Wenn der Mieter nach einer Mahnung die Nebenkosten nicht bezahlt, kann der Vermieter bei der zweiten Mahnung eine Mahngebühr erheben?

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3 Antworten

Miete also auch Nebenkosten bzw. die Vorauszahlungen hierzu sind kalendarisch eindeutig bestimmt durch das BGB (Fälligkeit zum dritten Werktag eines Monats für den besagten Monat im Voraus, dun dun), daher ist in dem Fall die Mahnung obsolet und der Verzug würde automatisch eintreten.

Wenn die (Jahres)abrechnung erstellt wird, hat er Mieter zwingend mindestens 1 Monat Zeit diese zu prüfen. Erst dann ist sie fällig.

Erfolgt kein Widerspruch oder sonstige Beanstandung, sollte auch hier der Verzug ausgelöst werden. Dieser ist allerdings i.d.R. nicht kalendarisch eindeutig bestimmt. Daher muss gemahnt werden oder stattdessen das gerichtliche Mahnverfahren eingeleitet werden.

Die Frage ist allerdings warum der Vermieter ein zweites mal mahnen sollte. Die erste Mahnung löst Verzug aus. Reagiert der Schuldner nicht, sollte der Gerichtspost bekommen.

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Kommentar von lachs4709
04.04.2016, 10:23

Nebenkostennachzahlung ist nicht bestimmt. Deshalb wurde zuerst per Einschreiben geschrieben und jetzt ist die Frist abgelaufen.

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Kommentar von lachs4709
04.04.2016, 10:27

Gut, ich habe jetzt 2 Wochen Zeit gegeben und es sind 3 Wochen vorbei. Muss ich die eine Woche noch abwarten? Da ich am Samstag von ihm angerufen wurde, mit den Worten. Ich bezahle nichts. Also hat er schon geprüft. Oder muss ich nochmals eine Mahnung schicken oder die Woche abwarten?

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Der Veremieter sollte über einen Anwalt einen Mahnbescheid beantragen.

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Es ist eine völlig unverhältnismäßige Diskussion. Mietschuldner müssen nicht gemahnt werden. Sie sind im Verzug, wenn sie vertragsgemäß Ihre Miete nicht bezahlen. Anstelle der Mahngebühr kann doch gleich die Gebühr der gerichtlichen Mahnung treten, die wirkt "stimulierender" auf den Schuldner als die läppischen 1,20 /2,50 /3,00 € oder auch überhaupt nicht.

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Kommentar von lachs4709
04.04.2016, 10:28

Nebenkostennachzahlung, nicht Mietschulden.

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