mieten/Wohnungen.

Ich hatte darauf hingewiesen, daß die Heizung seit zwei Jahren nicht funktioniert und ihr Schreiben undatiert ist. Demensprechend habe ich dem Schreiben widersprochen. 

Das war nicht klug. Man muss nicht widersprechen und den Vermieter nicht auf seine Fehler aufmerksam machen, denn umso schneller kann er dann ein wirksames Mieterhöhungsverlangen nachschieben.

Daraufhin wurde die Heizung repariert und sie hat sich schriftlich gemeldet, daß sie vorläufig auf eine Mieterhöhung verzichtet. Nun kommt nach drei Monaten der Brief vom Anwalt. In dem Brief wird sie zum ersten mal mirgegenüber als "Vermieterin" bezeichnet...

Anwälte Schreiben dass, was ihr Mandant will.

Mein Rat:

Schreibe an den Anwalt per Einwurfeinschreiben ungefähr folgendes:

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt...,

Ohne eine entsprechende Vollmacht meines Vermieters Herr.... für seine Tochter oder Erbschein. etc. werde ich mich nur an meinen Vermieter Herr ... halten.

Entweder ich erhalte von Frau... oder Ihnen einen entsprechenden Nachweis oder ich werde in Zukunft mich weiterhin nur an Herr.. halten.

Mit freundlichen Grüßen

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Kommentar von EstherGoldmann
13.03.2017, 11:02

Ich habe dem Anwalt geschrieben und um Legitimation gebeten. In form eines Nachweises wie Beispielsweise einer Grundbuchauszuges oder Erbscheines. Muss der Anwalt das beantworten? Steht mit ein Anrecht auf Legitimation zu? Betrifft das auch die Fristen zur Mieterhöhung, die mir ursprünglich genannt wurden?

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Wie kommst Du zu der Auffassung Du müssest den Anwalt der Vermietertochter bezahlen? Selbst wenn Dein Vermieter Dir ein Mieterhöhungsbegehren durch einen Anwalt mitteilen lassen würde, so ist dies sein wirtschaftliches Vergnügen.

Von mir bekäme der Anwalt einen Einzahler: Legen sie mir bitte eine Mandatierung durch meinen Vermieter vor, ich stehe in keinem Vertragsverhältnis mit Ihrer Mandantin.

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Die Tochter kann/darf nur mit einer schriftlichen Vollmacht mit Originalunterschrift des Vollmachtgebers in Fragen des Mietrechtes handeln.

Hier mangelt es der entsprechenden Vollmacht. Deshalb ist das Mieterhöhungsverlangen allein schon deshalb unwirksam. Ein Wiederspruch ist für ein unwirksames MEV nicht nötig. Deshalb ist Schweigen geboten. Keinesfalls den Vermiete/ die Tochter auf ihre Fehler hinweisen.

Wenn ein Vermieter oder sein Bevollmächtigter einen Anwalt für die Ausfertigung eines Mieterhöhungsverlangens glaubt zu benötigen, ist das allein sein Bier. Dir können dessen Kosten keinesfalls in Rechnung gestellt werden, zumal diese Verwaltungskosten zuzuordnen wären.

Bitte derzeit nichts unterschreiben! Es existiert kein rechtswirksames Mieterhöhungsverlangen.

Wenn ein aktuelles bevollmächtigtes MEV kommt, wäre es auf seine formelle Wirksamkeit zu prüfen. Wenn nicht drei Vergleichswohnungen benannt werden oder die Zustimmungsaufforderung fehlt, ist es unwirksam.

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Nee, sie muss erstmal nachweisen, dass sie Vermieterin ist. Dann kann die Mieterhöhung immer noch ungültig sein.

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Kommentar von EstherGoldmann
24.02.2017, 22:13

Kann man sowas dem Anwalt direkt schreiben und wenn er Antwortet, muß ich seine Antworten bezahlen? Beispiel: "Bitte um Nachweis, daß Frau X meine Vermieterin ist, da ich meinem Vertragsparter und mir schuldig bin, der Vermögensabsicht einer dritten Person gegenüber nicht ohne Nachweis zuzustimmen."

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Hast Du denn zuvor ein Mieterhöhungsersuchen abgelehnt?

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Kommentar von EstherGoldmann
24.02.2017, 22:11

Die Tochter hatte mich in einem Schreiben ohne datum versucht zu einer Mieterhöhung aufzufordern. Ich hatte darauf hingewiesen, daß die Heizung seit zwei Jahren nicht funktioniert und ihr Schreiben undatiert ist. Demensprechend habe ich dem Schreiben widersprochen. Daraufhin wurde die Heizung repariert und sie hat sich schriftlich gemeldet, daß sie vorläufig auf eine Mieterhöhung verzichtet. Nun kommt nach drei Monaten der Brief vom Anwalt. In dem Brief wird sie zum ersten mal mirgegenüber als "Vermieterin" bezeichnet...

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Kommentar von Nightlover70
24.02.2017, 22:14

Dann musst Du die Anwaltskosten auch nicht tragen.

Zudem würde ich um Legitimation bitten, indem erstmal geklärt wird wieso sie die Vermieterin ist (bzw. vorgibt zu sein)

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Kommentar von Nightlover70
24.02.2017, 22:21

Immer schreiben.

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Kommentar von Nightlover70
25.02.2017, 09:40

Ich würde in dem Fall nicht schweigen.
Eine Eskalation bringt hier in diesem Fall nichts.  

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