Wenn die Günstigkeitsprüfung zugunsten des Freibetrags ausfällt, bekommt man dann in Folgejahr kein Kindergeld mehr und nur den monatlichen Freibetrag?

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4 Antworten

Der Freibetrag und das Kindergeld werden jedes Jahr bei der Einkommensteuererklärung überprüft.

Natürlich bezieht man weiterhin Kindergeld. Sollte der Freibetrag günstiger sein, wird dies bei der Steuererklärung berücksichtigt

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Kommentar von siola55
17.07.2017, 06:46

Der Freibetrag und das Kindergeld werden jedes Jahr bei der Einkommensteuererklärung überprüft.

Stimmt so nicht ganz: der Kindergeldbezug wird nicht vom Finanzamt geprüft, sondern von der Familienkasse!
Das Kindergeld ist Voraussetzung für einen evtl. Kinderfreibetrag - die Kindergeldzahlung gibt es immer bis längstens zum 25. Lebensjahr als Steuervorauszahlung wg. dem Existenzminimum des Kindes, falls die Voraussetzungen dafür vorliegen.
Bei Besserverdienern wird der Unterschiedsbetrag zum ausbezahlten Kindergeld in der Einkommensteuererklärung zusätzlich erstattet durch diese "Günstigerprüfung" ;-)

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...einige behaupten das man weiterhin Kindergeld bezieht (obwohl die
Günstigkeitsprüfung zugunsten des Freibetrags ausfiel) und erst am Ende
des Jahres die Differenz zum Friebetrag erstattet wird, gibt es andere
die behaupten das der Freibetrag zwar angewandt wird (ohne Kindergeld zu
beziehen) aber erst nach der Steuererklärung auf einmal für das ganze
Jahr erstattet wird.

Hallo Danielsar, folgendes zum Ablauf der "Günstigerprüfung" durch das Finanzamt:

Der Kindergeldbezug ist Voraussetzung für den evtl. Anspruch auf den Kinderfreibetrag bei der Einkommensteuererklärung!
Also ohne Kindergeldanspruch gibt es auch keinen Kinderfreibetrag zu berücksichtigen in de Ek-Steuererklärung :-((

Die Kindergeldzahlung ist nur mal eine Steuervorauszahlung und erfolgt solange, bis das Kind längstens 25 Jahre alt wird und die Voraussetzungen erfüllt sind!

Danach wird jährlich durch die Ek-Steuererklärung vom Finanzamt geprüft, ob evtl. der Kinderfreibetrag günstiger ist. Falls ja, wird der Unterschiedsbetrag zum vorausgezahlten Kindergeld zusätzlich erstattet ;-)

Die "Günstigerprüfung" hat also keinen Einfluß auf die Kindergeldzahlung!

Gruß siola55 - hoffe, damit sind alle (Un-)klarheiten beseitigt... ;-)

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Kommentar von siola55
16.07.2017, 20:22

Anders würde ich dem Finanzamt ja einen Kredit gewähren, über die Beträge die es monatlich aus dem Freibetrag einbehält und erst nach Steuererklärung (Günstigkeitsprüfung) im Folgejahr erstattet.

So ist dies mit jeder Erstattung vom Finanzamt - darum sollte man/frau nicht zu lange warten mit der Einkommensteuererklärung, falls man/frau mit einer Erstattung rechnet...

Ab Februar liegen dem Finanzamt sämtliche Daten der jeweiligen Institute vor, um den Finanzausgleich rechnen zu können!

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Es heißt in jedem Beitrag zum Kindergeld/Kinderfreibetrag das entweder das Kindergeld oder der Kinderfreibetrag in Anspruch genommen werden kann. Meine Lesart wäre daraus folgernd, das man entweder die 192€ monatlich bekommt oder 1/12 des Freibetrags auf das monatliche Brutto angerechnet bekommt. Damit würde sich das monatliche Netto um 192€ + x€ (aus dem Freibetrag) erhöhen. Das würde doch Sinn machen!?

Anders würde ich dem Finanzamt ja einen Kredit gewähren, über die Beträge die es monatlich aus dem Freibetrag einbehält und erst nach Steuererklärung (Günstigkeitsprüfung) im Folgejahr erstattet. Dazwischen können locker bis zu 18 Monaten liegen! Das macht ja so gar keinen Sinn?? Kann das sein?

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Kommentar von siola55
16.07.2017, 20:27

Meine Lesart wäre daraus folgernd, das man entweder die 192€ monatlich bekommt oder 1/12 des Freibetrags auf das monatliche Brutto angerechnet bekommt. Damit würde sich das monatliche Netto um 192€ + x€ (aus dem Freibetrag) erhöhen. Das würde doch Sinn machen!?

Bei der Lohnsteuer wirkt sich ein Kinderfreibetrag überhaupt nicht mehr aus - nur noch minimal beim Soli und bei der Kirchensteuer, falls überhaupt eine gezahlt wird.
Die 192 € Kindergeldzahlung ist ja schon eine Steuervorauszahlung wg. dem Existenzminimum für das Kind...

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Die Günstigerprüfung und ggf. Nachzahlung erfolgt bei der Steuererklärung. Zum einen heißt es ja nicht, wenn in einem Jahr der Freibetrag günstiger war, dass das im nächsten Jahr immer noch so ist. 

Und zum anderen ist die Familienkasse die Stelle, die die Voraussetzungen regelmäßig überprüft und Nachweise einfordert, das Finanzamt macht das nicht. Das geht davon aus, wenn Kindergeld gezahlt wurde, dann steht es auch zu. 

Wenn es wirklich viel Geld ist, kann man wohl einen Freibetrag eintragen lassen. Aber wer so gut verdient, kann auch etwas warten. 

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