Wenn das Salz den Geschmack verloren hat?

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12 Antworten

Chemisch betrachtet ist das richtig, NaCl verliert unter normalen Umständen seinen Geschmack nicht. 

Aber was wäre wenn: der Spruch aus dem Evangelium zielt auf ein Alleinstellungsmerkmal ab. Nur Salz schmeckt nach Salz. Wenn das Salz nicht mehr salzig schmecken würde, wozu könnte man es noch gebrauchen? Womit könnte man dem Salz seinen Geschmack zurückgeben? Antwort: es gibt nichts.

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Kommentar von omikron
08.02.2017, 09:30

Danke.

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Ich habe immer gedacht, daß damit gemeint ist, so wie Salz nicht den Geschmack verliert, so werden auch Jesusnachfolger immer ihre "Würze" behalten, egal wohin sie kommen.

Inwischen habe ich aber den Eindruck, wenn etwas länger steht, (oder wie unser neugekauftes Salz aus alten Beständen, das recht feucht ist), daß dann der Salzgeschmak wirklich nachläßt und man noch einmal nachsalzen muß.

Vielleicht paßt beides. man kann ja zu beherzigendes ziehen aus beiden Sichtweisen.

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Mt 5,13 Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als dass man es wegschüttet und lässt es von den Leuten zertreten.


das ist ein seelenbild dafür, das gläubige christen wie das salz als ein gewürz auf die seele anderer menschen bereichernd wirken können.

können sie das nicht, sollten sie nicht versuchen, anderen menschen den glauben "schmackhaft" zu machen

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Hallo MarcoEi,

sieh mal, was Du hier findest:

 http://wol.jw.org/de/wol/lv/r10/lp-x/0

Salz wird in der Bibel häufig in übertragenem Sinn gebraucht. Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Ihr seid das Salz der Erde“ — ein lebensrettender Einfluß auf andere, der den geistigen und moralischen Verfall verhindert. Die gute Botschaft, die sie überbrachten, würde Leben erhalten.

Doch sagte er weiter zu ihnen: „Wenn aber das Salz seine Kraft verliert, wie wird seine Salzkraft wiederhergestellt werden? Es taugt zu nichts weiter, als hinausgeworfen und von den Menschen zertreten zu werden“ (Mat 5:13; Mar 9:50; Luk 14:34, 35).

Ein Bibelkommentator bemerkt zu Matthäus 5:13: „Das Salz, das in diesem Land [Vereinigte Staaten] verwandt wird, ist eine chemische Verbindung — Natriumchlorid —, und falls der Salzgehalt verlorenginge oder es seine Würzkraft einbüßte, würde nichts übrigbleiben. Es zerfällt in seine Grundbestandteile.

In orientalischen Ländern war das Salz, das man verwendete, nicht rein, sondern mit pflanzlichen und erdigen Stoffen vermischt. Wenn es seinen Salzgehalt verlor, blieben diese erdigen Bestandteile zurück. Sie waren zu nichts mehr nütze, außer, wie in dem Text gesagt wird, auf Straßen oder Wege geschüttet zu werden, ähnlich wie heute Kies.

Solches Salz ist heute noch in dem Land in Gebrauch. Man findet es in der Erde in Lagern oder Schichten, und wenn es der Sonne und dem Regen ausgesetzt wird, verliert es seinen ganzen Salzgehalt“ (Barnes’ Notes on the New Testament, 1974).

 

Grüße, kdd

 

 

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Ich bin nicht sehr bibelfest und kenne auch den Kontext dieser Aussage nicht. Da die Bibel aber oft mit Vergleichen, Metaphern, Allegorien, Gleichnissen usw. daherkommt, sollte man es auch nicht so wortwörtlich nehmen.

Man kann es auch so sehen: Wenn Salz schal oder geschmacklos wird, dann liegt das nicht am Salz, sondern am Konsumenten. Es gibt z.B. Krankheiten, die den Geschmackssinn stark beeinträchtigen, so dass für diese Menschen alles recht fad schmeckt, selbst scharfe Gewürze. Ich könnte mir vorstellen, dass die Bibel das so meint. Vermutlich nicht wortwörtlich, sondern wieder im übertragenen Sinne, also dass jemand abstumpft und wenig empfindet oder gleichgültig wird.

Vielleicht kann ja jemand etwas Kontext zur genaueren Bewertung liefern.

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Ich interpretiere das folgendermaßen, nur so ein Gedanke:

Alles hat sich zum Schlechten hin gewandelt, selbst das gute Salz scheint an Geschmack verloren zu haben, obgleich dieser trügerische Eindruck natürlich allein als Folge der allgemein herrschenden Missstände zu werten ist.

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Dazu habe ich mal gelesen: "Was ist nun Salz? Unser Kochsalz ist eine chemische Verbindung mit der Formel NaCl. Dieses Salz kann nie die Würzkraft verlieren. Was damals im Orient als Salz gehandelt und in der Küche verwendet wurde, war ein Salzgemisch. So gibt es z.B. Salzsteine, die in der Gesteinsstruktur auch NaCl enthalten. Ist das eigentliche Salz ausgewaschen, bleibt nur Stein übrig. In der Gegend des Toten Meeres wurde seit alter Zeit Salz gewonnen. Dieses Salz enthält nebst NaCl eine Menge von zusätzlichen Stoffen. Bei starken Regenfällen löst sich der Kochsalzanteil rascher als andere Substanzen und wird weggeschwemmt. Der Überrest ist nicht mehr für die Küche verwendbar, er schmeckt nicht!"

Die MacArthur-Studienbibel schreibt dazu: "Salz ist sowohl ein Konservierungsmittel als auch ein Geschmacksverstärker. Jesus denkt hier zweifellos in erster Linie an die konservierende Eigenschaft des Salzes. Reines Salz kann seinen Geschmack oder seine Wirksamkeit nicht verlieren, aber das Salz aus dem Toten Meer ist mit Kalk und anderen Mineralien verunreinigt und kann einen faden Geschmack haben oder als Konservierungsmittel unbrauchbar sein. Solche Mineralsalze eigneten sich lediglich noch dafür, Fußwege von Unkraut freizuhalten."

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Zum einen hatte Salz früher sicher nicht den Reinheitsgrad den Salz heute hat.

Zum anderen kann man es auch einfach als Metapher sehen: Wenn etwas so Wertvolles, Beständiges seinen Wert verliert, dann wird sogar dieses Wertvolle in den Staub getreten.

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Es handelt sich um eine Metapher, nicht um eine naturwissenschaftliche Aussage.

Das sog. "Salzwort" kommt sowohl bei Mk., Mt. und Lk. quasi gleichlautend vor:

Lk. 14,34 Das Salz ist etwas Gutes; wenn aber das Salz nicht mehr salzt, womit soll man würzen? (Bibelübersetzung: Lutherbibel 1984)

"Das Salzwort Lk 14,34f hat ... die Jünger im Blick, die in ihrem Jüngerdasein nicht fade und kraftlos werden, sondern an ihrer Gottesreichorientierung unablässig festhalten sollen."

Mehr zur Bedeutung von Salz in der Bibel findest du hier:

https://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/salz/ch/5e041b6eccb34a0fd48aadd136a1c647/

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Früher war es so dass Salz mit Dreck vermischt war. Die Herstellung war nicht anders  möglich.

Man versuchte dann bei der Nutzung, das "bessere" Salz im Fass herauszuholen so lange wie das ging. Der Rest in Fass war zwar ebenfalls Salz, aber die Qualität ließ sehr zu wünschen übrig. Das Salz war gewissermaßen "salzlos" geworden.

Ist deine Frage damit zufriedenstellend beantwortet?

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Kommentar von stefanbluemchen
06.02.2017, 08:28

Kannst du hierzu vertrauenswürdige Quellen angeben? Würde mich wirklich interessieren. 

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Der Satz ist nur beispielhaft .

Gemeint ist, dass eine lange gebräuchliche Behauptung, durch neuere Erkenntnisse widerlegt ist .

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Kommentar von MarcoEi
07.02.2017, 23:29

Methaphor Sinnbild, ich denke eher die kannten konkret Moleküle noch nicht.

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Es kann nicht schaal werden

Das habe ich mir auch gedacht, bis ich einmal erlebt habe, wie jemand das Salz im Streuer duech Zucker ergänzt hat. Es war schlicht und einfach nur mehr zum wegwerfen.

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Kommentar von MarcoEi
07.02.2017, 23:26

Salz und Zucker ... wie Rattengift, habe ich schonmal gehört!

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