Wenn das Weltall unendlich wäre müsste es doch auch alles unendlich mal geben?

12 Antworten

Hallo Crazylive96,

richtig, das sind mehrere getrennte Fragen. Arbeiten wir sie mal ab...

1) Wir wissen nicht, ob das Weltall unendlich groß ist oder nicht. Wir wissen nur, dass das beobachtbare Universum endlich groß ist und seine Geometrie ziemlich flach ("euklidisch") ist. Für "flache" Universen kann man sich aber Topologien denken, die geschlossen und endlich groß sind, oder unendlich große Räume.

Hier nachzulesen: http://www.spektrum.de/astrowissen/lexdt_t04.html#topol

Unsere Beobachtungsdaten können deshalb nicht klären, ob das Universum endlich groß ist oder nicht. Ein unendliches, flaches Universum läge nahe, weil es eine sehr einfache Topologie ist - ein Beleg ist dies jedoch nicht.

2) Wenn wir nicht einmal wissen, ob das Universum unendlich groß ist, ist es natürlich ,üßig, zu spekulieren, ob es überall derselben Physik folgt. Genau das müsste es aber an unendlich vielen Orten tun, um bei der winzigen Chance auf "Doppelgänger" zum Zuge zu kommen.

Interessant wären in diese Richtung eher bestimmte Multiversen-Modelle (die allerdings, ich möchte das betonen noch spekulativer sind...).

https://youtube.com/watch?v=cWtbKMyR2ys

3) Nein, dass der Nachthimmel dunkel ist, kann keine Aussage darüber liefern, ob das Universum endlich oder unendlich ist. Was Du beschreibst, ist das sogenannte Olberssche Paradoxon.

Das löst sich aber allein aus der mittleren Sterndichte und der durchschnittlichen Lebensdauer der Sterne. Die Lebensdauer dieser Sterne ist nun aber vor allem klein im Verhältnis zum Alter des Universums. Ein Stern kann innerhalb seiner Lebensdauer also nur begrenzt Energie aussenden. Damit ist auch die uns erreichende Energiedichte endlich.

Ich zitiere einmal aus

http://www.itp.uni-bremen.de/prichter/download/OlbersParadox.pdf

Der Kosmos mag unendlich ausgedehnt sein und seit Ewigkeiten existieren: die Strahlungsenergie der Sterne reicht um 12 oder 13 Gr̈oßenordnungen nicht aus

Um so viele Größenordnungen  ist die Sterndichte zu gering, um bei uns den Nachthimmel taghell werden zu lassen.

Grüße

Ja, wenn das Weltall unendlich groß ist, dann stimmt dein Gedankengang.

Das kannst du auch solide begründen:

Du kannst das Universum einteilen. Nehmen wir unser sichtbares Universum. Knapp 14 Mrd. Lichtjahre in jede Richtung (+Expansion, dann ist es bedeutend mehr, spielt aber keine Rolle für das Modell).

Dann haben wir eine Kugel. Jetzt kannst du in alle Richtungen des Raums solche Kugeln annehmen, unendlich viele, unendlich weit.

Die Kugel hat aber ein begrenztest Volumen und damit eine Begrenzte Möglichkeit darin Atome anzuordnen. Also gibt es dich noch mal und nicht nur ein mal, nein auch unendlich oft und in unendlich vielen Varianten und Verläufen deiner Existenz.

Und nein, der Nachthimmel kann nicht komplett leuchten, da das Licht aus unendlicher Entfernung unendlich lange brauchen würde. Es hatte aber nur 14 Mrd. Jahre Zeit bis jetzt.

Außerdem bewirkt die Expansion des Universums, dass ab einer bestimmten Entfernung sich die Galaxien von uns mit Überlichtgeschwindigkeit von uns entfernen, deren Licht wird uns also niemals erreichen. Und diese Überlichtgeschwindigkeit ist kein Widerspruch zu Einstein.

Dem Weltall ist zwar durch die "Raum-Zeit" das Sein und Wirken von Endlichkeit (künstlich) gegeben, aber das Weltall funktioniert wie in einem Kreislauf, welcher keinen von uns ermessbaren Anfangs- und Endpunkt besitzt (die Urknall-Theorie ist gerade dabei ganz langsam zu "zerbröseln"). 

Das Weltall hat in sich wirkend keinen direkten Bezug zur Unendlichkeit !

Das Weltall erweitert sich vermutich permanent multiversell aufgrund der (fast) unendlichen Vielzahl von möglichen Geschehnissen ("Multiversums-Theorie").

D.h. aber nicht, dass alles was theoretisch von uns denkbar ist auch irgendwann geschieht. Dinge bzw. Geschehnisse die nicht sein können, gibt es nicht und wird es niemals geben !

Wenn dem doch so wäre, dann würden (uns unbekannte) völlig abstrakte Voraussetzungen herrschen, unter denen nichts jemals existieren könnte. Die Voraussetzungen für die dualitäre Existenz sind aber DA (wenn auch nur "künstlich").

ALLES innerhalb des Universums ist daher - unter gewissen Schicksals-Variablen - von "höherer Hand" bewusst vorbestimmt ("vorprogrammiert").

In einer realen Ebene von Unendlichkeit können sämtliche Dimensionen der dualitären Existenz nicht sein - dazu gehört auch "unsere" 4-D-Raumzeit.

Allerdings fehlt uns die bewusste Erfahrung und das nötige Wissen über unseren "geistigen Horizont" hinaus, um eine real-gegenwärtige Ebene von Unendlichkeit "wirklich" zu begreifen. Diese ist aber logisch annehmbar.

Wie erklärt diese Theorie die kosmische Hintergrundstrahlung? 

Wie wird erklärt das die Raumzeit sich ausdehnt und diese Ausdehnung dich anscheinend noch beschleunigt?

Welche messbaren Phänomene erklärt diese Theorie die der Urknall nicht erklären kann?

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@AllesLiebe12

Sehr interessant ist u.a. auch dieser Auszug, welcher gewisse Hintergründe aufdeckt:

In keinem anderen Bereich der Physik würde diese stetige Zuflucht in neue hypothetische Objekte als ein Weg akzeptiert werden, um die Lücken zwischen Theorie und Beobachtung zu schließen. Irgendwann müssten ERNSTHAFTE FRAGEN ÜBER DIE RICHTIGKEIT DER ZUGRUNDELIEGENDEN URKNALLTHEORIE AUFGEWORFEN WERDEN!

Doch die Urknalltheorie kann ohne diese zurechtgepfuschten Faktoren gar nicht überleben. Ohne das hypothetische Inflationsfeld kann mit dem Urknall die fließende isotropische kosmische Hintergrund-Strahlung, die man beobachten kann, nicht erklärt werden, weil es keine Möglichkeit gibt für Teile des Universums, die sich nun weit mehr als nur wenige Grade vom Himmel weg befinden, die gleiche Temperatur anzunehmen und somit dieselbe Menge an Mikrowellenstrahlung auszuströmen.

Ohne eine Art von geheimnisvoller Materie, ungleich zu jener, die wir trotz 20 Jahre voller Experimente beobachtet haben, stellt die Urknalltheorie widersprüchliche Vorhersagen für die Dichte der Materie im Universum auf. Eine Inflation erfordert normalerweise eine 20 Mal höhere Dichte als die, die in der Urknall-Atom-Zusammensetzung, der Erklärung über den Ursprung der Lichtelemente, angedeutet wurde. Die Theorie sagt aus, dass das Universum ohne dunkle Energie nur ungefähr 8 Milliarden Jahre alt sei, was Milliarden von Jahren jünger wäre, als das Alter vieler Sterne in unserer Galaxie.

Ferner hat die Urknalltheorie keine quantitativen Vorhersagen aufzuweisen, die hinterher durch Beobachtung bestätigt werden konnten. Die Glanzleistungen, auf die die Anhänger der Theorie sich beriefen, bestehen aus der Fähigkeit, Beobachtungen rückwirkend mit einer stets ansteigenden Ordnung verstellbarer Parameter tauglich zu machen, gerade als bräuchte die alte Kosmologie mit der Erde im Mittelpunkt Ebene für Ebene neue Epizyklen.
Doch der Urknall ist nicht das einzige verfügbare Gerüst, um das Universum zu verstehen. Sowohl durch die Plasmakosmologie als auch dem Modell des festen Zustandes entstand die Vermutung von einem sich entwickelnden Universum ohne Anfang und Ende. Diese und andere alternative Versuche können das grundlegende Phänomen des Kosmos, darunter die Fülle der Lichtelemente, die Generation von Strukturen großen Ausmaßes, die kosmische Hintergrundstrahlung und wie die Rotverschiebung von weit entfernten Galaxien an Abstand zunimmt, ebenfalls erklären. Diese haben sogar neue Erscheinungen vorhergesagt, die später beobachtet wurden. Dies war bei der Urknalltheorie kein einziges Mal der Fall.

Während Richard Feymann sagen konnte, dass "Wissenschaft die Kultur des Zweifels sei", werden bei der Kosmologie heutzutage keine Zweifel und abweichende Meinungen toleriert. Junge Wissenschaftler lernen, sich still zu verhalten, wenn sie etwas Negatives über das Standard-Urknallmodell zu sagen haben. Diejenigen, die die Urknalltheorie anzweifeln. fürchten, dass es ihre Zulassung kostet, wenn sie dies aussprechen.

Selbst Beobachtungen werden heute durch diesen voreingenommenen Filter interpretiert. Ob sie für richtig oder falsch angesehen werden. hängt davon ab, ob sie die Urknalltheorie unterstützen oder nicht. So werden abweichende Daten von der Rotverschiebung, der Fülle von Lithium und Helium, und die Verteilung der Galaxien zwischen anderen Themen ignoriert oder als lächerlich abgestempelt. Dies spiegelt eine wachsende dogmatische Einstellung wider, die für den Geist freier wissenschaftlicher Untersuchungen einen Fremdkörper darstellt.

Heute werden eigentlich alle finanziellen und Versuchsmittel an die Urknallstudien hingegeben. Die Geldmittel stammen aus nur wenigen Quellen und die Untersuchungssausschüsse, die sie kontrollieren, werden von Anhängern der Urknalltheorie beherrscht. Dies hat zur Folge, dass sich die Herrschaft der Urknalltheorie auf diesem Gebiet ohne Rücksicht auf die wissenschaftliche Gültigkeit der Theorie selbst aufrechterhält.

Da nur Projekte innerhalb des Urknallsystems Unterstützung erhalten, wird ein grundlegendes Element der wissenschaftlichen Methoden untergraben - die stetige Überprüfung der Theorie anhand von Beobachtungen. Eine solche Einschränkung macht vorurteilsfreie Diskussionen und Forschungen unmöglich. Um dem abzuhelfen treiben wir diese Dienststellen, die die Arbeit in der Kosmologie mit Geldern unterstützen , an, einen bedeutenden Bruchteil ihrer Geldmittel für Nachforschungen in alternative Theorien und zu beobachtende Widersprüche zur Urknalltheorie bereit zu halten. Um Vorurteile zu vermeiden, könnte man den Prüfungsausschuss, der solche Gelder zuteilt, aus Astronomen und Physikern außerhalb des Kosmologiebereiches zusammenstellen.

Geldmittel auch für Untersuchungen zur Richtigkeit der Urknalltheorie und seine Alternativen würden den wissenschaftlichen Prozess möglich machen, der ein richtiges Modell der Geschichte des Universums ermöglicht.

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