Wenn der Mieter ein Gemälde übermalt, muss er es beim Auszug wieder vom Künstler malen lassen?

6 Antworten

Er schuldet jedenfalls den Schaden zur Wiederherstellung nach Zeitwert :-O

Denn m. E. erfolgte hier eine bauliche Veränderung mit Rückbauverpflichtung.

Die gegenteilige Aufassung, hier stand dem M  insofern freie Dekorationswahl zu, dringt IMHO nicht durch. Dieses Recht ist insofern begrenzt, wie es die vermietete Bausubstanz bzw. Inneneinrichtung unwiderbringlich beseitigt: Auch Überlackieren altbackener Badfliesen, Austausch vermeiterseitig gestellten Bodenbelags oder Entfernen der unmodernen Einbauküche sind bauliche Veränderungen, die der voherigen Zustimmung des Vermieters bedürfen, in dessen Eigentum sie stehen.

Insofern bedurfte es keiner ausdrücklichen Vereinbarung, es nicht ungefragt tun zu können: Hier gilt der Grundsatz, dass zur Mietsache gehört, was bei Besichtigung und Vertragsschluss vorhanden ist und die Einsichtsfähigkeit, dass nur der Eigentümer einer Sache darüber weisungsbefugt ist.

Im Ergebnis hat der VM hat Anspruch, die Räumlichkieten in genau dem Zustand zurück zu erhalten, in dem sie vermietet wurden :-O

Die Schadenshöhe zur Wiederherstellung in den bei Mietbeginn vorhandenen
Zustand muss er nachweisen (Rechnung des Künstlers) und hierbei Abzug "neu für alt" hinnehmen.

G imager761




Jeder Mieter hat das Recht seine Wohnräume nach seinem Geschmack zu gestalten. Wenn man nicht möchte, dass dieses Gemälde übermalt wird, dann muss man das mietvertraglich festhalten. Schließlich hätte das ja auch der Vormieter da hin pinseln können. M. E. ist er nicht zur Wiederherstellung verpflichtet, wenn der Mietvertrag diesbezüglich nichts aussagt. .

Ohne zuvor deine Antwort gelesen zu haben, stimmt die meine mit deiner überein.

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... wenn die Farbe noch gut ist, muß beim Auszug nichts gemalert werden, so der BGH.

Schaue zudem in die Urkunde, was dort zu dienem Thema vereinbart wurde.

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