Wenn der Menschen keinen Anspruch hat auf eine freie Meinung, stirbt dadurch seine Sprache aus?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn du es genau betrachtest, dann ist jede Meinung frei. Jedoch kommt es extrem oft vor, daß Menschen nicht ihre eigene, sondern die freie Meinung anderer in sich haben, die auch noch etwas freier in der Wahl der Methoden sind, mit der sie ihre Meinung verbreiten.

Es zeigen sich allerdings Tendenzen zu Begriffsverboten. Die Sprache selbst wird dadurch jedoch kaum beeinträchtigt, sondern es werden lediglich jede Menge alternative Beizeichnungen für das Verbotene gefunden, was man - wenn man es so will - sogar als eine sprachliche Bereicherung auffassen kann.

Doch ob gesprochene Worte, Mimik, Gestik usw., es sind allesamt Signale, die der Kommunikation dienen.

Das würde bedeuten das es keine toten Sprachen gibt, nur weiter entwickelte Sprachen. Dann gab es wohl keine endgültige Säuberung von alten Denkweisen. Nur eine Illusion von etwas neuen, durch ein umformen der Sprache. Also Kulturen die Multikulturelle Lebensweisen schnell in das gebräuchliche Sprachwesen eingewoben haben waren die wirkliche Herrscher der Welt. Nun denke ich das Deutschlands Obskuranten und Nihilisten (Lobbyisten) das zu tragen haben was wir als Zusammenbruch erleben. Also würde jeder Ansatz ein Wort abzuschneiden einem National Angriffs nahe kommen. Man müsste generell die Industrie zur Transparenz zwingen, da die Industrie in Verschwiegenheit die größte Probleme erzeugen. Wie geht ihr mit dieser Thematik des Tot Schweigens um? Mal davon angesehen das für das Individuum keine Folgeschäden entstehen, ist der wirtschaftliche Aspekt ein Thema wert.

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@xcobe

Einiges trifft zu, anderes siehst du wohl zu überspitzt und manches trifft so nicht zu.

Kommunikation hat viele Wege, und bei allen davon geht es nur darum, daß der Informationsaustausch möglichst optimal funktioniert.

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Der Wunsch nach Kommunikation steht im Widerspruch zum wirtschaftlichen Aspekt(frei Meinung, Urheberrecht, Geistiger Eigentum, Enteignung ) . Kommunikation beinhaltet sexuelle Kompetenz. Ist der wirtschaftliche Teil der Kommunikation zu starken Kontrollen unterworfen, muss es sich durch das sexuelle Potenzial in Gesellschaft und Sprache wiederfinden (Ich denke eine Welt durch Kürzel und Abkürzungen, ist ein Rückschritt in der Sprache, da Kürzel und Abkürzungen sich auf Teilgebieten überschneiden, und die Kommunikation so keinen optimalen nutzen finden kann). Durch den Wunsch nach sexueller Bestätigung muss die Sprache eine Verkümmerung erzeugen, da es dem Verlust der Bedürfnisse gleichkommt. Die Frage ist, wie weit verkümmert eine Sprache ? afk, lol, hdgl usw. ist eine neue Form der Kommunikation ... die oft Mehrdeutigkeit erzeugen (bekommen sie auf Teilgebieten einen anderen Sinn)

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bestimmt lassen sich in Sprachen auch akribisch Verhaltensweisen anbringen, was durch eine Verkümmerung der Lebensqualität in der Sprache su Negationen von Begriffen führt (1 Fall das Drama = die Lebendigkeit, 2 Fall [die negation] das Drama = die Tragödie ).

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@xcobe

Der Umstand, daß manche Menschen auch Kommunikationsunterdrückung zu ihrer Strategie machen, ändert nichts daran, daß Kommunikation die Grundbedingung für das Zustandekommen und den Erhalt von Gemeinschaften ist.

Da macht es keinen Sinn, dem Ismus der einen einen anderen Ismus entgegenzuhalten, um so die Mechanismen der Kommunikation zu hinterfragen. Kommunikation ist vielseitig und läßt sich deshalb nicht mit einseitigen Betrachtungen relativieren.

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Das abschaffen einer freien Meinung müsste dann auch im sprachlichen Sinne deutlich werden. Wirtschaft und Hegemonie arbeiten gezielt auf eine bestimmte Funktion hin, nur was bleibt als Sprachlicher Kontext wirklich zum Leben? Nur noch der übertragene Gedanke im Ausdruck von körperlichen Gebärden?

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@xcobe

Das Abschaffenwollen einer freien Meinung setzt sich gerne die Maske von Kommunikation auf, ist aber letztlich ein Feind der Kommunikation, ein Virus, das keinen Wert in sich selbst enthält, sondern sich bemüht, auf extern vorhandene Kommunikation zuzugreifen, um diese mittels anderer externer Kommunikation zu bekämpfen. So etwas muß an sich selbst scheitern, weil auch das die Benutzung von Kommunikation zur Bedingung hat und nicht die Nichtbenutzung.

Hierbei relativieren und hinterfragen zu wollen, bringt soviel wie z. B. der Spruch "Gott ist nicht allmächtig, weil er keine Mauer bauen kann, die so hoch ist, daß er nicht darüber hinwegspringen kann."

Menschen sind anfällig dafür, offene und/oder vesteckte Paradoxa zu erfinden, in denen die Logik durch einen willkürlich erzeugten Widerspruch ersetzt ist. Das ist ärgerlich, aber verzeihlich.

Da ist einfach Vorsicht geboten, um nicht in eine möglicherweise selbst aufgestellte Falle zu tappen.

"... nur was bleibt als Sprachlicher Kontext wirklich zum Leben? Nur noch der übertragene Gedanke im Ausdruck von körperlichen Gebärden?"

Das "nur noch" sehe ich da in der falschen Bezugsetzung. Ich meine, was da bleibt, ist die riesige Vielfalt an Möglichkeiten, wie Kommunikation auch noch stattfinden kann, was den Erhalt der Kommunikation sicherstellt.

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sry ... dein letzte Beitrag klingt vernünftig .. war leider schon am verfassen von meinem letzten Beitrag

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Du führst mich auf den Unterschied zwischen Informationen und Bildung. "nur noch" würde dann auf den Verlust der Bildung zutreffen. Sich zu bilden steht jedem frei. Also würde hier der frei Will bzw Meinung dazu führen das etwas wie Kommunikation verkümmert. Wie über etwas kommunizieren wenn es keinen Begriff dafür gibt.

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@xcobe

Bildung betrachte ich in der Hauptsache als von Dritten aufgenommene Informationen, bei denen der Glaube hinzukommt, daß sie zutreffend wären, wo gelegentlich auch noch der Faktor Einbildung hinzukommen kann.

Die Kenntnis vom Buchinhalt aus der Feder irgend eines Philosophen, Politikers usw. wird landläufig ebenfalls als Bildung bezeichnet. Das besagt jedoch nicht, daß die aufgenommenen Informationen auch wahr sind. Es besagt noch nicht einmal, daß sie schlüssig sind, es sei denn, man hat alles selbst nachgeprüft.

Ab dem Punkt käme man schon wieder zu der Erörterung, inwieweit Bildung und Wissen eine Einheit bilden und wie man den Bereich von Bildung beschreiben muß, der mit Wissen herzlich wenig zu tun hat. Doch das ginge hier wohl zu weit.

"Wie über etwas kommunizieren wenn es keinen Begriff dafür gibt."

Daß ein solcher Fall eintritt, wenn eine von zwei Personen Erfahrungen mit einem bestimmten "Etwas" hat und ein solches "Etwas" erreichbar ist, um betrachtet zu werden, halte ich für sehr unwahrscheinlich.

Selbst solche in einem großen Komplex körpersprachlicher Momentsignale unterschwelligen Nebensignale von "angenehm" oder "unangenehm" sind sehr oft geeignet, als Kommunikationssignal korrekt empfangen und zugeordnet zu werden.

Begriff ist eben nicht nur ein gesprochenes Wort, sondern kann auch eine Geste sein oder auch ein indirektes Sekundärsignal (z. B. das Anzeichen, daß ein Trampelpfad intensiv oder auch kaum benutzt wird). Die Menge der Möglichkeiten ist da riesig, so daß es eher unwahrscheinlich wird, für real Vorhandenes Begrifflichkeiten in irgendeiner Erscheinungsform nicht zu finden.

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Du hast deine Gedanken wohl nicht zuende gedacht?

Wer sollte denn die freie Meinung einschränken? 

Du kannst immer deine Meinung haben, kannst sie aber vielleicht nicht immer frei sagen.
Auch wird der Einschränkende seine "freie" Meinung behalten und damit seine Sprache, wenngleich so jemand unter einem anderen Zwang steht. 

Deine Hypothese setzt voraus, dass es weltweit nur einen Diktator gibt und nur eine Sprache und keinerlei andere denkende Menschen.
In welcher Sprache soll denn dieser Diktator seine Befehle erteilen, wenn es keine Sprache mehr gibt?

Bitte fange noch mal von vorne an!

Ich denke nicht direkt an einen Diktator, mich beschäftigen Begriffe wie Hegemonie und Gesellschaftliche Repression. Armut verändert das Denken der Menschen damit muss es auch sprachliche Veränderungen geben.

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Freiheit korreliert mit Eigenständigkeit. Repression ist Unterdrückung von Gedanken, als Folge davon verkümmert die Sprache, die Gedanken formuliert und nach außen bringt. Die von oben gesteuerte Vorgabe einer Standardmeinung erzeugt eine Welteinschränkung. Leistungs- , Existenzdruck schränkt das freie Verhalten inklusiver freier Meinungsäußerung ein, da man keine Fehler machen darf. Anschuldigungsverhalten verhindert eine freie Meinungsentwicklung und Sensibilisierung, oder induziert sie. Gewährleistung von Meinungfreiheit erfolgt durch Anonymität bzw. Rückwirkungsfreiheit.

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