Wenn der Christliche Gott unfehlbar ist, warum hat er dann bitt eine Sintflut gebraucht?

... komplette Frage anzeigen

19 Antworten

Hallo, hier eine ebenso ernste Antwort auf deine Frage:

Wenn Gott perfekte Gestalten gebraucht hätte, dann hätte er sich Roboter erschaffen. Er wollte aber Menschen. Deshalb sind wir jetzt hier. Er möchte, dass wir lernen, was bedingungslose Liebe, Hoffnung und Glaube bedeutet. Versuche aber nicht, Gottes Wege zu verstehen, denn das wird dir nicht gelingen. Gott ist für uns Menschen unvorstellbar, er ist mächtiger als alles, was wir je gekannt haben oder kennen. Ich habe mal versucht, mir vorzustellen, dass man unendlich leben kann, und siehe da: Es geht einfach nicht! Ich kann es mir nicht vorstellen! Das liegt daran, dass nur Gott zu so etwas fähig ist. Gott ist... göttlich. Ja. Anders kann man es nicht beschreiben.

Wenn du Fragen hast, dann kannst du dich gerne an mich wenden.

Ich wünsche dir Gottes Segen! Möge auch du Gottes Liebe spüren!

BeaBeautiful

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo,

der biblische Bericht über die "Sintflut" ist, das sei vorweg erwähnt, kein "Tatsachenbericht". Er wurde von einem Redaktor aus zwei Quellen (dem so genannten Jahwisten und der Priesterschrift) zusammengestellt - vermutlich in recht später Zeit

Er ist so etwas wie ein "Roman", der (auf uralte Überlieferungen über eine Flut an Tigris und Eufrat zurückgreifend) über das Verhältnis des Menschen zu seinem Gott nachdenkt und den Menschen zum Nachdenken anregen will - und wenn möglich zur Umkehr.

Wenn Gott diesem Bericht zufolge nahezu die ganze Menschheit vernichtet, die er doch selbst geschaffen hat, so geht es dabei nicht um die Frage, ob Gott sich etwa "geirrt" oder Fehler gemacht hat, als er den Menschen geschaffen hat. Ein buchstäbliches Verständnis ist hier auszuschließen. Es ist Kulisse für eine Geschichte, in der es exemplarisch um die Bosheit des Menschen geht, um die Gerechtigkeit und das Erbarmen Gottes und die dem Gerechten gewährte Rettung, aus der zugleich wieder eine Verantwortung erwächst.

Als theologisches Werk ist der Sintflutbericht komplex und darf nicht auf einige Aspekte reduziert werden. Er verlangt eine sorgfältige Exegese, die sich auch intensiv mit dem Kontext beschäftigt (denn der Sintflutbericht ist im Grunde Gegenpol zum Schöpfungsbericht und somit auch ein Nachdenken über das Vergehen der Schöpfung).

Wer den Bericht einfach buchstäblich nimmt, hat weder die Anliegen des Jahwisten noch der Priester verstanden (also den ursprünglichen Quellen) noch die Anliegen des Redaktors.

Grüße

Michael

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von andreasolar
26.10.2015, 13:52

Die Entdeckung und erste Übersetzung der Fluterzählung des Gilgamesch-Epos im Jahr 1872 durch George Smith sorgte für großes Aufsehen, denn es zeigte sich: Die biblische Sintfluterzählung ist nicht originell formuliert (vgl. → Babel-Bibel-Streit). Seit dem gehört es zum wissenschaftlichen Standard, von einer gemeinsamen Sintfluttradition auszugehen.

https://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/sintflut-sintfluterzaehlung/ch/ccec5a2cd4f616ccc2ffd63eb2f69540/

2

GUTE FRAGE Denn Sinnfluten hat es schon überall auf der Welt gegeben.Darum erwecken sie auch das Interesse der Menschen ! Die Gestalt Noach`s mit seinerArche hat immer wieder die Frage nach der Sintflut aufgeworfen. Man hat sich gefragt, was dieses Geschehen damals war, das da erzählt wird. Je weiter das 20. Jahrhundert fortschritt, desto mehr haben sich die Naturwissenschaften damit befasst. Man hat dann nicht nur gleich lautende Texte in Assyrien gefunden, sondern einForscher, George Smith, hatte schon 1872 im Britischen Museum nachgeforscht und eine Tontafel gefunden, auf der eine ähnliche Geschichte berichtet wurde. Es haben dann Grabungen in Ninive stattgefunden und man hat die Arche gesucht, die am Berg Ararat gelandet sein soll. Wir kommen heute wohl nicht ganz ohne die Naturwissenschaften aus. Denn der Standpunkt der Wissenschaft lautet heute, dass die Sintflut damals wirklich stattgefunden hat. 1993 hat ein Geologenehepaar, Alexander und Edith Tollmann, haben nachgewiesen , dass diese Sintflut genau im Jahr 9545 vor Christus stattgefunden hat. Ein paar Jahre plus oder minus hat man aber zugestanden. Das war keine Sintflut, die einfach so von einem ärgerlichen Gott ausgelöst worden ist, sondern das war ein kosmisches Ereignis. Die Zeitrechnungen der Bibel sollte man nicht wörtlich nehmen. Denn die Sumerer haben z. B. gerechnet, dass jeder ihrer Könige im Minimum 18000 Jahre lang regiert hat: bis hin zu 65000 Jahre. Ich will damit sagen, dass die Zeit eigentlich keine Rolle spielt. ob etwas vor 9000 oder vor 90000 passiert ist, ist völlig irrelevant � alle Fundamentalisten im Land mögen mir verzeihen. Manche zählen eben so wörtlich wie es in der Bibel steht, manche unter den Christen addieren die Lebensalter der verschiedenen Leute vor Jesus und nach Jesus auf und kommen so auf ihre Altersangaben. Aber auf diese Weise kann man das eigentlich alles garnicht berechnen und angeben. Denn der Noach ist ja laut Bibel 900 Jahr altgeworden. Diese Zeitangabe ist natürlich nicht nachvollziehbar. Dass aber etwas geschehen sein musste, beweist sich durch die Tatsache, dass in allen Mythologien und Traditionen der Völker des Mittleren Ostens davon die Rede ist. Das reicht von den Sumerern über das Gilgamesch-Epos bishin zu den Ägyptern. Es ist also klar, irgendetwas muss geschehen sein. In die deutsche Sprache ist im Zusammenhang mit diesem Ereignis ein falsches Verständnis hineingekrochen: Man spricht nämlich im Deutschen immer von der �Sündflut", um die "Sintflut" zu benennen. Dies ist aber germanistisch total falsch: Es geht hier nämlich keineswegs um die Sünde, sondern um den Sund, wie man ihn z. B. in Norddeutschland antreffen kann. In Norddeutschland gibt es ja wirklich den "Großen Sund" und den"Kleinen Sund" als Meerenge. Der Sund ist der Bruch: Die Sintflut, die"Sundflut", symbolisiert in Wirklichkeit einen Bruch zwischen Menschen und Gott: durch die Schuld der Menschen. Die Zahl, die ich vorhin genannt hatte, ist ja keine Zahl, die der Bibel entnommen worden wäre. Das ist vielmehr eine Zahl, die mit wissenschaftlich genauen Methoden errechnet worden ist, wie man das heute ja so gut machen kann. Insofern müssen wirdiese Zahl also als korrekt zur Kenntnis nehmen. Das heißt also, dass dieses Ereignis der Sintflut in einer bestimmten Phase der Erdgeschichte geschehen ist. Und die Menschheit hat sich dann in ihren Geschichten daran erinnert: Interessant ist dabei allerdings, dass sich nicht nur die Völker des vorderen Orients daran erinnert haben. Nein, auch in den Veden, den heiligen Schriften der altindischen Religion, oder in südamerikanischen Indianergeschichten taucht diese Sintflut immer wieder auf, tauchen zumindest ähnliche Ereignisse auf. Die Naturwissenschaftler kommen aber nun zu der Auffassung, dass dies ein Impact-Geschehen gewesen sein muss: Sprich, es muss zu diesemZeitpunkt ein gewaltiger Himmelskörper auf der Erde eingeschlagen sein. In seinem Fall hat er sich in sieben Teile zersprengt und es ist genau nachzuweisen, wo diese sieben Teile hingefallen sind. Diese Teile haben dann diese riesige Flut, diese riesige Flutwelle erzeugt. Allerdings, und das sagt uns auch die Naturwissenschaft, finden solche Ereignisse immer wieder stat . Noach steht stellvertretend für die ganze Menschheit vor uns. Wir dürfen nicht vergessen, dass hier eben keine einengende Geschichte dargestellt wird, die nur für Juden oder Hebräer Gültigkeit hätte. Nein, diese Geschichtespielt ja lange vor den Geschehnissen am Berg Sinai. Alle Menschen auf der ganzen Erde sind also betroffen in dieser Geschichte. Und Gott sagt jaauch später, nach dieser so genannten Sintflut: "Es wird nie mehr eine Gefahr für die Erde in solchen Ausmaßen kommen." Aber dass die Menschen sich selbst so etwas antun könnten, dass sie sich ausrotten könnten, ist bereits an diesen Stellen in der Bibel zu lesen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von tinimini
26.10.2015, 14:10

Dort steht, dass das so gegeben ist, denn die Menschen werden weiterhin so bleiben, wiesie sind. Diese Sintflut war eben keine Sündenbereinigung. Es ist eben soetwas wie eine Naturkatastrophe geschehen. Danach hatte unsere Erde allerdings so oder so weiterhin Bestand. So können wir es in der Bibellesen. Der Globus wird also auch in Zukunft nicht in die Luft fliegen,und die Menschen werden sich trotz dieser Katastrophe früher oder später erneut bis aufs Blut bekämpfen. . Dieses Ereignis ist aber dennoch über diese 10000 Jahre im Bewusstsein der Menschheit unauslöschlich erhalten geblieben. Weiter zurück scheint es jedenfalls keine Erinnerungen zu geben. Die Bibel zieht jedoch die Schöpfungsgeschichte sozusagen mit dieser Sintflut zusammen: Denn die Sintflut und die Noach-Geschichte schließen sich unmittelbar an die Schöpfungsgeschichte an. auch wenn wir die Jahresangaben in der Bibel unterschiedlich interpretieren können. Denn auch von Adam bis zu Noach ist ja einige Zeit vergangen. die Jahre, die dort angegeben sind,sind mit den unsrigen nicht vergleichbar. Unser lieber Noach steht jedenfalls genau in der Mitte zwischen Adam und Abraham. Dies hat natürlich eine Bedeutung. Mich fasziniert jedenfalls dieseGeschichte auch deshalb, weil dort die Lebenszeiten von Noach und seiner Generation bis hin zu Abraham in Hunderten von Jahren vorgestellt werden. Erst bei Abraham werden dann die Leute ganz normal alt: 100Jahre . Ich rechne also an dieser Stelle keinesfalls mit unserem Zeitmaßstab. Das ist eigentlich auch völlig unwichtig. Klar ist jedenfalls, dass etwas geschehen ist zwischen Adam, also der Schöpfung, und Abraham, etwas, das mit dem beginnenden Gedächtnis der Menschheit zusammenhängt. Noach liegt jedenfalls noch vor unserem persönlichen Gedächtnis, er stellt ungefähr die Mitte dar zwischen Schöpfung und Abraham, unserem wirklich fest haltbaren Gedächtnis.Ich habe in dem Zusammenhang etwas Interessantes festgestellt. Während die Sumerer zu der Zeit noch 65000 Regime-Jahre für ihre Könige angeben, wird hier bei Noach scheinbar die Zahl 10 entdeckt. Denn die Bibel spielt mit einer ganz großen Wiederholungsfreude immer wieder auf diese Zahl an: Noach ist die zehnte Generation nach Adam und die zehnte Generation vor Abraham; alle Lebensdaten von Noach teilen sich durch 10 usw Das sind alles symbolische Zahlen. man hat die Zahl 10 entdeckt. Im Hinblick auf die Zahlen können wir davon ausgehen, dass das in der Bibel nichts mit dem sumerischen System zu tun hat. Letztlich ist es gar nicht wichtig zu wissen, wann genau das alles passiert ist. Diese Sintflutgeschichte ist Teil der Genesis, ein Teil jener Teile derBibel, die Moses zugeschrieben werden. Moses scheint sich dabei auf die assyrischen Berichte gestützt zu haben, denn Moses kommt nach den Assyrern. Wobei es in dem biblischen Bericht zwei VERSIONEN gibt. Da gibt es den Priesterbericht und den Jahwitischen Bericht. Dazwischen liegen 400 Jahre. Das heißt, in den Mythendarstellungen gibt es Bewegungen von Land zu Land, von Volk zu Volk, vor allem im Vorderen Orient. Diese Aufteilung gibt es in der hebräischen Tradition nicht. Die hebräische Bibel wird in einem Strang, so wie sie uns geliefert wird, gelehrt, gelesen und gelebt. Und sie ist auch, bevor sie aufgeschrieben wurde,lange mündlich erzählt worden. Wann, zu welchem Zeitpunkt Moses gemäß der hebräischen Tradition auftritt, dann würde ich sagen, dass er in die ägyptische Zeit hineinfällt. So, wie Moses auftritt und so, wie die Kinder Israels in ihrer Einflusssphäre vor uns treten, ist das eher ägyptisch als assyrisch, denn das kommt erst viel später bei den Propheten herein. Da kommen dann erst wieder solche Dinge wie das Gilgamesch- Epos und die anderen "fernöstlichen" Einflüsse hinzu. Denn die Gegenden östlich des gelobten Landes waren damals die fernöstlichen Länder, weil man solche Länder wie China zu diesem Zeitpunkt natürlich noch gar nicht kannte. Diese "fernöstlichen", assyrischen Stränge kommen also im Fall der hebräisch-jüdischen Tradition erst später. Anfangen tut die Geschichte mit ägyptischen Einflüssen. Auch wenn die assyrischen Tontafeln vor Moses liegen. Übrigens gibt es auch noch die alten Mernepta- Tafeln: Das ist 1600 Jahre vor Jesus. Diese Tafeln sind da, und das sind immerhin ägyptische Stränge. Die Ägypter waren ohnehin sehr sensibel gegenüber den Veränderungen beim Fluss und beim Niederschlag, denn sie lebten und starben ja mit den Bewegungen des Nils. Genau,das Bewusstsein der Leute damals. Darum hat man so viel wert auf diese Geschichte gelegt ! http://de.wikipedia.org/wiki/Belte_und_Sunde

0

Gott hat den Menschen nur indirekt erschaffen. Wir haben im Gegensatz zu anderen Tieren den freien Willen. Wenn wir uns also falsch verhalten sind wir dafür verantwortlich. Die Sintflut muss dehlab nicht unmittelbar damit im Zusammenhang stehen. Laut Bibel wurde sie von Gott hervorgerufen. Sie kann aber auch genauso natürlichen Ursprungs gewesen sein zumal es noch nicht zu 100% nachgewiesen ist dass sie zu dieser Zeit wirklich stattfand.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Er denkt positiv und hoffte, dass die Menschen Seinen Rat befolgten (1.Mose 2,17).

Da aber Menschen sich frei entscheiden können, wählten sie auf Einfluss des "Gottes dieser Welt" (1.Mose ,3-16) den falschen Weg.

Mehrere Ermahnungen und Gebote Gottes schlugen fehl (5.Mose 30,19; Lk.10,27).

In Gottes Reich werden alle Menschen wieder zum Leben kommen, welche dann "ihre Chance" bekommen (Offb.20,5.12-15).

Dann wirst auch du begreifen, wass bei uns momentan alles abläuft (Offb.17,16).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das war natuerlich nicht der wahre Gott, die Quelle, das waren andere, die sich als Goetter aufgespielt haben, und die Moeglichkeit hatten, bestimmte Dinge in Gang zu setzen, deswegen sind sie ja auch Goetter, aber nicht die Quelle. Sie haben den Menschen erschaffen und wir sind noch heute ihre Sklaven, natuerlich weiss niemand davon, wenn doch, dann kommt die naechste Sinnflut, verstehst du? Wenn du sie erkennst, dann passieren Dinge, wir vergessen und das Drama geht von vorne los. Viel Glueck!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Der Mensch wurde als Person mit Freiheit geschaffen. Und in der Freiheit kann er sich gegen Gott entscheiden. Die Freiheit ist jedoch kein Konzeptfehler, sondern für die Liebe erforderlich.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von danhof
27.10.2015, 08:43

Kurz und knapp und präzise.

Wie heißt es? Wenn du etwas liebst, lass es frei. Wenn es zu dir zurückkommt, gehört es dir... oder so ähnlich.

1

Jede Religion hat Jahrtausende alte Mythen von der Erschaffung der Welt. Man will eben das Unerklärbare erklären. Das darf man keineswegs wörtlich nehmen.Der Gott des alten Testaments ist ja ohnehin  nur ein strafender Gott, der hätte heute keine Chance mehr.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von danhof
27.10.2015, 08:46

"Der hätte heute keine Chance mehr"... wo sind wir? Bei Popstars? Germany's next supergod?

Gott ist immer gleich. Er war. Er ist. Und er wird sein. Es geht nicht darum, für den coolsten God zu voten oder ihn zu dissen.

Altes und Neues Testament gehören zusammen. Für uns Christen ist Gott hochaktuell.

0

Was hat ein solches Ereignis, wenn es die Sintflut überhaupt gegeben hat, mit der göttlichen Eigenschaft "Unfehlbarkeit" zu tun?

Es gab sicher regional beschränkte Überschwemmungen, das wird im Sagenschatz vieler Völker erzählt, allerdings die Geschichte mit der Arche Noah ist aber eher als Metapher zu verstehen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich nehme an du erwartest folgende Antwort:

Gott ist unfehlbar => Er irrt sich nicht und erschafft nur Vollkommenes. Die Menschen sind aber Sünder und damit unvollkommen und aus Wut über seinen  Murks macht Gott sie nieder => Gott ist ein Stümper und fehlbar. Aus diesem Widerspruch folgt dann, dass die Annahme falsch war, es also keinen unfehlbaren Gott gibt.

Dass dieser Gedankengang falsch ist, hat schon Platon gezeigt. Am kürzesten wird dies im bekannten Höhlengleichnis erklärt. Ausserdem liegt aus christlicher Sicht die Schöpfung immer noch in den Geburtswehen, wie es der Apostel Paulus formuliert. 

Insbesondere folgt aus den Überlegungen von Platon, dass Gott gar nichts von der Welt braucht sondern davon unabhängig ist. Deine Frage, warum er die Sinflut brauchte, basiert aber auf der Annahme, dass er überhaupt etwas braucht. Dies trifft aber nicht zu und die Frage ist damit umfassend beantwortet. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wegen der Bosheit der Menschen, die immer größer wurde. Es war aber nicht so, dass die Menschen nicht gewarnt wurden. Ganz im Gegenteil hat Noah 120 Jahre lang gepredigt und vor dem kommenden Gericht gewarnt. Sie hätten von ihren bösen Wegen umkehren und Buße tun (Buße = Änderung der Gesinnung) können. Doch das wollten sie nicht, ihr Verhalten wurde immer schlimmer und boshafter und deshalb kam das unausweichliche Gericht für ihr Fehlverhalten, das ihnen angekündigt war.

Den Gedanken, die Menschen von Anfang an richtig zu gestalten, kann ich gut nachvollziehen. Aber Gott wollte keine Roboter, die auf Knopfdruck immer automatisch alles richtig machen. Er wollte Menschen, die sich frei für oder gegen ihn entscheiden. Wenn ein Roboter sagt, dass er einen liebt, bedeutet das nicht viel. Wenn aber ein Mensch aus freiem Willen sagt, dass er einen liebt, ist das eine ganz andere und sehr große Sache.

Die Bibel beschreibt im 1. Buch Mose, dass die ersten Menschen am Anfang im Garten Eden in quasi paradiesischen Zuständen gelebt haben. Sie hatten aber schon die Freiheit, die wir heute auch haben: Mit oder ohne Gott leben zu wollen. Irgendwann haben sie sich dazu entschieden, ihr eigenes Ding zu machen und ohne Gott leben zu wollen (bzw. sie wollten sein wie Gott). Auch wenn das nicht ganz einfach zu verstehen ist und durchaus viele Fragen bleiben, aber alles Negative und Böse wie Tod, Krankheit, Schmerz, Leid usw. war das Ergebnis dieser Entscheidung und gewollten Trennung von Gott.

Trotzdem hat Gott die Menschen nicht verlassen, obwohl das vielleicht verdient gewesen wäre. Er hat einen Rettungsanker ausgeworfen, dass sie Menschen, die an ihn glauben, wieder zu ihm finden können. Dafür ist Jesus Christus am Kreuz gestorben, dass die, die an ihn glauben und um Vergebung ihrer Sünden bitten, erlöst werden und das ewige Leben geschenkt bekommen. Wenn man überlegt, dass das Leben nach dem Tod ewig und für immer dauert, sind vielleicht die negativen Dinge, die wir hier erleben, nicht mehr ganz so schlimm (wenn natürlich noch schlimm genug). Aber auch hier zwingt Gott wieder niemanden: Jeder kann entscheiden, ob er nach dem Tod bei Gott sein möchte oder nicht...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Gott hat den Menschen von Anfang an richtig gestaltet. Der Mensch bekam sogar einen eigenen Willen. Was der Mensch dann aus dem eigenen Willen macht, dass ist nicht in Gottes Verantwortung. Gott hat sich gemäß dem Alten Testament aber anscheinend die Option vorbehalten, dann einzugreifen, wenn es der Mensch zu bunt treibt. Wann er es tut und will, dass ist dann wohl wieder seine Entscheidung, gleichsam die Verhältnismässigkeit.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Gott hat dem Menschen einen freien Willen gegeben - die Sünde des Menschen hat nichts mit einer Fehlbarkeit Gottes zu tun.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hei, IchderGott, es handelt sich bei dieser, wie auch bei allen anderen Schöpfungsberichten, um fromme Märchen. Sie dienen dazu, den Menschen Gottes unendliche Macht und sein grenzenloses Können plausibel zu machen. Gott, der alles kann, braucht keine sieben Tage, um die Welt, und keinen Lehmklumpen, um den Menschen nach seinem Bilde zu erschaffen. Und so. Grüße!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das ist Urgeschichte der Bibel,das Buch hat nicht den Anspruch eine Dokumentation einer  detaillierte  historischen Geschichte zu erzählen.

Nicht all Büchr der Bibel sind gleichartig es muss immer wieder angeschaut werden welches Buch wir gerad lesen denn die Bibel ist eine ganze Bibliothek .Es gibt ganz unterschiedliche arten von Büchern dort .Erzählungen ..aber auch historische Ereignisse des Jüdischen Volkes ..oder auch in der Apostelgeschichte ...das muss immer bedacht werden beim Lesen der Bibel sonst kommt es zu Missverständnissen .Und total falschen Schlussfolgerungen .

Wir lesen die Bibel nicht 1:1 wie Muslime den Koran .Denn wir meinen das die Bibel das Zeugnis über das sich zeigen von Gott in der Welt ist .Und nicht ein diktierter  Text Gottes .Es ist das von Gott inspirierte Wort ,von Menschenhand verfasst ,nicht das wortwörtliche Wort Gottes .

Zurück zum  Buch Genesis 1

Diese Zeit liegt im Dunkel für uns alle verborgen .Die Zeitlinie die wir konkret erkennen im Jüdischen Volk beginnt bei Abraham ..ca 18 00 Vor Christus .

Folgendes habe ich begriffen zur Bibelstelle :

Zur Zeit der Sintflut ..nach dem Sündefnall in dem die Menschen getrennt worden sind von Gottes Angesicht ,war die Sünde übermächtig geworden in der Welt .Zudem hatten sich die "Nephilim" (Gefallene Engel ) mit den Menschenfrauen gepaart ,so das die Menschen zu kräften kamen , die ihnen von Gott nicht zu gedacht waren .Deshalb raffte Gott die Menschen hinweg .

Durch die Sünde werden auch  immer die unschuldigen geschädigt ,das ist nichts neues und überall in der Welt zu beobachten .

Gott gibt in dieser Erzählung dem Menschen Zeit und Möglichkeit zur Umkehr ,aber die Menschen lachten über Noach und am Ende war es dann zu spät.So ist es auch heute ....Gott ruft uns zur Umkehr ...aber wir lachen darüber bis es vielleicht einmal zu spät ist .

Wir all sollten rechtzeitig in die Arche gehen ,die Arche ist für mich persönlich Jesus Christus .

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Enders9
27.10.2015, 09:54
....war die Sünde übermächtig geworden in der Welt .....
Zudem hatten sich die "Nephilim" (Gefallene Engel ) mit den Menschenfrauen gepaart ,so das die Menschen zu kräften kamen , die ihnen von Gott nicht zu gedacht waren .

Und Gott wußte das nicht als er den Menschen geschaffen hat? Er ist also nicht nur nicht unfehlbar, sondern allwissend ist er auch nicht. Und es wird ja auch immer wieder gesagt, daß der freie Wille der Grund für das Böse ist. Nur warum konnte Gott nicht einen freien Willen erschaffen, der nicht zu Bösem führt. Ach herrje, jetzt ist Gott sogar nicht mal mehr allmächtig.

0

Frage bei Religion nicht nach Sinn, da stürzt dieses Konstrukt schnell in sich zusammen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von danhof
27.10.2015, 08:51

Stelle Atheisten keine Sinnfragen, da stürzt dieses Konstrukt schnell in sich zusammen.

1
Kommentar von GravityZero
10.11.2015, 06:31

Warum? Es geht doch um "Glaube". Da ist Sinn, Logik und Wissen fehl am Platz...deswegen heißt es Glaube. Da sollte man, sofern man diesen "Glauben" hat nicht alles hinterfragen...da wird man doch sonst wahnsinnig.

0

Es gibt keinen "christlichen" Gott. Genauso wie es keinen muslimischen oder jüdischen Gott gibt. Es gibt nur EINEN Gott, egal, ob er Gott, Jehova oder Allah genannt wird.

Wobei natürlich offen ist, ob es diesen Gott überhaupt gibt......

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von RobertEntso
26.10.2015, 11:25

Du glaubst nicht an Gott und willst uns hier belehren von Gott!? geh schlafen junge

3

Mit Deinem User-Namen stellst Du solche Fragen????

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von IchderGott
26.10.2015, 10:23

Ja warum denn nicht? nur weil ich mich Gott nenne heisst das noch lange nicht das ich auch einer bin. 

0

Was möchtest Du wissen?