Wenn die Freimaurer seit Jahrhunderten auf eine bessere Welt hinarbeiten (wie sie selbst sagen), warum ist die Welt dann noch so ungerecht?

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12 Antworten

Das ist eine gute Frage. Du kannst auch fragen: Wenn Jesus die Welt vor 2000 Jahren erlöst hat, warum gibt es dann noch so viel Ungerechtigkeit.

De facto hat die Wissenschaft (Medizin, Hygiene, Ackerbau, Dünger, etc) den Menschen insofern fortschritt gebracht, als die Lebenserwartung stark gestiegen ist und die Kinder- und Müttersterblichkeit stark gesunken ist. Das ist mittlerweile überall in der Welt der Fall, wenn auch nicht im gleichen Masse. Den meisten Ländern geht es heute auch nicht viel schlechter als Europa in den 70er Jahren.

Andererseits hat der Fortschritt bei den Waffen auch ermöglicht, mehr Menschen auf einmal und schneller zu töten...

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Über die Freimaurerei hat sich bereits Tolstoi in seinem Roman "Krieg und Frieden" ernüchternd geäußert. Es ist nicht alles Gold, was glänzt.

Im Allgemein gilt, dass Freimaurer nun mal hinter geschlossenen Türen agieren, nicht in sehr hohem Maße die Transparenz nach außen pflegen und auch nicht immer den Blick von außen zulassen. "Eingeweihte" Freimaurer werden nicht unbedingt GF als Bühne ihrer Beiträge verwenden. Vielleicht ist GF nicht geeignet, die Freimaurerei umzugestalten.

  1. Zum einen: Nicht alles, was von Menschen gemacht ist, wird von Erfolg gekrönt.
  2. Zum anderen: Wird hier die Freimaurerei als Weltbeherrschungseinheit vermutet, die alles lenkt? Wenn Nein, was vielleicht nicht ganz falsch wäre, muss man bedenken, dass es Kräfte in der Welt gibt, die auch in die andere Richtung zielen.
  3. Drittens: Bedenke, dass auch die Freimaurer nur Menschen mit Fehlern und Schwächen sind.
  4. Viertens. dass es viele Einheiten gibt, welche die Welt verbessern wollten und es nicht geschafft haben (z.B. Verfechter des Kommunismus).

Bisweilen muss man Traum von Realität unterscheiden. Nicht jeder hat den Schritt zwischen Wunsch und Wirklichkeit geschafft, ohne dabei zu stürzen.

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Ich bin kein Freimaurer. Ich bin Epikureer. Doch Epikureer haben mit den gleichen Problemen massiver Verleumdung zu kämpfen. Auch Epikureer wollen eine bessere Welt und sind dennoch sang- und klanglos untergegangen, von der aufkommenden christlichen Religion und ihrem speziellen Aberglauben kalt gestellt worden. Was man will, ist noch lange nicht, was man erreichen kann. Wenn man eine Vorstellung vom Weltgeschehen hat, das den meisten Menschen nicht schmeichelt und ihnen billige Ausreden zu den Folgen eigenen Fehlveraltens bietet, ist die Chance, das Verhalten der meisten Menschen zu ändern, sehr gering.

Wer beklagt, dass die Freimaurer lange Zeit als Geheimbund agieren mussten, der klagt den Falschen an. Anzuklagen wäre die Seilschaft aus Feudalherren und Kirche, die jede missliebige Meinung brutal aus der Welt geschafft haben. Wir verdanken den Geheimbünden der Freimaurer, dass sich manche für die Kirche und die ihnen verbundenen Fürsten unbequeme wissenschaftliche Einsicht in den Kreisen der Freimaurer verbreiten konnte, überhaupt diskutiert werden konnte. Noch zu Mozarts Zeiten konnte man seine Meinung nicht frei äußern, noch ein Schiller musste vor einem aufgebrachten Fürsten und seiner Willkür flüchten. Das hat sich seit dem 20. JH geändert und seitdem hat auch die Geheimbündelei ein Ende.

Die Frage ist, wie lange noch. Wir steuern in Deutschland auf einen neuen Gesinnungsstaat zu. Wer hier öffentlich Karriere machen will, muss sich als leuchtender Hell-Deutscher erweisen. Wer im öffentlich-rechtlichen Rundfunk eine Berufslaufbahn sucht, sollte sich besser eine Vorzeigegesinnung zulegen. Zwar wird den Epikureern fälschlicherweise der Hang zum Rückzug ins Private unterstellt - doch das ist eine der vielen Unterstellungen. Die Alternative ist nicht, ob ich mich über den Energieverbrauch in China aufrege statt meinen eigenen Furzdrang durch richtige Ernährung in Zügel zu halten. Dazwischen liegen noch viele Möglichkeiten im näheren und weiteren Lebensumkreis zu wirken, dass die emotionsgespeisten Gesinnungsdiktatur nicht einer sachlichen Aufklärung weicht. Da geht schon viel zu viel in die falsche Richtung. Ob es zur Besserung "der Welt" führt, ist, wie alles auf dieser Welt, sehr offen. Doch versuchen sollte man es wenigstens.

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Kommentar von berkersheim
13.01.2016, 14:57

Der Satz

Dazwischen liegen noch viele Möglichkeiten im näheren und weiteren
Lebensumkreis zu wirken, dass die emotionsgespeisten Gesinnungsdiktatur nicht einer sachlichen Aufklärung weicht.

ist leider missverständlich formuliert. Hier die bessere Version:

Dazwischen liegen noch viele Möglichkeiten, im näheren und weiteren Lebensumkreis zu wirken, dass eine sachliche Aufklärung nicht von einer emotionsgespeisten Gesinnungsdiktatur verdrängt wird.

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Da hier mehrfach die angebliche "Naivität" mancher Antworten bemängelt wurde, hierzu meine Ansicht

Ich halte es für naiv zu glauben, die Welt sei durch ein einfaches Schwarz-Weiß-Muster zu verstehen. Mit solch einem Weltbild macht man es sich sehr bequem und muss sich nicht mit komplexen Zusammenhängen befassen.

Das gilt für religiöse Konzepte wie "Gott gegen Satan" genau so wie "Geheimgesellschaften gegen die freie Gesellschaft". Solch ein Schablonendenken halte ich für naiv.

Man hat auf der einen Seite ein klares Feindbild - Freimaurer, Juden, Politiker, Flüchtlinge - und auf der anderen Seite die "Wissenden", welche meinen, die Wahrheit ansatzweise zu verstehen. 

Dabei ist das Gerede von "Feindbild XY gegen die freien Menschen" einfach nur Jammern auf (mehr oder weniger) hohem Niveau.

Der Bauarbeiter jammert über den ungerechten Vorarbeiter...der Steuerzahler über Politiker...der Pegidist über Flüchtlinge...und der Verschwörungstheoretiker über den Einfluss der Geheimgesellschaften.

Was haben diese Jammerer alle gemeinsam?

Sie ändern absolut nichts, sondern schüren allenfalls Hass und Vorurteile gegen ihr jeweiliges Feindbild...Arbeitslose, Freimaurer, Juden, Flüchtlinge...

Zur Lösung der angeblichen "Probleme" tragen sie absolut nicht bei, sondern beschränken sich auf spekulieren, diskutieren, schimpfen und hetzen.

Provokativ gesagt:

Selbst wenn irgendein selbsternannter "Wahrheitssucher" der mit seinem Alu-Hut auf dem Kopf irgendwann tatsächlich die (wie auch immer geartete) "Wahrheit" erkennt, ändert das absolut nichts.

Egal wie viele Blogs, YouTube-Kanäle oder Twitter-Accounts er mobilisiert - die Gesellschaft wird ihn ignorieren. Seine theoretische "Erkenntnis" und sein "Wissen" um die geheimen Mechanismen ist völlig wertlos für die Gesellschaft und machen sie kein Stück "besser" oder "freier" - was ihm doch angeblich so wichtig ist.

Meine Meinung

Wer will, dass die Welt besser wird, sollte bei seinem eigenen Verhalten anfangen. Kritisches Hinterfragen des eigenen Konsumverhaltens, bewusstes Anerkennen der eigenen globalen Verantwortung.

Provokatives Beispiel:

Wenn ich furze, wächst das Ozonloch. Was ist jetzt hilfreicher? Ein hetzerisches Pamphlet über die chinesische Umweltverschmutzung zu schreiben, oder meine Ernährung zu ändern?

Ich behaupte einfach mal, 90% der Menschen machen sich eher Sorgen über den bösen Chinesen, anstatt ihre Essgewohnheiten zu überdenken.

Warum?

Feindbild-Denken ist so viel einfacher als Verantwortung zu übernehmen und selbst den ersten Schritt zur Veränderung zu machen.

Natürlich ist die Ernährungsumstellung nur ein kleiner Faktor, im Vergleich zu den chinesischen Umweltsünden - aber es ist realistischer.

Wie weit der eigene konkrete Aktionismus geht - ob man sich mit der neuen Ernährung begnügt, oder meint, als Öko-Terrorist einen "green war" statt "greenpeace" führen und chinesische Industrielle umbringen zu müssen, ist dabei erst einmal zweitrangig.

Ich möchte nicht missverstanden werden, denn ich befürworte keinen Terror - aber jeder, der ein McDoof-Menü weniger isst, tut mehr für eine "bessere Welt", als jeder Normalbürger, der über die bösen Freimaurer nachdenkt.

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Die Freimaurer sind ja nicht die einzigen die auf eine bessere Welt hinarbeiten. Es gibt so viele verschiedene Gruppen mit unterschiedlichen Ansichten die die Welt verbessern wollen, und jede denkt dass ihre die richtige ist und sie sie durchsetzten müssen. Und das führt dann wieder zu Krieg weil jeder die seiner Meinung nach einzige wahre Lösung mit Gewalt durchzusetzen versucht...

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Kommentar von Forteston
13.01.2016, 10:04

Anstatt sich all die Menschen mit guter Gesinnung mal zusammenschließen würden... 

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Hallo, Forteston.

Also dann will ich doch noch mal (als "Eingeweihter", wie Du es nennst), meine Einschätzung zu dieser Frage abgeben.

Freimaurer versuchen die Welt ein Stück weit besser zu machen, indem sie an sich selbst arbeiten. Entwickelt man sich selbst zum Positiven, strahlt das auch indirekt auf die direkte persönliche Umgebung aus.

In der Freimaurerei bestand nie das Ziel, eine perfekte Welt zu schaffen - ebensowenig gibt es eine Definition dessen, was als "perfekt" anzusehen wäre.

Es gibt kein politisches Programm oder explizite Vorschriften für die Freimaurer-Brüder. Nebenbei bemerkt, wirst Du in kaum einer Vereinigung mehr Individualisten finden.

Jeder Bruder setzt sich eigene Ziele seine individuelle Entwicklung - ob er/sie damit erfolgreich war, wird im Blick in den Spiegel entschieden. Die eigene Einschätzung, sagen zu können: "Ich habe mich bemüht", kann hierbei vollkommen ausreichend sein - man ist Niemandem Rechenschaft schuldig. Der Weg ist das Ziel.. wenn es beispielsweise gelingt, die eigenen Vorurteile zu erkennen, zu hinterfragen und sich zu bemühen, sie zu überwinden, ist schon einmal ein großer Schritt getan..

Was uns alle eint, sind die fünf Grundtugenden, die als anzustrebendes Ideal dienen: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Menschenliebe. 

Das oben gesagte gilt übrigens für die "normalen" Logen wie für die weiterführenden Grade (früher "Hochgrade" genannt).

Herzliche Grüße

krato333

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Bin kein Freimaurer, gehöre somit nicht zu den "Eingeweihten."

Dieser Zustand der Ruhe und des Friedens kann keine sterbliche Seele herbeiführen, seien es Wissenschaftler, Astrologen, Menschenkenner, Politiker, Psychiater oder sonstenwer.

Aus der Bibel weiß ich, dass bis zum Kommen des Herrn Jesus, wo er alle an ihn Glaubenden zu sich holen wird, es immer Kriege, Streitereien, Misshandlungen etc. geben wird.

Doch wer an Jesus Christus glaubt, hat Frieden im Herzen den kein Mensch ihm wegnehmen kann.

"Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht wie die Welt gibt gebe ich euch." Johannes 14,27

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Soviel ich weiss sind die das sagen in den unteren Rängen zu finden. Die ganz oben haben andere Ziele.

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Freimaurer, Illuminaten, Rosenkreuzer, Aliens, etc., so es sie gibt, sind auch nur Menschen. Glaubst du wirklich, die Welt mit ihren 8 Milliarden Menschen lässt sich von einer Handvoll Leuten per Masterplan lenken? Das wäre schön einfach! Wenn du willst, dass die Welt besser wird, tu was dafür und verstricke dich nicht in solche Hilfekonstrukte, denn was anderes ist es nicht. 

Außerdem ist mein "gut" noch lange nicht dein "gut". Es kann also durchaus sein, dass die bessere Welt der Logen dir gar nicht gefällt. Mir jedenfalls gefällt es gar nicht, andere bestimmen zu lassen und weiter möchte ich nicht für dumm verkauft werden. Jeder Geheimkult setzt nämlich voraus, dass es eine Elite gibt, die irgendwie mächtiger, schlauer, besser ist als ich. Mächtiger mag sein, schlauer oder besser - not so much.

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Kommentar von Forteston
13.01.2016, 09:07

Bist du nun pro oder kontra Freimaurerei? o.O  Kaum ersichtlich.

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Wäre ich ein Freimaurer und würde es stimmen, dass sie die Welt besser machen wollen (wer will das nicht?), dann würde ich einfach behaupten, dass die Welt ohne die Freimaurer noch viel heruntergekommener wäre. Man müsste den Freimaurern dankbar sein, dass sie den Supergau bislang verhindern konnten.

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Kommentar von Forteston
13.01.2016, 10:10

Sorry, aber das ist einfach nur infantiles Denken.

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Solange die andere nicht stören und ihr Ding abziehen ist es doch deren Angelegenheit.

Willst du mystische Kommentare hören? Diese Org ist zwar geheimnisumwittert- es wird aber seit eh und jeh viel Quatsch hineininterpretiert ..hält aber für Frager wie dich die Türen offen und du bekommst Antworten jeglicher Grade...

Abstruss dass die unteren Grade blöd wären und nicht wissen was die "oberen" machen

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Kommentar von Forteston
13.01.2016, 09:30

Das ist nicht abstrus, sondern unbestrittener Fakt.  Selbst Lehrlings-(1.)  und Gesellengrad (2.) wissen nichts über die rituellen Geheimnisse und Pflichten des Meistergrads (das ist gerade mal der 3.) 

Die Hochgrade des schottischen Ritus gehen aber bis zum 33. Grad!

Noch Fragen?

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Geh doch zu ihnen und frag sie, die haben ihren Club in fast jeder Stadt.und zwar öffentlich. ...Freimaurerloge..und die suchen auch Nachwuchs in der Zeitung

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Kommentar von Forteston
13.01.2016, 08:58

Naja, über die Zeitung wage ich doch leicht anzuzweifeln, aber danke! ;-)

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